Wat mutt, dat mutt

Hallo Olafine!

Zunächst einmal Kudos für deinen tollen Comic! Der war allerdings nicht die Rache für die Graffiti-Aufgabe. Der war die Rache für die Graffiti-Aufgabe UND die Spiele-Aufgabe!
Spaß beiseite. Kreativität ist (fast?) immer schön anzusehen und fordert zum Mitmachen auf, deshalb mag ich besonders gerne solche Aufgaben.

Let’s play!
Als Allererstes präsentiere ich das Spiel, welches das Resultat einer der letzten Bedingungen von dir ist:

Gebärdenraten
Benötigt wird:
– Handy mit Android oder iOS sowie die kostenlose App „Spread Signs
oder alternativ
– Laptop/PC mit Webbrowser und dieser geöffneten URL
– Zettel und Stift zum Notieren der Scores
– ggf. einen weiteren Zettel für bereits verwendete Wörter

Beim Ablauf wird’s ein wenig tricky. Es ist daher erlaubt und erwünscht, die Spielvorbereitungen individuell zu gestalten. Zuerst aber einmal überhaupt die Erklärung des Spiels: im Prinzip handelt es sich um eine Abwandlung der Montagsmalerei, nur eben mit Gebärden. Idealerweise nehmen mindestens drei Spieler teil – wegen der adrenalingeschwängerten Wettbewerbsatmosphäre (wo bleibt sonst der Spaß, necht?).
Vorne steht eine Person mit Handy oder Laptop, der Rest der Spieler macht es sich auf Stühlen oder der Couch (oder meinetwegen auch auf dem Boden) bequem. Wer zuerst anfängt, kann in beliebigen Varianten festgelegt werden: die jüngste/älteste Person beginnt, die höchste Augenzahl gewinnt, mittels Schere-Stein-Papier, etc.
Auch bei der nächsten Vorbereitung kann die Methode variieren: entweder sagt der Erstspieler (der vorne steht) im Kopf das Alphabet auf, bis eine von ihm/ihr ausgewählte Person „Stop!“ sagt und sucht anschließend stillschweigend in der App nach Wörtern, die mit diesem Buchstaben beginnen. Oder es wird mithilfe eines Zufallsgenerators aus dem Internet (z.B. Rapscript) das Wort ausgewählt. Oder ganz simpel: der Erstspieler sucht sich selbst ein x-beliebiges Wort aus. Das ist insbesondere für eine kindertaugliche Version des Spiels vorteilhaft. Leider ist es jedoch möglich, dass es zu dem entsprechenden Wort keine Gebärde auf Spreadthesign.com bzw. Spread Signs gibt, deshalb sind die erste und zweite Variante am kompatibelsten mit der App. Empfehlenswert ist an dieser Stelle auch eine Zeiterfassung, damit nicht geschummelt wird, indem der Spieler sich schon ein paar Gebärden vorab anschauen kann. Z.B. 15 Sekunden. Denn egal, wie schwer oder leicht die Gebärde aussieht: das Wort ist es und kein anderes!
Und ganz wichtig: der Erstspieler darf unter keinen Umständen den anderen Spielern zeigen, verraten oder sonstwie mitteilen, welches Wort oder welcher Buchstabe gewählt wurde. Das kommt jetzt:
Und damit kann das Spiel schon losgehen! Der Erstspieler guckt sich das Gebärdenvideo zum deutschen Wort in der App bzw. im Browser an und muss sie dann komplett stumm vor den anderen Spielern nachmachen, die jetzt das Glück haben, die Gebärde blindlings zu erraten (ja, gerne ohne Vorkenntnisse). Derjenige, der die Gebärde richtig erraten hat, kriegt einen Punkt und darf nach vorne und das gleiche Spiel geht wieder von vorne los.
Achtung: es gibt einen Punkteabzug für den Erstspieler, wenn er während des Gebärdens spricht oder den Mund mitbewegt. Erst wenn die anderen Spieler sichtlich Schwierigkeiten haben, die Gebärde zu erraten, dürfen die Lippen auf Wunsch hin mitbewegt werden (keine Töne), einen Punkteabzug gibt es dann selbstverständlich nicht.
Genau wie bei der Montagsmalerei darf auch ein Timer für die Raterunde eingesetzt werden, z.B. 30 Sekunden oder eine Minute.
Errät niemand die Gebärde, darf der Erstspieler nochmal versuchen oder wählt den nächsten Spieler aus.

So, und nun hoffe ich, dass das Spiel überhaupt funktioniert und auch Spaß macht…

Was bislang geschah
Wie bereits am letzten Sonntag gemunkelt wurde, war ich tatsächlich erkältet und lag deshalb die ganze Woche im Bett herum. Irgendwelche Produktivitäten und Unternehmungen konnten somit vergessen werden. Allerdings habe ich immerhin etliche Serienfolgen und bestimmt drei Filme geschaut, falls man das auch irgendwie fleißig nennen kann. So viel dazu.
Gestern kam endlich meine Bestellung an! Da ich nicht mehr genau wusste, was ich alles an Leckereien eingekauft hatte, machte ich einen Spaß daraus und dachte mir „Okay, lasse ich mich einfach mal überraschen, wie oft kommt sowas denn schon vor?!“ Und ich muss sagen: toll! Falls du also das nächste Mal im Internet bestellst, ignorier‘ ruhig die Mail mit den ganzen Artikelposten und schon hast du deinen ganz eigenen speziellen Geburtstag!

Überraschung!
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Close-up von den beiden Süßigkeiten, auf die ich besonders gespannt bin
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In Bezug auf deinen Beitrag
Hier gibt’s wieder Kudos für deinen Comic! Ehrlich gesagt war ich mir auch nicht sicher, ob und wie kreativ du tatsächlich sein würdest. Ich hatte schon vermutet, dass es eher Neuland für dich sein würde und du lieber bastelst, töpferst und malst statt mit einem Stift rumzukritzeln. Aber keine Sorge: der Comic war mehr als genug erkenn- und lesbar. Und verständlich sowieso.
Aus meiner Zeit, in der ich noch Kaninchen als Mitbewohner hatte, weiß ich ganz genau, wie hoch die Klopfers tatsächlich springen können, wenn sie sich erst einmal was in den Kopf gesetzt haben… Überhaupt sind deren Hinterläufe gar nicht zu unterschätzen! Mit denen kloppen sie auch kräftig auf den Boden, wenn sie Gefahr wittern. Oder wenn ihnen schlichtweg irgendwas nicht in den Kram passt („Dass der Tierarzt mich eben so begrabscht hatte, ne, das geht nicht!! *PENG*… So! Das sollte denen aber mal gezeigt haben, dass mit mir nicht zu spaßen ist!“ oder das allseits wiederkehrende „*PENG* HAST DU MIR GRAD SCHON WIEDER EINE PEDIKÜRE VERPASST? ICH MAG DAS NICHT! *wütend weghoppel*)
Ja, ob man das nun glauben möchte oder nicht, die können tatsächlich unheimlich angepisst und vor allem stur sein, wie du ja selbst schon wochenlang feststellen durftest…

Das nutze ich gleich aus, um eines meiner Lieblingsbilder von den Kaninchen zu zeigen:
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(Hm, vermutlich ein wenig schwer entzifferbar)

Übrigens: ich sage auch fast immer „Herausforderung“ statt „Problem“. Klingt in der Tat hübscher und professioneller!

Betteln oder nicht betteln
Deine Geschichte vom Bettler und dem Fruchtriegel (und der Münze) erinnert mich an die Geschichte von einem Obdachlosen und zehn Euro. In unserem alten Wohnort sind wir mal Blutspenden gegangen und haben dafür auch eine Entschädigungssumme erhalten. Wir beschlossen, einen Teil davon einem Obdachlosen zu geben, den wir schon oft in der Stadt gesehen hatten und den ich sogar schon seit meiner Schulzeit „kannte“. Er war sichtlich überrascht, bedankte sich aber dafür und ging dann schnurstracks zu einem Ditsch-Dealer (Brötchen, Pizza, Bretzel, etc.) und genehmigte sich satte ein, zwei Pizzastücke! Für ihn war das möglicherweise sogar Luxus. Sicher wäre ich mir da allerdings nicht, da ich mir einbilde, ihn irgendwann davor in einer Zeit mal rasiert & in feinerer Kleidung gesehen zu haben. So, als hätte er einmal den Sprung geschafft, aber danach wieder nicht mehr. Eventuell gefällt/gefiel ihm das Leben auf der Straße ja auch?
Und inzwischen geben wir eigentlich nur noch Essen & Trinken an Bettler/Obdachlose (hier bei uns kann man relativ gut erkennen, wer wahrscheinlich zur „Mafia“ gehört und wer nicht). Das hilft auch ganz gut bei Zweifeln – man möchte nicht ausgenutzt werden und irgendwas Dubioses fördern, aber gleichzeitig auch nicht einfach immer nur ignorieren.

Zu guter Letzt gehe ich noch kurz auf dein „Cafè International“ ein – da wurde ich prompt in eine Zeitmaschine gesetzt und zurück in die Kindheit katapultiert! Zwar hatte ich meines Wissens nach nie das Spiel tatsächlich gespielt (zu jung oder keiner wollte mitspielen?), aber ich fand damals die vielen verschiedenen Gesichter und Nationalitäten faszinierend und hatte damit hin und wieder auch mal „Puppen gespielt“! (Kreativ, nicht?)

Rückblick und Rückblick
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(Zugegeben etwas unpassend zu meinem Thema, aber dennoch sehr witzig!)

Weil ich die ganze Woche unkreativ war und der Beitrag damit zu kurz auszufallen droht, gibt es an dieser Stelle zwei Rückblicke:
Als vor ein paar Wochen mal ein Geburtstagskaffeeklatsch anstand, musste ich als kleine Hobbybäckerin natürlich etwas aus dem Ofen zaubern (ja, das mache ich – zaubern, nicht backen!). Manchmal fällt es mir recht schwer, ein tolles Rezept zu finden, aber bei diesem dauerte es nicht lange: Zebrakuchen! (Selbstverständlich wie immer vegan) Warum, ist ganz klar auf dem Bild zu erkennen:

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Anschließend gibt es natürlich noch ein Throwback zum tollen Wetter vor rund zwei Wochen. Einfach perfekt für eine Autofahrt. Die Wolken wanderten alle rum wie Wattebausche und Zuckerwatte und bildeten schöne Formationen.

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Und tschüß!
Das war’s auch schon.
Ach, haaalt, Eines hätt‘ ich fast vergessen:

Erzähle über einen Film oder eine TV-Serie, die dich inspiriert und warum!

Damit wünsche ich dir eine tolle Woche und ganz viel Spaß beim Treffen!
Dino

Der erste selbstgezeichnete COMIC!

Liebe Dino!

Heute scheint schon morgens teilweise die Sonne, der grundsätzlich bürofreie Freitag hat begonnen und ich sitze schon um 8:30 Uhr in einer Autowerkstatt, um den kleinen Sprung in der Windschutzscheibe reparieren zu lassen. So beginnt doch mal ein effektiver, voll gestopfter bürofreier Freitag…..
Aber, ich nutze natürlich jede Minute (war gestern schließlich auf einer Fortbildung, um bei noch mehr Leistung weniger Stress zu haben), habe mich hier im kahlen, gefliesten, autolastigen Wartebereich gemütlich eingerichtet (immerhin kann ich mir auch jederzeit kostenlos eine heiße Schokolade aus dem Automaten holen!) und schreibe jetzt schon ganz emsig an meinem heutigen Blogbeitrag.
Bevor ich es vergesse, hier eine Empfehlung von mir für eine – mir unbekannte, aber wohl im Rhein-Main-Gebiet lebende und arbeitende – Bloggerin, die jeden Tag bloggt und ganz herrlich schreiben und formulieren kann. Manche Alltagssituationen sind zum Lauthals-los-Lachen! Es ist Frau N. von novemberregen.blogger.de. Ich kann z. B. die Blogbeiträge vom 22.9.15 und 15.9.15 sehr empfehlen.

Flohmarkt am letzten Samstag

Wir waren mal wieder auf einem Flohmarkt für Kindersachen unterwegs und haben tatsächlich unglaubliche Schnäppchen gemacht! Vor allem Bücher, aber sogar noch etwas zum Anziehen für Olafine junior 2, was bei ihrer Größe (Sie ist inzwischen 1 cm größer als ich!!!) sehr ungewöhnlich war. Und Olafine junior 3 konnte die Olafine mit ihren Argumenten überzeugen und deshalb überglücklich ein neues Kleid ihr eigen nennen. Nur die angepeilte Winterjacke für Olafine junior 3 tat sich nicht auf, oder wir waren zu spät….
Dafür habe ich tatsächlich das Spiel „Café International“ in einem Superzustand für ganze 2,50 € ergattert, noch komplett!! Es ist das Spiel des Jahres 1989 und ich habe es als Kind schon sehr geliebt. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, es endlich mit den Kindern zu spielen. Was für eine Kindheitserinnerung!
Und dann, was mich so richtig überrascht hat, konnte ich tatsächlich das erste kleine Weihnachtsgeschenk ergattern. Im September!!! Bin ich gut, oder? Aber mehr kann ich an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten…..
Ach ja, überrascht wurden wir dann auch noch von einem wirklich heftigen Gewitterschauer…:-(. Wir konnten uns zum Glück erstmal unterstellen, aber der Regen wollte einfach nicht aufhören. Als es endlich weniger stark wurde, haben wir uns halt zu Fuß auf den ca. 2 km langen Heimweg gemacht, uns den Regenschirm geteilt oder gefüllte Tüten über den Kopf gehalten und versucht, die gekauften Bücher in einem einigermaßen trockenen Zustand nach Hause zu bringen. (Die einzig regentauglich mit einem quietschgelben Regenmantel angezogene Person war natürlich Olafine junior 3…) War ganz schön anstrengend…. Und, was natürlich irgendwie zu erwarten war, hinter uns kam die Sonne raus und ca. 100 m vor der Haustür hörte es auf zu regnen. Da hätten wir einfach etwas geduldiger sein müssen….

„Experte“

Hier noch eine kleine Erheiterung am Rande. Um das Auto reparieren lassen zu können
(jetzt ist das Auto fertig!) (und jetzt bin ich wieder zu Hause und schreibe weiter), habe ich für eine Terminvereinbarung bei einer zentralen Hotline angerufen. Natürlich kommt dann der allgemeine Blah vorneweg: „Schön, dass Sie angerufen haben. Der nächste freie Mitarbeiter ist bereits für Sie reserviert…. Zu Schulungszwecken (sicher!!! Wohl eher zur Mitarbeiterüberwachung!) werden einzelne Gespräche stichprobenartig (sicher! Nur einzelne! Und nur stichprobenartig;-)!) aufgezeichnet. Sollten Sie dies nicht wünschen, bitten wir Sie, dies dem Experten mitzuteilen….“ Experten? Ernsthaft? Das erinnert mich sehr an die Känguruchroniken von Marc-Uwe Kling. Tatsächlich kann man anscheinend jeden als Experten bezeichnen. Also ist der Mitarbeiter in der Telefonzentrale, der die Terminvereinbarungen koordiniert, „Experte“. Tja, ich lerne ja jeden Tag dazu! (Habe ich gestern bei der Fortbildung auch wieder erzählt bekommen: Man lernt immer dazu! Immer! Bis zum Schluss! Wusste ich aber schon vorher….).

Neulich bei Alnatura an der Kasse

Vor mir packt eine geschätzt 45-55-jährige Kundin gerade ihre Waren ein und bezahlt und meint nebenbei zur Kassiererin: (Das Vorgespräch hatte ich nicht mitbekommen, weiß also nicht, warum sie das überhaupt gesagt hat…) „Jetzt sind die Flüchtlinge ja auch bei uns in der Turnhalle untergebracht.“
Kassiererin:“Ja, sind die denn noch da? Ich dachte, die sind schon wieder weg?“
Kundin 1 (also die von oben):“Das weiß ich nicht, ich glaube, die sind noch da.“
Ich:“Nee, die sind in eine andere Turnhalle umgezogen, im Norden der Stadt.“
Kassiererin:“Ja, ist ja auch wieder Schule, wo sollen die Kinder sonst Sport machen. Wo die doch sowieso alle so wenig Sport machen.“
Ich denke mir, dass auch die andere Turnhalle wohl sonst für Sport von Kindern oder Turnvereinen genutzt wird, sage aber nichts dazu.
Kundin 1:“Also ich weiß nicht, das werden ja immer mehr. Wo sollen wir denn mit denen hin? Und die sind auch ganz schön undankbar. Da sind die schon in Ungarn und wollen dann noch weiter nach Deutschland.“
Ich (weil ich mich jetzt doch langsam ernsthaft einmischen muss):“Ich wäre auch nicht gerne Flüchtling in Ungarn, bei den Bedingungen dort.“ Ich hoffe, das reicht jetzt, das Gespräch zu beenden. Inzwischen hört auch Kundin 2 hinter mir dem Gespräch zu. Kundin 2 und die Kassiererin unterhalten sich inzwischen etwas gemäßigter miteinander und stimmen mir grob zu.
Kundin 1:“ Aber die sind ja auch so undankbar! Werfen einfach die Essenssachen auf die Gleise, um die Weiterreise zu erzwingen. Die sollen doch froh sein, dass sie überhaupt etwas zu essen haben.“
Ich wiederhole meine Aussage, dass ich verstehen kann, dass sie nicht in Ungarn bleiben wollen und andere ja auch weiterreisen durften. Außerdem merke ich nachdrücklich an, dass ja nicht alle so sind. Das sind ja immer auch Einzelfälle.
Kundin 1: „Ach, was ich schon alles gesehen habe, wie undankbar die sind. Ich hab mal gesehen, wie einer was weggeschmissen hat, weil ihm das zu süß war!“
Wieder sage ich, dass das ein Einzelfall ist und hoffe, dass die jetzt endlich alles eingepackt hat und geht. Tut sie auch endlich! Eigentlich wollte ich noch sagen, dass sie sich mal in die Situation der Flüchtlinge hinein versetzen soll: Angst um das eigene Leben, Traumata und schreckliche Ereignisse aus dem ehemaligen Heimatland, eine unglaublich gefährliche und anstrengende Reise mit Hunger, Ungewissheit und wenig Schlaf – und dann sollen die noch vernünftige Entscheidungen treffen? Vielleicht hatte der Mensch, der das weggeworfen hat, ja gute Gründe dafür (Diabetes, irgendeine Unverträglichkeit). Wie hat sie den überhaupt verstanden? Und vor allem gilt: Wieder nur ein Einzelfall, die Masse ist anders! Aber das Gespräch ist jetzt vorbei, die Kassiererin und die Kundin 2 stimmen mir zu: „Ja, das muss man relativ sehen.“ und ich gehe mit meinen Einkäufen raus zum Fahrrad.

Ich hatte schon meinen Fruchtriegel in die Hand genommen (hatte Bärenhunger, Mittagessen war nur ein Brötchen gewesen, wegen Zeitdruck und ich wollte zu Hause endlich etwas Warmes essen) und in der anderen Hand die Geldmünze für den Bettler an der Tür parat (den kenne ich jetzt auch schon vom Sehen, er vielleicht auch schon langsam mich…) und stand schon fast vor ihm. Da ging mir wieder „Slum Dog Millionär“ durch den Kopf und dass da oft Bettlerorganisationen dahinter stecken. Die nehmen denen das Geld ab und versorgen sie (hoffentlich) mit Essen und Unterkunft (meist aber nicht sehr geräumig und gemütlich). Und wie der mich so anguckt, frage ich ihn, ob er auch etwas zu essen möchte – ich zeige ihm den Riegel – („Ja!“ und ein Nicken) oder nur das Geld („Ja!“ und ein Nicken) und ich komme zu dem Schluss, dass er mich entweder nicht verstanden hat oder tatsächlich beides will. Ich gebe ihm beides. Er lächelt und bedankt sich. Während ich beim Fahrrad stehe und alles einpacke, kann ich ihn beobachten, wie er den Riegel anschaut. Vielleicht versucht er zu verstehen, was das ist. Keine Ahnung, ob er lesen kann oder deutsch versteht. Es dauert aber nur wenige Sekunden, dann reißt er die Folie auf und isst den Riegel – meinem Eindruck nach mit einem riesigen Hunger. Und ich frage mich, wann er denn das letzte Mal etwas gegessen hat….

Okay, die Überleitung zum nächsten Thema wird jetzt etwas schwierig, aber es passieren halt auch viele ernste und traurige Sachen im Leben…
Essen….

Apfelrosen

Auf Pinterest habe ich eine Anleitung für Apfelrosen gesehen. Einzige Zutaten sind (fertiger) frischer Blätterteig, Äpfel, Zimt und Zucker (und etwas Fett für die Muffinform). Das ist alles. Die waren wirklich sehr lecker! Hier ein Foto:

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Nochmal zum Thema „Auto“

Ich konnte diese Woche einen – wohl hilfsbereiten – Mann beeindrucken. Ich hatte Olafine junior 2 samt Freundin zum Reiten gefahren und die Zwischenzeit mal wieder zum Einkaufen genutzt. Da vorne rechts die Glühbirne für das Abblendlicht kaputt war, habe ich auch Ersatzglühbirnen gekauft. Normalerweise wechsle ich immer gleich beide aus, da die andere auch meistens bald kaputt geht. Zurück beim Reitstall sind die Mädels noch nicht fertig und ich mache die Motorhaube auf, um den Glühbirnenwechsel vorzunehmen. Neben mir parkt ein Vater, aus dessen Auto die Reiterinnen für die Nachfolgestunde herausspringen. Er sieht, wie ich die Motorhaube öffne, sie offen festmache und dann mit dem Handbuch in der Hand den richtigen Gummistutzen ermitteln will, hinter dem sich die kaputte Glühbirne verbirgt. (Ich bin etwas vorsichtig, da der Motor noch heiß ist und ich meine neue Jacke anhabe…). Er schickt die Reiterinnen vor und kommt zu mir. Der Smalltalk beginnt. Ich erkläre ihm, dass ich die Glühbirne wechseln muss, habe ich schon öfters gemacht. Er nimmt das anerkennend zur Kenntnis und bleibt trotzdem stehen. Dann versuche ich die Glühbirne von der Halterung zu ziehen. Mir fällt ein, dass das immer schon schwer ging. Wenn ich schon einen Zuschauer habe, will ich natürlich nichts falsch machen. Ich schaue noch einmal ins Handbuch (welches vor mir aufgeklappt auf der Windschutzscheibe liegt). Alles wird genau beschrieben. Dann heißt es unter 5. (wenn man endlich alle Stutzen entfernt und den Sockel richtig herausgedreht hat und zum Wechseln der Glühbirne ansetzen will): „…5. Nun tauschen sie die Lampe aus. 6… (es folgt eine lange Beschreibung, wie man den Sockel wieder reindreht und so weiter…)“ Toll, hier wäre zumindest ein Hinweis hilfreich gewesen, ob man drehen, ziehen, etwas nebenbei drücken oder sonst veranstalten muss, damit die Lampe aus der Halterung entfernt werden kann. Der Mann guckt. Ich sage:“An diesem Punkt hätten die ruhig ausführlicher sein können. Aber ich glaube, das letzte Mal war es auch einfach nur brachiale Gewalt und man muss ziehen, bis die Lampe raus ist.“ Es folgt von mir ein optimistisches Lächeln. Er guckt und sagt „Hmmm“. Ich denke, okay, dann mal los und ziehe wie wild, wackel hin und her, ziehe, wackel hin und her, ziehe (jetzt bewegt sich sogar was!), mache so weiter und schaffe es tatsächlich, die Lampe herauszuziehen!!! Was für ein Erfolg! (Ich erinnere mich jetzt daran, dass ich beim letzten Mal sehr geflucht und viel probiert habe, bis ich das Sch…-ding endlich draußen hatte. Ging jetzt mit dem männlichen Zuschauer, vor dem ich nicht ganz blöd dastehen wollte, viel besser und schneller…) Ich setze die neue Lampe ein und drehe die Halterung samt neuer Lampe wieder an der richtigen Stelle in der vorgeschriebenen Weise ein. Dabei erzähle ich noch fachfrauisch, dass auf dieser Seite die Befestigung etwas kaputt ist und das Reindrehen und Fixieren daher gar nicht so einfach ist. Er will mich aber schon mit den Worten: „Ich sehe schon, Sie kennen sich aus und kriegen das zurecht.“ verlassen. Ich sage noch schnell, dass ich jetzt wohl auch noch die andere Glühbirne auswechseln werde, denn die geht ja meistens auch bald kaputt. Er: „Och, das muss gar nicht sein. Vielleicht ist bei dieser Glühbirne nur etwas Feuchtigkeit ran gekommen und sie ging deshalb kaputt. Ich würde die andere noch nicht wechseln. Vielleicht hält die ja noch ewig.“ Ich darauf hin: „Stimmt! Dann mache ich das mal noch nicht.“ Wir verabschieden uns. Und da kommen auch schon meine Reiterinnen zurück. Die zweite Glühbirne verstaue ich im Handschuhfach. Für alle Fälle.

Der Comic

Jaja, wahrscheinlich ist das Deine Art es mir wegen des Graffiti heimzuzahlen. Ich soll einen Comic zeichnen. Ich glaube, Du weißt ganz genau, wo meine Schwächen sind…. Aber, die Bedingung (ist wirklich kein schönes Wort, Aufgabe klingt schon viel besser! Aber noch angebrachter: HERAUSFORDERUNG) war ja ganz weit gefasst. Einfach nur eine Erzählung in der Form eines Comics. Von erkennbar und lesbar stand da ja nichts! Also kam mir auch schon schnell eine Idee, die erste Skizze war gemacht! Dann habe ich noch nach Comic-Zeichen-Apps geschaut. Bringt aber nichts… Es dauert Stunden und wird nicht so, wie ich es will. Also werde ich mich jetzt gleich an die Zeichnung des sauberen und ordentlichen (natürlich nur entsprechend meiner beschränkten Fähigkeiten) Comics machen!
Vorher fahre ich jetzt aber in die Stadt. Da ist im Büro (und das an meinem eigentlich bürofreien Freitag!!!!) ein Fotoshooting aller Mitarbeiter für den Abschied unseres Chefs angesagt. Dauert aber hoffentlich nicht lange. Dann erledige ich noch die vielen anderen Dinge, die auf dem Weg liegen und dann – TADA – kommt meine Comicerzählung!

Bis nachher!
So, da bin ich wieder. Die Zeichnung ist eingescannt und hier ist er, der nigelnagelneue KARNIGGEL-COMIC by Olafine! (Folge den kleinen Pfeilen für die richtige Bildreihenfolge…)

Scan Comic Karniggel

… to be continued…!

So, meine liebe Dino, das war es diese Woche wieder von mir. Ich hätte zwar noch eine kleine nette Geschichte von meinem Lieblingspostträger, aber das ufert hier sonst wieder aus. Vielleicht ein anderes mal….

Für Deinen übernächstes Blogbeitrag darfst Du dich folgender Herausforderung stellen:

Erläutere ein Sprichwort Deiner Wahl anhand von mindestens zwei Erlebnissen oder Geschichten, die Dir dazu einfallen!

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, sei unglaublich großartig,

Deine Olafine, Expertin für Comiczeichnungen

P.S. Wie geht es denn deiner tierischen Assistentin? Wie heißt sie eigentlich? Bei uns in der Wohnung bestünde für sie akute Lebensgefahr… Ich probiere aber immer, wenn es irgendwie geht, diese Art Assistentin einzufangen und nach draußen zu transportieren!

The same procedure as last Sunday

Herzlich Willkommen, Olafine! (Hä?)

Da ich müde und angeschlagen mit einer Tasse Tee im Bett liege (die Tasse steht natürlich aufm Nachtschrank und nicht im Bett), fällt der Beitrag heute eher mau aus. Die Kunsthausaufgabe („Bedingung“ klingt einfach banal, findest du nicht auch?) versteckt sich jedoch auch irgendwo mittendrin!

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Vertauschte Welt
Dienstagabend, ganz kurz bevor wir stapelweise Kisten zum Auto getragen haben und zum Einkaufen gefahren sind, d.h. gerade, als ich meine Schuhe anziehen wollte, also als Herr Dino schon draußen war, um die Kutsche zu holen, und ich mich noch drinnen befunden hatte, fiel mir etwas Merkwürdiges auf, das mir sonst eigentlich nie (!) passiert: ich hatte zwei verschiedene Socken an!
Das Witzige daran ist, dass ich gar nicht weiß, ob es sich bei diesen Socken um etwas handelte, das „eben mal passieren“ konnte oder es wirklich unerklärlich war. Denn sooo verschieden waren sie auch nicht wirklich. Aber mach‘ dir einfach selbst ein Bild davon:
Ach nee, ich habe ja ein Bild davon! Glück für dich! (Ist es nicht fantastisch, dass ich dieses Wort benutzen darf??)
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Vorsicht, pieksig!
Die Taube in deinem Bild ist aber ganz schön badass, das muss man mal sagen! Und die „Tauben-Weghalte-Nägel“ haben tatsächlich einen Namen, der ziemlich denglisch ist (sagt die, die „badass“ geschrieben hat): Taubenspikes! (Oder auch Taubenabwehrspikes)
Dass Tauben diese Spikes umgehen können, war auch mir tatsächlich nicht neu! Schon oft habe ich die eine oder andere Taube oben auf der Stange tänzeln erwischt. Clevere, aber doch ziemlich paranoide Wesen. Ist dir schon mal aufgefallen, wie an bestimmten Orten die Tauben fetter sind als an anderen? Die haben wohl auch so ihre eigenen „Szenen“ und sogar „Status“ (wohlfutternd – arm). Faszinierend!

(Eine zweite Tasse Tee wird gebracht, die Nase kräftig geputzt und die Finger vorgewärmt)

Kunsthausaufgabe
Diese „Bedingung“ (man stelle sich vor, wie beide Hände in der Luft auf Schopfhöhe hängen und jeweils Zeige- und Mittelfinger eng beieinander auf & ab geknickt werden) ist für mich einerseits leicht, da es hier nur so von diesen „Schmierereien“ wimmelt, überhaupt waren sie immer das Erste, was mir auffiel, wenn ich in oder durch den Ort fuhr – und was mir ein eher unangenehmes Gefühl bescherte. Aber anderseits ist sie auch schwierig, da ich Graffiti hasse. Ja, tatsächlich. Das liegt jedoch daran, dass ich die hiphopmäßigen Szene-Graffitis auch gar nicht verstehe. Viele enthalten Insidergedanken oder sind Resultate von Gang-Fehden, an denen Otto-Normalos wie ich nichts zu suchen haben. So manches Street-Art hingegen finde ich allerdings auch hübsch.
Und mal ganz ehrlich gesagt war die Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag/-abend auch eher knapp, um nicht nur ein ansprechendes Graffiti zu finden, sondern auch noch über dessen Bedeutung zu schwadronieren. So passte es ganz gut, dass wir heute zu einem Baby-Geburtstag unterwegs waren. Aber mit dem Auto. Aus dem Auto heraus ein Foto zu knipsen, ist ja eine ganz eigene Kunst für sich, wie meine vergangenen kläglichen Versuche, den schönen Vollmond während des Fahrens (für einen hippen Instagram-Post) zu fotografieren, das auch ganz deutlich zeigen:

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So musste ich also leider einige Graffitis, die mir besonders gut gefielen, vorbeiziehen lassen, z.B. „Lärm“ und „Love hurts“ (eines meiner Lieblingslieder!). Herr Dino hielt mich die Fahrt über bestimmt schon für plem-plem oder paranoid (jedenfalls seinem Gesicht nach zu urteilen, auf dem man das Fragezeichen förmlich sehen konnte). Oder aber es war sogar völlig normal für ihn. Beim Autofahren kann er sich nämlich nicht auf andere Dinge konzentrieren. Da wird ganz strikt Auto gefahren! (Selbst wenn ich nebenan auf dem Beifahrersitz ausgelassen eine Party zur Musik, die lautstark aus den Boxen plärrt, feier.)

Zwar habe ich natürlich, wie eingangs schon erwähnt, keine Ahnung von der Bedeutung eines Graffitis bzw. was der individuelle Sprayer mit seinem Kunstwerk überhaupt ausdrücken will, dennoch werde ich mir erlauben, den Text so zu verfassen, als wüsste ich, wovon ich spreche!

Idefix
Das Graffiti, eine Form der Streetart, das ich mir für diese scheußliche Hausaufgabe ausgewählt habe, die ich auch nur ganz widerwillig formuliere, um eine gute Note zu erzielen, äh, um eine Bedingung zu erfüllen, beinhaltet den weißen Schriftzug „Idefix“!

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Wie vielen bekannt sein dürfte, handelt es sich bei Idefix vor allem um den kleinen weißen Hund des burschikosen Galliers Obelix (stolzer Gallier, nicht Römer!). Der Name des kleinen quietschfidelen Kläffers hat aber auch eine ganz andere Bedeutung, die aus dem Französischen herleitet: fixe Idee. Der Sprayer, der für dieses Graffiti verantwortlich ist, hatte die fixe Idee einer fixen Idee – eines Idefix‘! Das hatte er/sie – denn Sprayer sind in aller Regel unbekannt und das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass sie gerne mit einer dunklen Kapuze überm Kopf und nur mit einer Sprühdose bewaffnet durch die Gegend geistern – unbedingt an Ort und Stelle zum Ausdruck bringen müssen. Besonders auffallend an diesem Kunstwerk sind die beiden i’s, die nicht wie die restlichen Zeichen in Großbuchstaben gesprüht wurden, sondern jeweils mit einem i-Tüpfelchen.
Die i-Tüpfelchen dieser fixen Idee bilden hierbei die i-Tüpfelchen selbst. Ein ganz außergewöhnliches Phänomen im Bereich der Kunst. Alles in allem ein sehr ansehliches Graffiti mit einer starken Message, das auch die breite, ahnungslose Masse anspricht.

Fast 200 Wörter schmückten nun die Bedeutung eines bedeutungslosen Graffitis und meine Mission ist hiermit getan!
Fun Fact: die Höhe des zugeschnittenen Original-Bildes ist 499px!

Tierisch guter Mitarbeiter
Bevor ich zum Abschluss meines Beitrags meine Bedingung an dich diktiere, möchte ich diesen Abschnitt meinem ehemaligen (zugegebenermaßen tierischen) Mitarbeiter widmen.

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Sie ist irgendwann nach der Renovation hinzugestoßen, hing die meiste Zeit aber nur faul herum und erledigte kaum Aufgaben, sodass alles an mir kleben blieb. Ihre Stille wusste ich allerdings zu schätzen. Irgendwann ist sie dann auch verschwunden – wahrscheinlich flog endlich auf, dass sie sich „nur mal so zum Spaß, um die Gegend abzuchecken“ dazu gesellt hatte. Oder sie hatte tatsächlich „gearbeitet“ (immerhin ein feines Netz hatte sie aufgebaut), bloß entsprach ihre Definition von „Arbeit“ nicht der des Umfeldes, in dem auch ich tätig bin.
Hasta la vista and Godspeed!
Und damit kommen wir auch schon zum Ende meines sonntäglichen Beitrages.

Once upon a time…
… in a far, far away place, legend has it that it is 499 kilometers away, there was an assignment so adventurous, so recklessly avenging that all heroes of this place stood in awe and facepalmed themselves so hard their noses broke.
This assignment, because it is so vile and treacherous, will now be introduced in German.

„Den Beitrag bzw. eine Erzählung in Form eines Comics präsentieren“!

Apropos: momentan bin ich wieder in den Bann der fantastischen Serie „Once upon a time“ geraten und freue mich schon darauf, die nächste Folge zu schauen!

Einen schönen Mini-Rest-Sonntag und eine noch schönere Woche wünscht
Dino

P.S.: Leider vergaß ich, ein Foto von der fetten Oreo-Torte zu machen, die ich anlässlich des Baby-Geburtstages gebacken hatte. Und die übriggebliebene Hälfte des Kuchens, von der ich theoretisch eines knipsen könnte, hatte ich an eine Freundin der Babymutter verschenkt. Ja, die komplette Hälfte. Sie konnte die auch gut für ihren Besuch am nächsten Tag gebrauchen.

Schietwetter reloaded – Irgendwann hört es auch wieder auf!

Liebe Dino!
Die ganze Woche freue ich mich schon darauf, diesen Blogbeitrag schreiben zu dürfen! (Da kommt wohl mein Blogger-Ich durch…) Und heute stehen leider auch so viele andere Dinge an, dass ich erst gar nicht wusste, wo und womit ich anfangen sollte, ob der Blog nicht auch noch heute Nacht -natürlich vor Mitternacht – geschrieben werden könnte…und so weiter! Aber, was soll’s, jetzt sitze ich am Computer und tippe einfach drauf los!

Und Dank Deiner tollen Idee für die Bedingung (viel mir diesmal richtig leicht), fange ich auch gleich mit deren Erfüllung an, hier mein Aufsatz über mein Fantasie-Ich mit mindestens 100 Worten:

Mein Fantasie-Ich

Ich habe tatsächlich mehrere Fantasie-Ich’s, die es im Zaum zu halten gilt, wenn die Wohnung nicht aus den Nähten platzen soll. Heute möchte ich über mein Fantasie-Näh-und-Bastel-Ich sprechen. Zwar sind das genau genommen zwei Fantasie-Ich’s, aber sie liegen eng beieinander und ich konnte mich nicht entscheiden, von welchem ich ausschließlich berichten sollte.
Mein Näh-Ich träumt von einem riesengroßen Nähzimmer, mit Zuschneidetisch, zwei Nähmaschinen und genügend Platz für Regale, die dann meine – natürlich – sortierten Stoffe aufbewahren. Ich sehe mich als begeisterte Näherin und Schnittmusterentwicklerin für tolle Taschen, Röcke und Kleider. Und die natürlich auch für andere gerne Mitbringsel näht und immer wieder neue Schnittmuster anderer Blogger ausprobiert. TATSÄCHLICH habe ich nur eine kleine Nähecke mit vielen (meistens sortierten) Stoffen und kaum Zeit, all die Ideen und Ziele, die ich in Bezug auf Nähprojekte habe, umzusetzen. Deshalb muss ich mir bei vielen Stoffkäufen echt immer wieder selbst Vorhalte machen: Wozu brauchst Du den Stoff? Nicht alle super-schönen und einmaligen Stoffe müssen in Deiner Nähecke liegen! Wann willst Du das alles nähen? (Bei diesem Fantasie-Ich arbeite ich noch sehr stark am Abgleich mit dem Realitäts-Ich. Diplomatisch versuche ich beiden gerecht zu werden – etwas weniger kaufen, etwas mehr nähen -, aber es ist schwierig…)
Und von meinem Bastel-Ich möchte ich natürlich sehr gerne sprechen, denn in diesem Fall ist mir im Laufe der letzten Jahre fast eine komplette Übereinstimmung mit dem entsprechenden Realitäts-Ich gelungen! Mein Bastel-Ich hat schränkeweise Platz für Bastelutensilien und fertigt bei jeder sich bietenden Gelegenheit Dekorationen, Karten, Fensterbilder und was es sonst noch so zu basteln gibt an. Vorzugsweise im Herbst bei stürmischen Wetter und knisterndem Kamin! In der Realität habe ich jedoch keinen Kamin und ich bin abends, wenn ich endlich Zeit zum Basteln hätte, meistens viel zu müde, um solche Projekte noch anzugehen. Vom wenigen Schrankplatz mal ganz zu schweigen…. Aber, mein Realitäts-Ich hat inzwischen die Oberhand! (Und meine Töchter auch inzwischen genügend Bastelutensilien, bei denen ich mir im Notfall aushelfen kann!)

Abschließend mein Fazit: In der Tat sollte ich ab und zu meinen Fantasie-Ich’s mal einen Realitäts-Check unterziehen, sorgt für weniger Frust und mehr Platz in der Wohnung! (368 Wörter)

TYPISCH

Ja, im Nachgang zur letzten Woche und der dort zu erfüllenden Bedingung war es für diese Woche typisch und gar nicht anders zu erwarten, dass ich genügend Möglichkeiten für gute Taten im Vorbeigehen hatte! (Kaum ist der Leistungsdruck weg….) Ich möchte hier mal nur drei erwähnen!
Am Wochenende konnte ich eine Mutter aus der Nachbarschaft und vor allem ihre Tochter mit der Zusage, eine Kissenhülle für das in der Schule benötigte Sitzkissen mit dem Lieblingsstoff der Tochter zu nähen, sehr glücklich machen.
Und beim Einkauf beim Alnatura saß natürlich wieder ein Bettler, dem ich brav etwas Geld gegeben habe (war klar oder?).
Und selbst im Alnatura konnte ich einer älteren Dame beim Einkauf helfen und ihr genügend Zeit am Fließband, beim Bezahlen und Einpacken lassen sowie nett anlächeln, weil ich die Ruhe weg und damit eine weitere gute Tat begangen hatte! Geht doch…

OLAFEN

Ja, dieses Wort lässt mir immer noch keine Ruhe. Sollte es vielleicht einfach nur die Mehrzahl von „Olaf“ sein? Wie zum Beispiel in dem Satz: „Den Olafen sollte man die Bedeutung ihres Namens erklären.“ Nee, ich glaube, das wäre zu einfach und auf jeden Fall falsch. Es muss mehr dahinter stecken. Außerdem: die Mehrzahl lautet doch „Olafs“ oder?
Da kam mir bei meiner Recherche die Idee, einfach mal zu gucken, ob es irgendwo auf der Welt vielleicht einen Ort mit diesem Namen gibt! Das wäre doch eine gute Erklärung! Aber: ist nicht der Fall! Sowohl über die Apple-Karten-App als auch Google Maps wurde ich nicht fündig. Es gibt nur den Ort „Olfen“ und ein Lokal in den Niederlanden mit dem Namen „Olaf en Christel“.
Also bleibt nur noch eine Lösung: Es muss eine eigene Bedeutungserklärung her! Erst wollte ich gleich eine bei Wiktionary schreiben und veröffentlichen. Aber es sollte ja schon eine gute und wohl durchdachte Erklärung sein… Also schreibe ich Dir und allen MitleserInnen mal meine Version auf und vielleicht stimmt ihr mir zu oder habt sogar eine viel bessere Idee!

Olafen
Nomen; Eigenschafts- oder Charakterbeschreibung; Bedeutung: Jemand, der optimistisch herumhängt, feiert oder singend tanzt und dabei das offensichtlich Unmögliche erträumt und sogar für realistisch hält. Formulierungsbeispiele: Benimm Dich doch nicht wie die Olafen! Tue es den Olafen gleich! Wie die Olafen träumten sie von ….! Sein Handeln glich dem eines Olafen.
Berühmtes Beispiel: Schneemann Olaf im Disney-Film „Die Eiskönigin“, in dem er vom Sommer und den Dingen, die er dann tun kann, träumt, dabei aber völlig ausblendet, dass es ihn denklogisch im Sommer nicht geben kann.

Und?

Kategorie Alltagsbilder und Begebenheiten

Ich liebe es, wenn mir im Alltag so kleine, winzige Besonderheiten auffallen oder ich Bilder und Dinge bemerke, die mir Denkanstöße geben oder mich einfach daran erinnern, wie vielfältig und detailliert das Leben sein kann.
Hier mal ein paar Beispiele aus der letzten Woche:

Eine Taube mit ihrem Nest inmitten der umliegenden Tauben-Weghalte-Nägel (oder wie auch immer die heißen mögen, Olafen passt aber nicht…). Unglaublich, wie sie das geschafft hat!

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Ein „Je suis Charlie“-Graffiti an einem Ort, bei dem ich mich gefragt habe, warum hier? Soll mir das Graffiti sagen: „Ja, ich tue meine Meinung mit Graffiti kund, aber falls ich erwischt werde, dann ist es doch nur ein Mülleimer, was wollt ihr denn, das ist doch kein Schaden?“

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Ein weiblicher Zentaur

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Der KOPIERVORFALL
oder wie man Kollegen mit der (potenziell) versteckten Kamera überrascht

Da gehe ich also im Laufe der Woche, wie es ab und zu in meinem Büroalltag mal vorkommt und notwendig wird und wie schon unzählige Male zuvor zum Kopierer im Kopierraum und beginne meine 4-5 Seiten zu kopieren. Da meine Kopiervorlage oben in der Ecke getackert ist, kopiere ich die Seiten einzeln. Also Kopiererdeckel hochklappen, umgeklappte Seite aufwendig richtig positionieren, Deckel zuklappen, Kopiertaste drücken, und dann wieder von vorne. Als ich bereits drei Seiten geschafft habe und gerade zum nächsten Kopiervorgang ansetzen will (Deckel ist noch aufgeklappt, ich lehne mich vornüber, um die Seite gut auszurichten), fängt der Kopierer plötzlich an, ganz eifrig zu drucken. Er hört gar nicht mehr auf! Ich habe natürlich gedacht: Moment mal, ich bin nirgends gegen gekommen! Das Bedienfeld ist rechts von mir, das kann gar nicht sein…. Grübel, Grübel…) Ich versuche dann, auf dem hochmodernen Bedienfeld die Druckliste zur Ansicht aufzurufen. Klappt natürlich nicht. (Der Kopierer druckt und druckt derweil…). Dann versuche ich, mir anzuschauen, was denn für Seiten da so ausgespuckt werden. Geht aber nicht, der Drucker hält sie noch fest. Okay, und nun? Dann kommt ein Kollege und ich schaffe es endlich die untersten Seiten anzuschauen: Puh, Glück gehabt, nicht meine Seite einfach nur hundertfach kopiert! Der Kollege weiß aber auch von nichts und möchte auch nur kurz was kopieren. (Das wollte ich auch!) Tja, während wir also so warten, wann das Ding endlich aufhört, soviel Papier auszuspucken, kommt eine Mitarbeiterin aus dem Sekretariat zur Tür herein, guckt verdutzt und meint dann: „Oh, habe ich sie gerade unterbrochen? Haben Sie gerade kopiert, als ich meinen Auftrag losgeschickt habe?“ Stimmt ja, dieser Kopierer ist auch am Netzwerk angeschlossen! Die Mitarbeiterin hat mir (während wir beide herzhaft gelacht haben) versichert, dass keine versteckte Kamera installiert war, um mich beim Verzweifeln zu filmen. Ich hoffe, das stimmt…
(Meine Moral von der Geschichte: Enttackere die Seiten, lege sie oben als kompletten Kopiervorgang in das Einzugsfach des Kopiererdeckels und dein Kopierauftrag hat Vorrang!)

BETRIEBSAUFLUG

Und dann war da diese Woche auch noch der alljährlich stattfindende Betriebsausflug! Bei (häufig) strömenden REGEN! Das habe ich noch nie erlebt. Aber, was soll’s, wurde schon irgendwie! War auch sehr schön und wir haben trotzdem (oder gerade wegen des schlechten Wetters) viel gelacht, uns unterhalten, Spaß gehabt und nebenbei auch noch einiges gelernt und gesehen. Wie witzig es doch sein kann, wenn man eine Horde Erwachsener Menschen, die sonst einen ernsten Job zu verrichten haben, in eine kleine, motorbetriebene Bimmelbahn mit zwei Mini-Waggons steckt und bei Regen durch den Ort, kleine Hügel hinauf kutschiert sowie nebenbei zur Erheiterung aller bei Dudelmusik vom Band ganz, ganz tolle Sachen über die Stadt erzählt. (Und jedes Mal neue Adjektive für „ganz, ganz toll“ vor gefühlt jedes Nomen einbaut!! („Unsere herrliche, sehenswerte und überaus tolle Stadt X kann nicht nur mit einmalig schönen und bekannten Bauten und Persönlichkeiten aufwarten, sondern…..“ und so weiter)).
Nachdem ich mich morgens erst nicht entscheiden konnte, ob ich zum Büro (von wo aus es los ging) mit dem Fahrrad fahre („nieselt es jetzt nur und hört es gleich auf oder wird es schlimmer?“), zu Fuß gehe (dauert ca. 20-30 Minuten, bei schnellem Schritt) oder die S-Bahn nehme (dann müsste ich aber allmählich auch los, denn die fährt ja auch nicht alle 5 Minuten), kam ich mit einem kleinen Zeitpuffer nach der falschen Entscheidung (es hatte gerade aufgehört zu regnen) bei der S-Bahn-Station an und fuhr mit der Rolltreppe runter zum Bahnsteig. Und wie das immer so ist, fuhr in einiger Entfernung gerade die richtige S-Bahn ein und öffnete ihre Türen. Diesmal überlegte ich nicht lange und rannte los. Der durchtrainiert wirkende (da breitschultrige) Anzugträger vor mir auch! Und dann kam mein Moment des Morgens: Ich laufe an ihm vorbei (er guckt nur verdutzt), hechte zur gerade geschlossenen Tür, deren grüner Öffnungsknopf noch leuchtet und schaffe es, etwas atemlos, dass sich die Tür wieder öffnet! YES! Geschafft. Der Anzugträger freut sich auch (ist inzwischen eingetroffen..) und wir suchen uns Plätze, während sich die Tür wieder schließt. Tja, und wie es dann immer so ist, während ich noch ein kleines bisschen außer Atem bin, fährt die S-Bahn doch tatsächlich nicht los und wartet noch bestimmt eine Minute!! Ich hätte gar nicht rennen müssen! Egal, ich hab den Anzugträger überholt. Zählt doch auch!

Und auf dem Rückweg vom Ausflug nach Hause (wieder mit der S-Bahn) konnte ich noch ein Phänomen beobachten, welches mir vorher auch noch nicht bewusst geworden war: Ein Obst- und Gemüseverkäufer, der aus vollem Halse mit überzeugender, gleichbleibender Stimme seine Ware feilbietet („Eineuroeineuroeineuroeineuro, alleshiereineureo, eineuroeineuro, kilobananenallesfrisch…“) und gleichzeitig konzentriert eine Nachricht in sein Smartphone eintippt. Unglaublich! Der kann diese Anpreisungssätze wahrscheinlich im Schlaf und es ist für ihn so normal und einfach wie ein- und ausatmen…

So, liebe Dino, das war es diese Woche wieder von mir. Und ich bin froh, dass Du eine Bedingung gewählt hast, die gar nicht in unserem Grundkonzept steht, denn ich hatte auch schon überlegt, ob ich nicht auch etwas anderes nehmen könnte….

Ich stelle Dir gleich zwei Bedingungen, eine für diese Woche (also bis Sonntag) und eine für nächste Woche (also bis nächsten Sonntag), damit Du auch mal etwas auferlegt bekommst, was eigentlich etwas Zeit in Anspruch nehmen würde…

Meine erste Bedingung lautet:
Fotografiere ein Graffiti und erläutere dessen (künstlerische) Bedeutung mit mindestens 100 Worten!

Und bis zum Sonntag in 10 Tagen erfinde ein Spiel, dass Du dann in Deinem Blogbeitrag vorstellst und erläuterst! (Freue mich schon darauf, es nachspielen zu dürfen!)

Habe ein schönes Wochenende und eine tolle Woche, sei unglaublich großartig, bis Sonntag,

Deine Olafine

P. S. Und jetzt kennt das Rechtschreibprogramm nicht das Wort „Dudelmusik“, sondern macht daraus „Nudelmusik“… ernsthaft? Grübel, grübel… Nudelmusik…

P.S. reloaded: Die Dattelschniggers sehen lecker aus!!!

 

Herbstliches Schietwetter

Ahoy Olafine!

Das herbstliche Schietwetter hat begonnen. Es ist also beste Zeit für endlose Prokrastinationen!
Aber der Blog wartet natürlich nicht, also muss wieder ein netter Text von mir her… (übers Wetter hingegen würd‘ ich schon gern a bissl schimpf’n.)

Die heimtückische Schönheit der Notizbücher
Die Herausforderung mit dem „schönen Notizbuch, das viel zu schön zum Verwenden ist“ habe oder besser gesagt, hatte ich auch schon unzählige Male! Und dann habe ich mir schließlich irgendwann gesagt, diese ganze Aufheberei und auf den „richtigen Moment“ zu warten sei reine Verschwendung. Denn getreu dem Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ könnte es irgendwann tatsächlich mal zu spät sein. Und, irgendwie ganz wichtig, solch materialistischen Kram kann man einfach, eben weil sie materialistisch sind, immer wieder nachkaufen, sollte man es doch tatsächlich für „etwas Besonderes“ benötigen und das alte schon vollgemalt sein.
Ja, ich schreibe vollgemalt – wer kann schon das Zeugs in Notizbüchern lesen?! Bei dem ganzen rasanten Gedankenwirrwarr kommt auch keiner hinterher und mit der Mühe nimmt man’s dann nicht so genau. Außer du vielleicht? Vielleicht hast du für dein superschönes Notizbuch (das übrigens tatsächlich hübsch ist!) einen superschönen Stift dazu gekauft? Na?
Ich hätte das jedenfalls getan – wenn schon, denn schon!

Witzig finde ich ja, dass ich überhaupt die gleiche Notizbuch-Einstellung wie du habe – auch ich finde sie richtig super ansehlich und denke mir gleichzeitig immer (Achtung, Zitat von dir) „Schon wieder eins? Und wofür soll das denn sein? Außerdem hast Du doch noch welche liegen?“ Ja, auch ich habe noch Notizbücher, Collegeblocks und was weiß ich rumliegen!
Inzwischen lautet mein Motto allerdings, und darauf bin ich schon ein ganz klein wenig stolz, „Wenn du das wirklich mal brauchst, kannst du es dir ja auch erst dann kaufen.“ Bislang klappt das schon ganz gut, auch wenn ich dadurch manchmal frustrierter als sonst bin.

Da fällt mir glatt noch was zu dieser Sache ein. Ich beschäftige mich mehr oder weniger mit „Decluttering“ (minimalistisch leben) und lebe das auch größtenteils aus. Irgendwann habe ich zufällig gelesen, dass viele Menschen ein sogenanntes „Fantasie-Ich“ besitzen. Das ist jemand, der so ist wie man selbst gerne sein würde und sich es durch etliche, unzählige, teilweise richtig teure Anschaffungen, die man anschließend verrotten lässt, auch einredet. Dieser Blogartikel auf Englisch erklärt das schon ganz gut.
Vielleicht ist unser gemeinsames „Fantasie-Ich“ ja eine Autorin und deshalb wandern unerklärlicherweise all die schönen Notizbücher in unsere Taschen? (Okay, nach dem Bezahlen natürlich.)

Die gute Tat(en)
Tatsächlich hätte ich ebenfalls damit gerechnet, dass die gute Tat für dich ein Kinderspiel sein würde, so oft wie du unterwegs bist und dabei sicher eh schon die eine oder andere kleine gute Tat verrichtest. Dass meine Bedingung dann in eine so verzweifelte Suche deinerseits nach einem Bettler ausartet (ja, wie oft liest man denn sowas?! Sonst ist doch jemand froh drüber, auf keinen anzutreffen) und schließlich auch noch darin, dass mir beim Lesen vor lauter Lachen die Tränen in die Augen schossen… wunderbar herrlich!

Auch wenn du recht hattest und – hier zitiere ich bloß dich – deine guten Taten eher klein ausgefallen sind, so gibt es auf alle Fälle Pluspunkte für deine ziemlich lobenswerte Mühe! (Und die außerdem richtig amüsant war, erwähnte ich das schon??)
Und eines stimmt auch: der Begriff der „guten Tat“ ist relativ! An manchen Tagen, beispielweise nach einem frustrierten Nicht-Einkauf von Notizbüchern halte ich es schon für eine gute Tat, jemandem freundlich zuzulächeln oder auf etwas Heruntergefallenes aufmerksam zu machen.

Nun zu deiner Bedingung. Da sagte ich wortwörtlich „Oh f***!“ (gut, die Sterne habe ich nicht wortwörtlich ausgesprochen). Und dann fiel mir doch ein, dass die Bedingung ja eigentlich nur begrenzt schwierig ist – Suchfunktion und Thesaurus sei Dank! Jetzt muss tatsächlich nur noch mein Gehirn mitspielen. Das heißt, nicht vergessen und daran denken… wird schon. Dafür kann ich mir dann ja – ähnlich dem Feierabend-Bier – einfach ein After-Panic-Radler gönnen, darauf freuen sich meine Gehirnzellen bestimmt schon (ha, ha).

Übrigens ist mir nach einem kurzen Blick auf meinen zuletzt geschriebenen Beitrag aufgefallen (ja, was weiß ich, wieso ich mir meinen alten Beitrag nochmal angeschaut habe, vielleicht aus Selbststolz), dass die Burgerfotos den Eindruck erweckten, ich hätte einen Tag gebraucht, um ihn zu essen. Samstag noch komplett – Sonntag endlich reingebissen.
An dieser Stelle korrigiere ich: nein, ich hatte zwei Burger am Wochenende! Oh, wieder falsch, ich hatte sogar drei Burger an dem Wochenende. Zwei am Samstag, die auch am Samstag aufgefuttert wurden, und einen am Sonntag, der ebenfalls am selben Tag verdrückt wurde. Besonders wichtig war das nun auch wieder nicht, nee nee. Aber dafür sehr witzig! Manchmal sehe ich freitags die Welt nämlich aus anderen Augen als z.B. am Grummeltag (auch bekannt als „Montag, der; der von Menschen am wenigsten geliebte Wochentag“).

Geständnis
Ich muss passenderweise gestehen, dass ich viele der hier, insbesondere der oben verfassten Zeilen bereits am Freitag, nun ja, sagen wir mal, „vorformuliert“ habe. (Das darf man doch, nicht?) Beim Lesen deiner Beiträge überkommt mich immer so ein Schwall an Inspiration, dass ich ihn nicht einfach ignorieren kann, sondern direkt dran rumschrauben muss, bis er Sinn macht.
Das heißt also, es war der Freitagnachmittag, an dem ich besonders sehr gut drauf gewesen bin und mir das Lachen wie von leichter Hand fiel und überhaupt alles irgendwie lustig war, sogar das Nichtstun! Solche Momente kennst du bestimmt auch nur zu gut von unseren verrückten Zusammenkünften!

Nun aber zurück zum Sonntag, um den es hier ja eigentlich geht. (Hmm.. ich gestehe nochmal, das am Freitag geschrieben zu haben, um mich vom Weiterschreiben abzuhalten und endlich auf den Sonntag zu warten. Okay, ich schreibe ja immer noch. So, jetzt aber wirkl…)

Sonntag. Jetzt geht’s weiter!
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„Diese Bretter haben wir versemmelt“
Gestern sind wir morgens – wider unserer Natur – früh aufgestanden und zu meiner Schwägerin gefahren, um in einem Zimmer neuen Boden (Laminat) zu verlegen. Sie zieht nämlich samt Anhang ins Haus der Eltern ein und dort muss alles natürlich noch aufgehübscht und den eigenen Wünschen angepasst werden. Die Eltern selbst werden natürlich aus dem Haus vertrieben. Aber keine Bange, sie haben nebenan ein weiteres Haus hingebaut, in das sie dann einziehen werden. Das Richtfest im vergangenen Monat ist auch richtig feucht und fröhlich verlaufen.
Bis auf die sporadischen „Das ist faaaalsch herum!“, „VORSICHT!“ sowie „Hab‘ ich doch gesagt.“ ging es aber doch recht unspektakulär zu. Uns hat es aber dennoch viel Spaß bereitet und mir tat es gut, mich mal wieder richtig betätigt haben zu können. Leider machen wir heutzutage ja nicht mehr viel Handwerkliches bzw. brauchen wir in den meisten Fällen auch gar nicht (oder dürfen wir nicht). Umso mehr bin ich dann auch hochmotiviert, kaputte Sachen selbst zu reparieren. Auch wenn es sich dann meistens nur darin zeigt, dass ich den verdreckten Toaster oder den zugestaubten Lüfter reinige. Allerdings, und jetzt wird’s interessanter, habe ich mir schon vorgenommen, eine defekte Spielekonsole (Xbox) wieder instand zu setzen. Das ist eines meiner kleinen Projekte, auf das ich schon richtig gespannt bin.

Dattelschniggers
Auf einer meiner vielzähligen Internetreisen habe ich ein Rezept für eine vegane Snickers-Alternative entdeckt, bei der Datteln mit Erdnussbutter gefüllt und anschließend mit Schokolade überzogen werden. Heute Morgen kam ich endlich dazu, das Rezept mal zu testen. Am letzten Wochenende fehlte mir nämlich leider noch die Schokolade dazu und, wie ich heute in einem Vergleich feststellen durfte, war sie auch ein wichtiger Bestandteil. Ich habe ihnen den Namen „Dattelschniggers“ gegeben, weil mir die Bezeichnung „Snickers Datteln“ nicht gefiel und es eigentlich auch anders herum sein müsste. Und „Schniggers“ ist ein total beliebtes (veganes) Eis, das eben den Snickers-Geschmack imitiert. So war der Begriff geboren und ich ließ keine Gelegenheit aus, sie beim Namen zu nennen!

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An meinen Food-Posing-Skills muss ich noch feilen…

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Zum Fazit: Sie schmecken zwar nicht genauso wie das Original, da es natürlich kein Schokoriegel ist und auch der nötige Crunch fehlt, dennoch sind sie dem geschmacklich sehr ähnlich und vor allem lecker! Ich bin mit keiner Erwartung an den Geschmackstest gegangen und wurde dann positiv überrascht. Außerdem war ich auch ganz nebenbei überrascht darüber, wie lecker Erdnussbutter ist – normalerweise habe ich die nämlich gar nicht im Haus und dementsprechend den Geschmack auch schon wieder vergessen.
Die Dattelschniggers wird es jedenfalls öfter mal geben, da ich Datteln sowieso liebe. Ich hatte übrigens ganz normale getrocknete Datteln aus der Tüte genommen, weil ich mich nicht auf die Suche nach Medjool-Datteln begeben wollte und es für mich ohnehin auch keinen Unterschied machen würde.

Antwort auf einen Kommentar – oder: Hallo 629km!
Danke für deine aktive Teilnahme an unserem Blog – sogar eine sporadische hast du auch schon angekündigt! Mir ist insbesondere dein Satz „und trotzdem noch den Haushalt zu schmeissen!“ besonders ins Auge gestochen (das doppelt Gemoppelte ist Absicht) und ich muss an dieser Stelle gründlich mit einem Irrtum aufräumen: ich hab‘ gar keinen Haushalt zu schmeißen.

Jedenfalls würde ich nicht unbedingt „Ich wasche Wäsche, wann’s mir halt passt“ und „Das saubere Besteck kann man auch so ausm Geschirrspüler heraus benutzen“ als „Haushalt“ bezeichnen.
Und aber – oh, halt, beinahe hätte ich doch glatt das Wort benutzt, welches ich im Zuge der Bedingung gar nicht erwähnen darf –
(Der hier ursprünglich geplante intellektuelle Abschnitt muss aus Gründen geistiger Verwirrtheit, verursacht durch die plötzliche, panische Erinnerung an die Blog-Bedingung und die daraus resultierende Löschung der erstmaligen Formulierung leider gestrichen werden. Es wird um Verständnis gebeten, es ist schließlich Sonntag.)
Gut, da wird das ja geklärt haben…
Aber Alltagstrott trifft es wie die Faust aufs Auge, denn trottiger geht es manchmal nämlich nicht und dann schnaube ich ganz oft bei meinem Versuch, einen halbwegs guten Blogbeitrag zu schreiben, weil mir das nötige Material fehlt!

Ich freue mich jedenfalls über Kommentare von dir und von all den heimlichen Lesern, die sich irgendwo bestimmt (und hoffentlich) eins ins Fäustchen kichern über Olafines gewandten und meine zusammengepanschten Texte!

Schlusswort zum Sonntag
Zurück zu Frau Olafen (kleine, unwichtige Erinnerung daran, dass die Bedeutung immer noch fehlt). Das Schlusswort wäre dann die heißbegehrte und allseits (okay, nur von deiner Seite aus) gefürchtete Bedingung. Ich hoffe, sie ist nicht zu gewagt oder gar zu fies – oder das ist sogar sehr gut so:

Verfasse in mindestens 100 Wörtern einen Aufsatz über dein Fantasie-Ich!

(Die Sommerferien sind schließlich vorbei.)

Ich wünsche dir – trotz des █████ Wetters – eine wunderbare Woche und sende an dieser Stelle auch schöne Grüße an deine Rasselbande!

Dino

Freier Freitag mit Sonnenschein!

Liebe Dino!

Heute habe ich endlich mal wieder meinen freien Freitag! Die Ferien sind zu Ende, der Alltagstrott hat uns wieder und ich habe endlich einen Tag, an dem ich nicht wie sonst rumhetze, plane, organisiere und versuche, fast jede Minute zu nutzen, um noch schnell etwas zu erledigen. Es ist zwar nicht so, als hätte ich heute nichts vor und quasi einfach nur Urlaub für mich ganz alleine, aber ich kann mal das Tempo etwas runterfahren und die Ruhe genießen! (Manchmal verfalle ich auch in Panik und Freude zugleich und stehe vor der Frage: Was mache ich zuerst von den vielen Dingen, die ich schon lange mal tun wollte, wenn ich Zeit dazu habe?)
Diese Woche ging tatsächlich auch wieder total schnell rum. Was für mich aufgrund der Bedingung, die Du mir gestellt hast, umso schlimmer war! Aber dazu später….

Die Schwerkraft

Letzten Samstag gab es mal wieder ein schönes Stadtteilfest und bei dem herrlichen Sonnenschein (die vorhergesagten Regenschauer blieben mehr oder weniger aus…) haben wir uns auch dahin begeben, etwas Leckeres gegessen (Eis und asiatisch) und vor allem die schönen Dinge, die zum Verkauf standen, begutachtet. Und am Stand von nuuna.com, an dem es die zahlreichen schönen, in Deutschland hergestellten Notizbücher gab, hat uns eine der Verkäuferinnen eine völlig neue Erklärung für ein typisches Alltagsereignis gebracht, so dass ich mich im Nachhinein nur fragen kann, warum ich erst so alt werden musste, bis mir das mal jemand sagt! 😉
Als plötzlich einige Bücher auf der Auslage, die nur ganz leicht schräg stand, umfielen, meinte sie lapidar: „Ach, da haben die mal wieder die Schwerkraft höher gestellt!“ Sie lächelte wissend und vielsagend und brachte die Bücher wieder in die richtige Position. Tja, liebe Dino, so einfach ist das: Die stellen einfach die Schwerkraft höher und wir denken, es läge an uns, wenn wir plötzlich hinfallen oder Sachen umkippen. Nee, nee, das sind in Wahrheit diejenigen (das Schwerkraftministerium?), die die Schwerkraft ab und zu mal höher (zu Testzwecken? aus einer Laune heraus? des puren Kaputt-Lachen-zu-Könnens wegen?) stellen!
Ich musste schon schmunzeln…..

Notizbuch

Und als hätte ich es geahnt, was Du in Deinem Beitrag schreiben wirst, habe ich mir am Samstag natürlich auch ein schönes Notizbuch gekauft. Die Kaufentscheidung (Schon wieder eins? Und wofür soll das denn sein? Außerdem hast Du doch noch welche liegen?) dauerte zwar etwas, aber ich fand es so schön und dachte mir einfach, die Gelegenheit wird schon kommen, um die richtige Verwendung zu finden. Ich muss nur aufpassen, dass ich es nicht für zu besonders halte, so dass ich die potenziellen Einsatzmöglichkeiten vorbei ziehen lasse….
Und ganz getreu eines meiner häufigen Mottos (Mit Geduld und Zuversicht wird das schon, die richtige Gelegenheit wird schon kommen) habe ich mich dann zum Kauf durchgerungen. Und, was soll ich sagen, -TADA!!- keine 24 Stunden später springt die Gelegenheit vorbei (dein Tipp mit dem Bullet Journal) und ich wusste, was ich mit dem Notizbuch mache! Ja, manchmal treffen meine Mottos ja auch zu!
Hier mein neues Bullet Journal! Ich bin echt begeistert, wie gut das funktioniert!

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Geocaching

Endlich war ich auch mal wieder geocachenderweise unterwegs. Meine Familie ist dafür ja leider nicht mehr so oft zu begeistern… (Und ich bin mir sicher, dass ich es vorher nicht übertrieben habe!)
Ich hatte aus meinem Geocache eine Münze, die weiter transportiert werden musste, und damit eine gute Gelegenheit, zu verkünden, was ich für den Sonntag plante. Und bis auf ein Familienmitglied (okay, in seinem Alter ist es auch absolut out, mit der Familie Schätze zu suchen und Spaziergänge durch den Wald zu machen) waren dann doch tatsächlich alle dabei. Ich konnte sogar noch Freunde von uns mit deren Kindern dazu bewegen, mitzukommen!
Also hieß es letzten Sonntag alle ins Auto und ab in den Wald. Leider haben wir den ersten Cache, trotz intensiver 30-minütiger Suche im Wald, etwas abseits der Wege, nicht finden können… Die Fotos mit den Bäumen und Baumstümpfen bei den anderen Logeinträgen halfen da leider auch nicht weiter, sah alles sehr ähnlich aus… Aber ich hatte zum Glück eigentlich eine andere Serie rund um den Räuber Hotzenplotz im Visier, so dass wir einfach wieder alle ins Auto gestiegen sind (fing sowieso gerade an zu regnen), ein paar Kilometer weiter fuhren und dann woanders unser Glück erneut versuchten (Regen hatte für den Rest des Tages auch wieder aufgehört!). Und diesmal waren wir dann sechsmal erfolgreich! Die Dosen waren nicht zu klein, manchmal ganz gut versteckt, aber jedes Mal schön mit dem passenden Motiv vom Räuber Hotzenplotz und den weiteren Charakteren – je nach dem Namen es Verstecks – verziert. Es gab sogar genügend Tauschmaterial!
Zum Abschluss sind wir noch in den Biergarten neben dem Autoparkplatz eingekehrt, haben dort nachmittags dann das Mittagessen nachgeholt und schließlich bei der Heimfahrt doch schon mal die Sitzheizung zum Aufwärmen angemacht…. Zum Glück wurde es ab Dienstag dieser Woche wieder etwas wärmer!

Olafen

Es hat mir doch noch keine Ruhe gelassen. Was bedeutet Olafen? Beim Nachschlagen im Wörterbuch über Apple bzw. Pages (immerhin kam ja von denen der Verbesserungsvorschlag…) bin ich leider nicht fündig geworden. Im Duden online ist dieses Wort auch nicht bekannt, aber immerhin fragten sie mich, ob ich „Ölhafen“ gemeint hätte…
Bei der erneuten Google-Suche stieß ich dann auf „Wictionary“. Nach der Eingabe von „Olafen“ ins Suchfeld bekam ich die Antwort, dass es hierzu noch keinen Artikel gäbe. Sie fragten mich aber, ob ich einen neuen Eintrag für Olafen erstellen möchte…. Ja, was für eine Versuchung! Noch bin ich ihr nicht erlegen, aber was für ein tolles, neues Betätigungsfeld! (Worte erfinden und erklären! Und dann wetten, wann es das erste Mal irgendwo offiziell auftaucht, mit der richtigen Bedeutung!!)
Sie haben mir – der Vollständigkeit halber – auch noch angeboten, mir einen Artikel zum Thema „Olafen“ zu wünschen! Mal sehen, wie das weiter geht….

Was sonst diese Woche noch so geschah…

Da habe ich zwei Dinge, die ich noch kurz los werden möchte:
Nachdem ein Probefeueralarm (von dem zumindest ich nicht wusste, dass er nur als Probe gedacht war, wohl aber viele andere aufgrund der Uhrzeit – Mittagspause-) am Montag wohl nicht zur Zufriedenheit der Geschäftsleitung und der Feuerwehr ausgefallen war (einige sind erst gar nicht runter gelaufen; sind ja auch bis zu 9 Stockwerke…) und es schon früh (ich war gerade unten angekommen!) wieder eine Entwarnung gab, wurde am Mittwoch der Ernstfall geprobt! Die Durchsage, mit der wir zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert wurden, hörte nicht mehr auf und die Uhrzeit (10 Uhr) sorgte dann doch dafür, dass es alle ernst nahmen. Ca. 25 min später waren wir nach erfolgreicher Räumung wieder in den Büros. Und dann gab es tatsächlich (hatte ich bisher auch noch nicht erlebt) eine – nicht vom Band abgespielte – Durchsage, in der die Mitarbeiter für die schnelle Räumung gelobt und sich bei Ihnen bedankt wurde. Unsere Räumungszeit: 7 Minuten! Keine Ahnung, ob das für ein 9-stöckiges Gebäude eine gute Zeit ist, gefühlt hätte ich 5 Minuten besser gefunden…. Vielleicht machen wir das ja jetzt häufiger, bis wir in 3 Minuten draußen sind! Ich fand, dass die Ansage nicht so klang, als seien 7 Minuten jetzt besonders toll gewesen, aber dennoch alle für die tolle Mitarbeit gelobt werden sollten…
Extrembügeln
Dieses Thema kam diese Woche in der einmal wöchentlich stattfindenden Dienstbesprechung (Kaffeerunde) auf. (Wie auch immer wir da nochmal hingekommen sind….) Und das gibt es tatsächlich! Hier ein wikipedia-Eintrag dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Extrembügeln
Tja, was man sich alles so ausdenken kann! (Merke ich mir mal für die inzwischen schon immer länger werdende Liste derjenigen Dinge, die Du tun musst, wenn eine Strafe wegen zu späten Bloggens oder nichteingehaltener Bedingung fällig wird :-))
„Berichte von einer guten Tat, die du in der Woche erledigt hast!“

Okay, ich komm nicht mehr drumherum.
Da hast Du mir aber eine ganz schön knifflige Aufgabe gestellt. Erst dachte ich, das schaff ich schon (getreu meinem oben beschriebenen Motto, von wegen Geduld und Zuversicht und so weiter…)
Als die Tage aber so dahin flossen, kamen mir allmählich Bedenken, ob es denn so einfach sein würde, eine gute Tat zu erledigen. Vor allem der eigene Anspruch. Was für eine gute Tat denn? Etwas Heldenhaftes, etwas Besonderes?
Ich könnte ja auch sagen, meine gute Tat bestand darin, dass die Kinder 5 min länger fernsehen durften. Oder dass ich Olafine junior 2 dabei geholfen habe, das richtige Outfit für den ersten Schultag nach den Ferien zu empfehlen. Ich könnte hier doch jeden Sch…. reinschreiben!! (Ja, soweit und verzweifelt war ich wirklich. Aber besagte Olafine junior 2 machte mich darauf aufmerksam, dass sie dann einen Kommentar über die Wahrheit verfassen würde! Ging also auch nicht… Hätte das Universum auch bestimmt nicht lustig gefunden, bei so etwas Wichtigem einfach irgend einen Sch…. zu schreiben…)

Bis jetzt hat es leider auch immer noch nicht an der Tür geklingelt (für eine allerletzte Chance in der letzten Minute…).
Seit Mittwochabend hätte ich es auch gelten lassen, einfach einem Bettler etwas Geld (wäre dann auch etwas mehr als sonst gewesen!) zu geben. Aber, wie es das Schicksal anscheinend so will, an den üblichen Orten sitzen diese Woche tatsächlich keine Bettler rum! Ich habe es echt herausgefordert und bin sogar zum Alnatura heute morgen gefahren. Da sitzt immer einer! Nein, heute nicht. (Gestern beim Vorbeifahren auch schon nicht!).
Tja, ich kann nur hoffen, dass Du das mickrige, was ich jetzt nur vorzuweisen habe, gelten lässt. Nur schon mal zur Verteidigung vorweg: der Begriff „gute Tat“ ist ja relativ und grundsätzlich sehr weit zu verstehen! Und zwei kleine gute Taten, die man einzeln vielleicht nicht gelten lassen würde, könnten in der Summe doch schon als „gute Tat“ ausreichen, oder?

Gestern Nachmittag habe ich beim Bäcker einer Frau, der gerade einige Münzen aus dem Geldbeutel weit verstreut gefallen waren, noch die letzte Münze genannt, damit sie die auch noch findet, da sie alle anderen schon eingesammelt hatte. Hätte sie vielleicht sonst übersehen, war nämlich hinter ihr! War auch eine 50-Cent-Münze! Und aufheben konnte ich sie nicht, da ich leider vollbepackt war…. Hätte ich sonst natürlich sofort getan!

Außerdem habe ich gestern das Video von John Green (hier der Link: https://youtu.be/KVV6_1Sef9M) über die derzeitige Flüchtlingskrise über Facebook geteilt und hoffentlich so einen minimalen Beitrag zu noch mehr Hilfe und Verständnis geleistet.

Gerne hätte ich schon aktiv etwas für die Flüchtlinge getan (außer den üblichen Geldspenden, die wir sowieso ab und zu leisten), aber außer zu dem Sammeln von Infos, wo man wie hier vor Ort helfen kann, bin ich aus Zeitgründen leider diese Woche nicht gekommen…. Wird aber auf jeden Fall noch werden, unabhängig von einer zu erfüllenden Bedingung…. Dann berichte ich auch davon!

(Ich hoffe, Du lässt das gelten…..) (Regieanweisung: Ich gucke mit großen, blauen Augen treuherzig Dir bittend ins Gesicht!)

So, liebe Dino, das war es von mir, ist diesmal etwas ausführlicher geworden…

Achso, ja, hätte ich natürlich nicht fast vergessen ;-),
Deine Bedingung lautet:
Du darfst bei Deinem Beitrag das Wort „Glück“, in welcher Form und Schreibweise auch immer – also auch nicht als Wortbestandteil – nicht verwenden!

Viel Glück dabei!

Deine Olafine

Sonntagsmelancholie

Hallo Olafine,

und so schnell ist die ganze Woche wieder rum! Schon am Mittwoch war ich richtig verblüfft darüber, dass bereits Mittwoch war.
Ich wette, da fragst du dich (und andere potentielle Mitleser) bestimmt: „Ja, was hat sie denn die ganze Zeit so getrieben?“ Und ganz ehrlich gesagt: ich habe das alles wieder vergessen. (Vielleicht sollte ich ernsthaft mal wieder Gehirnjogging auf dem Nintendo DS betreiben.)
Zum Glück besitze ich aber so ein Bullet Journal (an dieser Stelle weise ich das gleich mal als Tipp aus!) und kann damit ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

(Ein Buch wird aufgeschlagen)

Alltagstrott
Beschämenderweise muss ich nun erzählen, dass ich tatsächlich ausschließlich so alltägliche Belanglosigkeiten wie „Einkaufen“, „Wäsche waschen“ und „Bad schrubben“ verrichtet habe. Aber trotzdem muss ich sagen, das Bad hatte schon wie lange nicht mehr richtig geglänzt!
Größtenteils habe ich es meinem wieder-aufgebautem Gamer-PC zu verdanken, nicht so viel Wert auf das Hinskribbeln von anspruchsvollen Aufgaben gelegt zu haben. Nichtsdestotrotz bin ich aber auch meinen studentischen Pflichten nachgekommen und habe zu meinem Thema einige Abschnitte und ein paar zerquetschte verfasst.

Dafür durfte das Wochenende dann sehr gerne kommen und am Samstag ging es los zu einem veganen Straßenfest – erst fiel der Plan wortwörtlich ins Wasser, weil wir Schönwetterenthusiasten (meine Güte, war das aber schwer zu formulieren) sind, aber dann ließ sich die Sonne doch noch blicken und wir eilten eilig hinaus (ja, stell dir ruhig vor, wie wir uns hektisch Jacken und Schuhe angezogen haben und rausgetrippelt sind).

Crêpes, Burger und Wochenende!
Auf dem Fest habe ich zum ersten Mal vegane Crêpes und überhaupt das erste Mal seit laaaaangem wieder Crêpes gegessen. Die hatte ich inzwischen schon so langsam vermisst und immer mal wieder geplant, selbst welche zuzubereiten, und bin vorher auch nie dazu gekommen, auf vergangenen Events mal nach so einem Stand Ausschau zu halten. Aber siehe da:

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CRÊPES! MIT SAFTIG ZIMT & ZUCKER! SENSATIONELL!

Später gab es zu Hause noch Burger, einmal mit „Gourmet Veggie Schnitzel Nature“ von Nature Gourmet und einmal mit Linsenburger von Garden Gourmet. Ich glaube, Gourmet ist ein ganz beliebter Begriff, um den Preis von veganen Spezialitäten zu rechtfertigen?!

IMG_20150905_173306 Samstag

IMG_20150906_164402 Sonntag
So isst man einen (veganen) Burger!

Wir hatten noch zusammen „Torchlight II“ gespielt, ein sogenanntes RPG, wo wir gemeinsam Höhlen und Wüsten nach Schmuckstücken wie Gold und Waffen erforscht sowie Bestien bekämpft hatten. (Klingt doch gleich schon viel aufregender…)

Am Abend guckten wir dann „Snowpiercer“ mit Captain America’s Chris Evans (der wohl für immer die Captain America-Energie mit sich rumtragen wird). In dem Film wurde die Erde im Versuch, die globale Erwärmung abzuwenden, versehentlich eingefroren und nur ein ellenlanger Zug, der ununterbrochen fährt, beherbergt noch Überlebende. Aber unter diesen Überlebenden gibt es eben auch ein Gleichgewicht aus Armen & Reichen, Gut & Böse. Und die Armen, die im hinteren Teil des Zuges („Tail“) wohnen, haben dann auch die Nase voll davon…
An sich ein guter und interessanter Film mit relativ viel Gewalt, der an eine Mischung aus The Hunger Games und einem Quentin Tarantino-Film erinnert.

Und heute… nun, heute ist Sonntag, ganz einfach. Ich habe das spannende Point’n’Click-Spiel „A New Beginning“ neu entdeckt und auch schon fast durch!

Tetris für Erwachsene
Passend zu deinem urkomischen Plastikdosen-Erlebnis – das mich gleich an unsere vielen mit Lachflashs bespickten „Erzählungen“ erinnert und amüsiert hat – habe ich soeben die Geschirrspülmaschine ausgeräumt und traf im Zuge der lästigen Pflicht auf meinen Erzfeind im alltäglichen Leben:

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Das beste 90er-Spiel, diesmal in der Erwachsenenversion!

Mir sind beim Einräumen mindestens drei Teile gleich wieder rausgeflogen. Besonders toll ist bei der ganzen Arbeit dieser Moment, in dem du dich nach dem Einräumen umdrehst, in eine Art lauschende Spannung verfällst, dabei aber trotzdem versuchst, den Rest wegzuräumen und dann das passiert: Rrcchchhhblopschepperrrcch!
Immerhin erwacht man wieder aus dieser angespannten Starre, als hätte man das endlich hinter sich gebracht. Immerhin.

Aus jetzt unerklärlichen Gründen fällt mir nun noch eine lustige Erzählung ein, deren Titel ich aber nicht vorab formulieren kann/darf/sollte.
Vielleicht hast du dieses Bild schon irgendwann mal gesehen, das hin und wieder gerne irgendwo in den Weiten des Internets in diversen Picdumps kursiert und ein Preisplakat für einen besonders speziellen Drogerieartikel darstellt: Toilettenpaprika. Ich hatte mich seitdem immer wieder gefragt, wie man überhaupt auf solch einen Geistesfehlschuss kommen könnte und ob es möglicherweise doch einfach nur ‚fake‘ ist wie Vieles im Internet auch – einfach nur, um das Internet zu einem besonderen Ort zu machen. Aber tatsächlich hatte Herr Dino mal vor langer, langer Zeit (die genaue Datierung ist leider unbekannt) den lebendigen Beweis geliefert und mir mitgeteilt, dass wir ja noch „Gemüsespültabs“ einkaufen müssten. Ja, richtig, Gemüsespültabs.
Und so lautet der Titel dieses Abschnitts tatsächlich Toilettenpaprika und Gemüsespültabs. (Ein bisschen auffällig markiert, aber was muss, das muss.)

Malen nach Zahlen nach Zeit
Nun zu etwas Ernsterem, einem kleinen Projekt. Vor etwa drei Jahren, vielleicht auch länger, hatte ich mir mal ein relativ kompliziertes „Malen nach Zahlen“-Bild bestellt (so jetzt im Nachhinein hat mich überrascht und auch ein klein wenig beschämt, dass das Bild für ab 12 Jahren ist).
Damals hatte ich die Idee, dieses Bild regelmäßig nach kleinen Fortschritten zu knipsen, um dann am Ende ein Video, ein GIF oder Ähnliches zusammenzubasteln. Eins vorab: Hoffnungen runter. Ein Video oder GIF gibt es nicht und den Plan habe ich inzwischen auch wieder verworfen.
Leider hatte ich nach dem Umzug das Bild nicht wieder angerührt und es verstaubte seither brav unter dem Gästebett. Aber (fühlst du schon die Spannung?) während der Renovier- und Aufräumaktion von vor rund drei Wochen habe ich das Bild tatsächlich rausgekramt und aus seiner Kartonverpackung befreit – und den Karton gleich erstmal weggeschmissen, damit ich ja nicht auf die Idee kam, wieder das Gleiche wie vor drei Jahren abzuziehen.
Glücklicherweise hatte ich während des ganzen Zeitraumes all die kleinen Farbtöpfe im Kühlschrank aufbewahrt und konnte sie deshalb weiterbenutzen! Ich musste sie nur mit Schaschlikspießen umrühren und konnte drauflos malen. Ich war ganz entzückt darüber und habe seitdem schon viel mehr Flächen auf dem Bild bemalt als zur Prä-Umzug-Ära.

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Der ungefähre, letzte Stand vor zirka drei Jahren…

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…und der jetzige Stand!

Wunderbar, wenn man einen Fortschritt so richtig erkennen kann. Jetzt muss ich mich nur noch dahinterklemmen. Simpel, nicht? (Vergangenheits-Dino würde mir da sicherlich zustimmen.)

Und jetzt komme ich zu der Bedingung für deinen nächsten Blogbeitrag….
(„1, 2 oder 3“-Soundtrack)
(Unheimliche Stille)
(Feuerwerk)
Berichte von einer guten Tat, die du in der Woche erledigt hast!

Zum Abschluss noch zu Ehren meines Namens ein Bild von süßen Dinosaurier-Gelstickern, die ich bei einem gestrigen Spät-Spontankauf zum Schnäppchenpreis eingesackt hatte:
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Anzahl der Bilder: 7
Mission erfüllt. Bis zum nächsten Mal!

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(Dino)

P.S.: Anzahl der Bilder: 8
P.P.S.S.: Heute hatte ich den vorgefertigten Blogbeitrag übrigens als „Slog“ abgespeichert. Ich lass‘ das einfach mal so im virtuellen Raum stehen.