The same procedure as last Sunday

Herzlich Willkommen, Olafine! (Hä?)

Da ich müde und angeschlagen mit einer Tasse Tee im Bett liege (die Tasse steht natürlich aufm Nachtschrank und nicht im Bett), fällt der Beitrag heute eher mau aus. Die Kunsthausaufgabe („Bedingung“ klingt einfach banal, findest du nicht auch?) versteckt sich jedoch auch irgendwo mittendrin!

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Vertauschte Welt
Dienstagabend, ganz kurz bevor wir stapelweise Kisten zum Auto getragen haben und zum Einkaufen gefahren sind, d.h. gerade, als ich meine Schuhe anziehen wollte, also als Herr Dino schon draußen war, um die Kutsche zu holen, und ich mich noch drinnen befunden hatte, fiel mir etwas Merkwürdiges auf, das mir sonst eigentlich nie (!) passiert: ich hatte zwei verschiedene Socken an!
Das Witzige daran ist, dass ich gar nicht weiß, ob es sich bei diesen Socken um etwas handelte, das „eben mal passieren“ konnte oder es wirklich unerklärlich war. Denn sooo verschieden waren sie auch nicht wirklich. Aber mach‘ dir einfach selbst ein Bild davon:
Ach nee, ich habe ja ein Bild davon! Glück für dich! (Ist es nicht fantastisch, dass ich dieses Wort benutzen darf??)
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Vorsicht, pieksig!
Die Taube in deinem Bild ist aber ganz schön badass, das muss man mal sagen! Und die „Tauben-Weghalte-Nägel“ haben tatsächlich einen Namen, der ziemlich denglisch ist (sagt die, die „badass“ geschrieben hat): Taubenspikes! (Oder auch Taubenabwehrspikes)
Dass Tauben diese Spikes umgehen können, war auch mir tatsächlich nicht neu! Schon oft habe ich die eine oder andere Taube oben auf der Stange tänzeln erwischt. Clevere, aber doch ziemlich paranoide Wesen. Ist dir schon mal aufgefallen, wie an bestimmten Orten die Tauben fetter sind als an anderen? Die haben wohl auch so ihre eigenen „Szenen“ und sogar „Status“ (wohlfutternd – arm). Faszinierend!

(Eine zweite Tasse Tee wird gebracht, die Nase kräftig geputzt und die Finger vorgewärmt)

Kunsthausaufgabe
Diese „Bedingung“ (man stelle sich vor, wie beide Hände in der Luft auf Schopfhöhe hängen und jeweils Zeige- und Mittelfinger eng beieinander auf & ab geknickt werden) ist für mich einerseits leicht, da es hier nur so von diesen „Schmierereien“ wimmelt, überhaupt waren sie immer das Erste, was mir auffiel, wenn ich in oder durch den Ort fuhr – und was mir ein eher unangenehmes Gefühl bescherte. Aber anderseits ist sie auch schwierig, da ich Graffiti hasse. Ja, tatsächlich. Das liegt jedoch daran, dass ich die hiphopmäßigen Szene-Graffitis auch gar nicht verstehe. Viele enthalten Insidergedanken oder sind Resultate von Gang-Fehden, an denen Otto-Normalos wie ich nichts zu suchen haben. So manches Street-Art hingegen finde ich allerdings auch hübsch.
Und mal ganz ehrlich gesagt war die Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag/-abend auch eher knapp, um nicht nur ein ansprechendes Graffiti zu finden, sondern auch noch über dessen Bedeutung zu schwadronieren. So passte es ganz gut, dass wir heute zu einem Baby-Geburtstag unterwegs waren. Aber mit dem Auto. Aus dem Auto heraus ein Foto zu knipsen, ist ja eine ganz eigene Kunst für sich, wie meine vergangenen kläglichen Versuche, den schönen Vollmond während des Fahrens (für einen hippen Instagram-Post) zu fotografieren, das auch ganz deutlich zeigen:

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So musste ich also leider einige Graffitis, die mir besonders gut gefielen, vorbeiziehen lassen, z.B. „Lärm“ und „Love hurts“ (eines meiner Lieblingslieder!). Herr Dino hielt mich die Fahrt über bestimmt schon für plem-plem oder paranoid (jedenfalls seinem Gesicht nach zu urteilen, auf dem man das Fragezeichen förmlich sehen konnte). Oder aber es war sogar völlig normal für ihn. Beim Autofahren kann er sich nämlich nicht auf andere Dinge konzentrieren. Da wird ganz strikt Auto gefahren! (Selbst wenn ich nebenan auf dem Beifahrersitz ausgelassen eine Party zur Musik, die lautstark aus den Boxen plärrt, feier.)

Zwar habe ich natürlich, wie eingangs schon erwähnt, keine Ahnung von der Bedeutung eines Graffitis bzw. was der individuelle Sprayer mit seinem Kunstwerk überhaupt ausdrücken will, dennoch werde ich mir erlauben, den Text so zu verfassen, als wüsste ich, wovon ich spreche!

Idefix
Das Graffiti, eine Form der Streetart, das ich mir für diese scheußliche Hausaufgabe ausgewählt habe, die ich auch nur ganz widerwillig formuliere, um eine gute Note zu erzielen, äh, um eine Bedingung zu erfüllen, beinhaltet den weißen Schriftzug „Idefix“!

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Wie vielen bekannt sein dürfte, handelt es sich bei Idefix vor allem um den kleinen weißen Hund des burschikosen Galliers Obelix (stolzer Gallier, nicht Römer!). Der Name des kleinen quietschfidelen Kläffers hat aber auch eine ganz andere Bedeutung, die aus dem Französischen herleitet: fixe Idee. Der Sprayer, der für dieses Graffiti verantwortlich ist, hatte die fixe Idee einer fixen Idee – eines Idefix‘! Das hatte er/sie – denn Sprayer sind in aller Regel unbekannt und das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass sie gerne mit einer dunklen Kapuze überm Kopf und nur mit einer Sprühdose bewaffnet durch die Gegend geistern – unbedingt an Ort und Stelle zum Ausdruck bringen müssen. Besonders auffallend an diesem Kunstwerk sind die beiden i’s, die nicht wie die restlichen Zeichen in Großbuchstaben gesprüht wurden, sondern jeweils mit einem i-Tüpfelchen.
Die i-Tüpfelchen dieser fixen Idee bilden hierbei die i-Tüpfelchen selbst. Ein ganz außergewöhnliches Phänomen im Bereich der Kunst. Alles in allem ein sehr ansehliches Graffiti mit einer starken Message, das auch die breite, ahnungslose Masse anspricht.

Fast 200 Wörter schmückten nun die Bedeutung eines bedeutungslosen Graffitis und meine Mission ist hiermit getan!
Fun Fact: die Höhe des zugeschnittenen Original-Bildes ist 499px!

Tierisch guter Mitarbeiter
Bevor ich zum Abschluss meines Beitrags meine Bedingung an dich diktiere, möchte ich diesen Abschnitt meinem ehemaligen (zugegebenermaßen tierischen) Mitarbeiter widmen.

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Sie ist irgendwann nach der Renovation hinzugestoßen, hing die meiste Zeit aber nur faul herum und erledigte kaum Aufgaben, sodass alles an mir kleben blieb. Ihre Stille wusste ich allerdings zu schätzen. Irgendwann ist sie dann auch verschwunden – wahrscheinlich flog endlich auf, dass sie sich „nur mal so zum Spaß, um die Gegend abzuchecken“ dazu gesellt hatte. Oder sie hatte tatsächlich „gearbeitet“ (immerhin ein feines Netz hatte sie aufgebaut), bloß entsprach ihre Definition von „Arbeit“ nicht der des Umfeldes, in dem auch ich tätig bin.
Hasta la vista and Godspeed!
Und damit kommen wir auch schon zum Ende meines sonntäglichen Beitrages.

Once upon a time…
… in a far, far away place, legend has it that it is 499 kilometers away, there was an assignment so adventurous, so recklessly avenging that all heroes of this place stood in awe and facepalmed themselves so hard their noses broke.
This assignment, because it is so vile and treacherous, will now be introduced in German.

„Den Beitrag bzw. eine Erzählung in Form eines Comics präsentieren“!

Apropos: momentan bin ich wieder in den Bann der fantastischen Serie „Once upon a time“ geraten und freue mich schon darauf, die nächste Folge zu schauen!

Einen schönen Mini-Rest-Sonntag und eine noch schönere Woche wünscht
Dino

P.S.: Leider vergaß ich, ein Foto von der fetten Oreo-Torte zu machen, die ich anlässlich des Baby-Geburtstages gebacken hatte. Und die übriggebliebene Hälfte des Kuchens, von der ich theoretisch eines knipsen könnte, hatte ich an eine Freundin der Babymutter verschenkt. Ja, die komplette Hälfte. Sie konnte die auch gut für ihren Besuch am nächsten Tag gebrauchen.

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