Der erste selbstgezeichnete COMIC!

Liebe Dino!

Heute scheint schon morgens teilweise die Sonne, der grundsätzlich bürofreie Freitag hat begonnen und ich sitze schon um 8:30 Uhr in einer Autowerkstatt, um den kleinen Sprung in der Windschutzscheibe reparieren zu lassen. So beginnt doch mal ein effektiver, voll gestopfter bürofreier Freitag…..
Aber, ich nutze natürlich jede Minute (war gestern schließlich auf einer Fortbildung, um bei noch mehr Leistung weniger Stress zu haben), habe mich hier im kahlen, gefliesten, autolastigen Wartebereich gemütlich eingerichtet (immerhin kann ich mir auch jederzeit kostenlos eine heiße Schokolade aus dem Automaten holen!) und schreibe jetzt schon ganz emsig an meinem heutigen Blogbeitrag.
Bevor ich es vergesse, hier eine Empfehlung von mir für eine – mir unbekannte, aber wohl im Rhein-Main-Gebiet lebende und arbeitende – Bloggerin, die jeden Tag bloggt und ganz herrlich schreiben und formulieren kann. Manche Alltagssituationen sind zum Lauthals-los-Lachen! Es ist Frau N. von novemberregen.blogger.de. Ich kann z. B. die Blogbeiträge vom 22.9.15 und 15.9.15 sehr empfehlen.

Flohmarkt am letzten Samstag

Wir waren mal wieder auf einem Flohmarkt für Kindersachen unterwegs und haben tatsächlich unglaubliche Schnäppchen gemacht! Vor allem Bücher, aber sogar noch etwas zum Anziehen für Olafine junior 2, was bei ihrer Größe (Sie ist inzwischen 1 cm größer als ich!!!) sehr ungewöhnlich war. Und Olafine junior 3 konnte die Olafine mit ihren Argumenten überzeugen und deshalb überglücklich ein neues Kleid ihr eigen nennen. Nur die angepeilte Winterjacke für Olafine junior 3 tat sich nicht auf, oder wir waren zu spät….
Dafür habe ich tatsächlich das Spiel „Café International“ in einem Superzustand für ganze 2,50 € ergattert, noch komplett!! Es ist das Spiel des Jahres 1989 und ich habe es als Kind schon sehr geliebt. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, es endlich mit den Kindern zu spielen. Was für eine Kindheitserinnerung!
Und dann, was mich so richtig überrascht hat, konnte ich tatsächlich das erste kleine Weihnachtsgeschenk ergattern. Im September!!! Bin ich gut, oder? Aber mehr kann ich an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten…..
Ach ja, überrascht wurden wir dann auch noch von einem wirklich heftigen Gewitterschauer…:-(. Wir konnten uns zum Glück erstmal unterstellen, aber der Regen wollte einfach nicht aufhören. Als es endlich weniger stark wurde, haben wir uns halt zu Fuß auf den ca. 2 km langen Heimweg gemacht, uns den Regenschirm geteilt oder gefüllte Tüten über den Kopf gehalten und versucht, die gekauften Bücher in einem einigermaßen trockenen Zustand nach Hause zu bringen. (Die einzig regentauglich mit einem quietschgelben Regenmantel angezogene Person war natürlich Olafine junior 3…) War ganz schön anstrengend…. Und, was natürlich irgendwie zu erwarten war, hinter uns kam die Sonne raus und ca. 100 m vor der Haustür hörte es auf zu regnen. Da hätten wir einfach etwas geduldiger sein müssen….

„Experte“

Hier noch eine kleine Erheiterung am Rande. Um das Auto reparieren lassen zu können
(jetzt ist das Auto fertig!) (und jetzt bin ich wieder zu Hause und schreibe weiter), habe ich für eine Terminvereinbarung bei einer zentralen Hotline angerufen. Natürlich kommt dann der allgemeine Blah vorneweg: „Schön, dass Sie angerufen haben. Der nächste freie Mitarbeiter ist bereits für Sie reserviert…. Zu Schulungszwecken (sicher!!! Wohl eher zur Mitarbeiterüberwachung!) werden einzelne Gespräche stichprobenartig (sicher! Nur einzelne! Und nur stichprobenartig;-)!) aufgezeichnet. Sollten Sie dies nicht wünschen, bitten wir Sie, dies dem Experten mitzuteilen….“ Experten? Ernsthaft? Das erinnert mich sehr an die Känguruchroniken von Marc-Uwe Kling. Tatsächlich kann man anscheinend jeden als Experten bezeichnen. Also ist der Mitarbeiter in der Telefonzentrale, der die Terminvereinbarungen koordiniert, „Experte“. Tja, ich lerne ja jeden Tag dazu! (Habe ich gestern bei der Fortbildung auch wieder erzählt bekommen: Man lernt immer dazu! Immer! Bis zum Schluss! Wusste ich aber schon vorher….).

Neulich bei Alnatura an der Kasse

Vor mir packt eine geschätzt 45-55-jährige Kundin gerade ihre Waren ein und bezahlt und meint nebenbei zur Kassiererin: (Das Vorgespräch hatte ich nicht mitbekommen, weiß also nicht, warum sie das überhaupt gesagt hat…) „Jetzt sind die Flüchtlinge ja auch bei uns in der Turnhalle untergebracht.“
Kassiererin:“Ja, sind die denn noch da? Ich dachte, die sind schon wieder weg?“
Kundin 1 (also die von oben):“Das weiß ich nicht, ich glaube, die sind noch da.“
Ich:“Nee, die sind in eine andere Turnhalle umgezogen, im Norden der Stadt.“
Kassiererin:“Ja, ist ja auch wieder Schule, wo sollen die Kinder sonst Sport machen. Wo die doch sowieso alle so wenig Sport machen.“
Ich denke mir, dass auch die andere Turnhalle wohl sonst für Sport von Kindern oder Turnvereinen genutzt wird, sage aber nichts dazu.
Kundin 1:“Also ich weiß nicht, das werden ja immer mehr. Wo sollen wir denn mit denen hin? Und die sind auch ganz schön undankbar. Da sind die schon in Ungarn und wollen dann noch weiter nach Deutschland.“
Ich (weil ich mich jetzt doch langsam ernsthaft einmischen muss):“Ich wäre auch nicht gerne Flüchtling in Ungarn, bei den Bedingungen dort.“ Ich hoffe, das reicht jetzt, das Gespräch zu beenden. Inzwischen hört auch Kundin 2 hinter mir dem Gespräch zu. Kundin 2 und die Kassiererin unterhalten sich inzwischen etwas gemäßigter miteinander und stimmen mir grob zu.
Kundin 1:“ Aber die sind ja auch so undankbar! Werfen einfach die Essenssachen auf die Gleise, um die Weiterreise zu erzwingen. Die sollen doch froh sein, dass sie überhaupt etwas zu essen haben.“
Ich wiederhole meine Aussage, dass ich verstehen kann, dass sie nicht in Ungarn bleiben wollen und andere ja auch weiterreisen durften. Außerdem merke ich nachdrücklich an, dass ja nicht alle so sind. Das sind ja immer auch Einzelfälle.
Kundin 1: „Ach, was ich schon alles gesehen habe, wie undankbar die sind. Ich hab mal gesehen, wie einer was weggeschmissen hat, weil ihm das zu süß war!“
Wieder sage ich, dass das ein Einzelfall ist und hoffe, dass die jetzt endlich alles eingepackt hat und geht. Tut sie auch endlich! Eigentlich wollte ich noch sagen, dass sie sich mal in die Situation der Flüchtlinge hinein versetzen soll: Angst um das eigene Leben, Traumata und schreckliche Ereignisse aus dem ehemaligen Heimatland, eine unglaublich gefährliche und anstrengende Reise mit Hunger, Ungewissheit und wenig Schlaf – und dann sollen die noch vernünftige Entscheidungen treffen? Vielleicht hatte der Mensch, der das weggeworfen hat, ja gute Gründe dafür (Diabetes, irgendeine Unverträglichkeit). Wie hat sie den überhaupt verstanden? Und vor allem gilt: Wieder nur ein Einzelfall, die Masse ist anders! Aber das Gespräch ist jetzt vorbei, die Kassiererin und die Kundin 2 stimmen mir zu: „Ja, das muss man relativ sehen.“ und ich gehe mit meinen Einkäufen raus zum Fahrrad.

Ich hatte schon meinen Fruchtriegel in die Hand genommen (hatte Bärenhunger, Mittagessen war nur ein Brötchen gewesen, wegen Zeitdruck und ich wollte zu Hause endlich etwas Warmes essen) und in der anderen Hand die Geldmünze für den Bettler an der Tür parat (den kenne ich jetzt auch schon vom Sehen, er vielleicht auch schon langsam mich…) und stand schon fast vor ihm. Da ging mir wieder „Slum Dog Millionär“ durch den Kopf und dass da oft Bettlerorganisationen dahinter stecken. Die nehmen denen das Geld ab und versorgen sie (hoffentlich) mit Essen und Unterkunft (meist aber nicht sehr geräumig und gemütlich). Und wie der mich so anguckt, frage ich ihn, ob er auch etwas zu essen möchte – ich zeige ihm den Riegel – („Ja!“ und ein Nicken) oder nur das Geld („Ja!“ und ein Nicken) und ich komme zu dem Schluss, dass er mich entweder nicht verstanden hat oder tatsächlich beides will. Ich gebe ihm beides. Er lächelt und bedankt sich. Während ich beim Fahrrad stehe und alles einpacke, kann ich ihn beobachten, wie er den Riegel anschaut. Vielleicht versucht er zu verstehen, was das ist. Keine Ahnung, ob er lesen kann oder deutsch versteht. Es dauert aber nur wenige Sekunden, dann reißt er die Folie auf und isst den Riegel – meinem Eindruck nach mit einem riesigen Hunger. Und ich frage mich, wann er denn das letzte Mal etwas gegessen hat….

Okay, die Überleitung zum nächsten Thema wird jetzt etwas schwierig, aber es passieren halt auch viele ernste und traurige Sachen im Leben…
Essen….

Apfelrosen

Auf Pinterest habe ich eine Anleitung für Apfelrosen gesehen. Einzige Zutaten sind (fertiger) frischer Blätterteig, Äpfel, Zimt und Zucker (und etwas Fett für die Muffinform). Das ist alles. Die waren wirklich sehr lecker! Hier ein Foto:

IMG_6716

Nochmal zum Thema „Auto“

Ich konnte diese Woche einen – wohl hilfsbereiten – Mann beeindrucken. Ich hatte Olafine junior 2 samt Freundin zum Reiten gefahren und die Zwischenzeit mal wieder zum Einkaufen genutzt. Da vorne rechts die Glühbirne für das Abblendlicht kaputt war, habe ich auch Ersatzglühbirnen gekauft. Normalerweise wechsle ich immer gleich beide aus, da die andere auch meistens bald kaputt geht. Zurück beim Reitstall sind die Mädels noch nicht fertig und ich mache die Motorhaube auf, um den Glühbirnenwechsel vorzunehmen. Neben mir parkt ein Vater, aus dessen Auto die Reiterinnen für die Nachfolgestunde herausspringen. Er sieht, wie ich die Motorhaube öffne, sie offen festmache und dann mit dem Handbuch in der Hand den richtigen Gummistutzen ermitteln will, hinter dem sich die kaputte Glühbirne verbirgt. (Ich bin etwas vorsichtig, da der Motor noch heiß ist und ich meine neue Jacke anhabe…). Er schickt die Reiterinnen vor und kommt zu mir. Der Smalltalk beginnt. Ich erkläre ihm, dass ich die Glühbirne wechseln muss, habe ich schon öfters gemacht. Er nimmt das anerkennend zur Kenntnis und bleibt trotzdem stehen. Dann versuche ich die Glühbirne von der Halterung zu ziehen. Mir fällt ein, dass das immer schon schwer ging. Wenn ich schon einen Zuschauer habe, will ich natürlich nichts falsch machen. Ich schaue noch einmal ins Handbuch (welches vor mir aufgeklappt auf der Windschutzscheibe liegt). Alles wird genau beschrieben. Dann heißt es unter 5. (wenn man endlich alle Stutzen entfernt und den Sockel richtig herausgedreht hat und zum Wechseln der Glühbirne ansetzen will): „…5. Nun tauschen sie die Lampe aus. 6… (es folgt eine lange Beschreibung, wie man den Sockel wieder reindreht und so weiter…)“ Toll, hier wäre zumindest ein Hinweis hilfreich gewesen, ob man drehen, ziehen, etwas nebenbei drücken oder sonst veranstalten muss, damit die Lampe aus der Halterung entfernt werden kann. Der Mann guckt. Ich sage:“An diesem Punkt hätten die ruhig ausführlicher sein können. Aber ich glaube, das letzte Mal war es auch einfach nur brachiale Gewalt und man muss ziehen, bis die Lampe raus ist.“ Es folgt von mir ein optimistisches Lächeln. Er guckt und sagt „Hmmm“. Ich denke, okay, dann mal los und ziehe wie wild, wackel hin und her, ziehe, wackel hin und her, ziehe (jetzt bewegt sich sogar was!), mache so weiter und schaffe es tatsächlich, die Lampe herauszuziehen!!! Was für ein Erfolg! (Ich erinnere mich jetzt daran, dass ich beim letzten Mal sehr geflucht und viel probiert habe, bis ich das Sch…-ding endlich draußen hatte. Ging jetzt mit dem männlichen Zuschauer, vor dem ich nicht ganz blöd dastehen wollte, viel besser und schneller…) Ich setze die neue Lampe ein und drehe die Halterung samt neuer Lampe wieder an der richtigen Stelle in der vorgeschriebenen Weise ein. Dabei erzähle ich noch fachfrauisch, dass auf dieser Seite die Befestigung etwas kaputt ist und das Reindrehen und Fixieren daher gar nicht so einfach ist. Er will mich aber schon mit den Worten: „Ich sehe schon, Sie kennen sich aus und kriegen das zurecht.“ verlassen. Ich sage noch schnell, dass ich jetzt wohl auch noch die andere Glühbirne auswechseln werde, denn die geht ja meistens auch bald kaputt. Er: „Och, das muss gar nicht sein. Vielleicht ist bei dieser Glühbirne nur etwas Feuchtigkeit ran gekommen und sie ging deshalb kaputt. Ich würde die andere noch nicht wechseln. Vielleicht hält die ja noch ewig.“ Ich darauf hin: „Stimmt! Dann mache ich das mal noch nicht.“ Wir verabschieden uns. Und da kommen auch schon meine Reiterinnen zurück. Die zweite Glühbirne verstaue ich im Handschuhfach. Für alle Fälle.

Der Comic

Jaja, wahrscheinlich ist das Deine Art es mir wegen des Graffiti heimzuzahlen. Ich soll einen Comic zeichnen. Ich glaube, Du weißt ganz genau, wo meine Schwächen sind…. Aber, die Bedingung (ist wirklich kein schönes Wort, Aufgabe klingt schon viel besser! Aber noch angebrachter: HERAUSFORDERUNG) war ja ganz weit gefasst. Einfach nur eine Erzählung in der Form eines Comics. Von erkennbar und lesbar stand da ja nichts! Also kam mir auch schon schnell eine Idee, die erste Skizze war gemacht! Dann habe ich noch nach Comic-Zeichen-Apps geschaut. Bringt aber nichts… Es dauert Stunden und wird nicht so, wie ich es will. Also werde ich mich jetzt gleich an die Zeichnung des sauberen und ordentlichen (natürlich nur entsprechend meiner beschränkten Fähigkeiten) Comics machen!
Vorher fahre ich jetzt aber in die Stadt. Da ist im Büro (und das an meinem eigentlich bürofreien Freitag!!!!) ein Fotoshooting aller Mitarbeiter für den Abschied unseres Chefs angesagt. Dauert aber hoffentlich nicht lange. Dann erledige ich noch die vielen anderen Dinge, die auf dem Weg liegen und dann – TADA – kommt meine Comicerzählung!

Bis nachher!
So, da bin ich wieder. Die Zeichnung ist eingescannt und hier ist er, der nigelnagelneue KARNIGGEL-COMIC by Olafine! (Folge den kleinen Pfeilen für die richtige Bildreihenfolge…)

Scan Comic Karniggel

… to be continued…!

So, meine liebe Dino, das war es diese Woche wieder von mir. Ich hätte zwar noch eine kleine nette Geschichte von meinem Lieblingspostträger, aber das ufert hier sonst wieder aus. Vielleicht ein anderes mal….

Für Deinen übernächstes Blogbeitrag darfst Du dich folgender Herausforderung stellen:

Erläutere ein Sprichwort Deiner Wahl anhand von mindestens zwei Erlebnissen oder Geschichten, die Dir dazu einfallen!

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, sei unglaublich großartig,

Deine Olafine, Expertin für Comiczeichnungen

P.S. Wie geht es denn deiner tierischen Assistentin? Wie heißt sie eigentlich? Bei uns in der Wohnung bestünde für sie akute Lebensgefahr… Ich probiere aber immer, wenn es irgendwie geht, diese Art Assistentin einzufangen und nach draußen zu transportieren!

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