Heute wird es knapp!

Liebe Dino!

Und schon bin ich wieder zurück in Deutschland – hier ist es echt kälter, brrrr -! Und müde bin ich auch – musste heute um 2:30 Uhr aufstehen, denn Pauschalurlauber werden zwar mit dem Bus abgeholt, aber eben nicht nur wir, sondern auch viele andere. Und die mussten auch alle rechtzeitig für den 8 Uhr Flieger abgeholt werden. Also stand der Bus heute um 4 Uhr pünktlich am Hotel und wir mit allen Sachen, fertiggepackt, mit Frühstück im Magen auch. Es war unglaublich, welche engen Straßen und Kurven dieser Bus nehmen konnte, bis auch die letzten Urlauber im abgelegensten Hotel eingesammelt waren (die Uhr zeigte bereits 4:50 Uhr!). Erst dann ging es zum Flughafen in Palma, der ca. 1 Stunde Fahrzeit entfernt war… Es hat aber alles geklappt und nun sind wir wieder zurück.

Allerdings habe ich heute noch einiges vor und bin mal gespannt, ob ich es tatsächlich bis Mitternacht schaffe…

Ich fange trotzdem nicht mit der Erfüllung meiner Herausforderung an, sondern mit den längst fälligen Feedbacks zu Deinem Beitrag, liebe Dino, und den zahlreichen Kommentaren. (Das W-LAN im Hotel war echt bescheiden, funktionierte nicht immer oder dauerte ewig… Das macht dann echt keinen Spaß…)

Feedback im Schnelldurchlauf

Die 29-er Bilder sind super! Hatte das von Frau 629km schon auf Facebook gesehen, meine Hochachtung an euch beide! Die kubistische Ananas ist auf Din A4 gezeichnet und die Tasche für Herrn 629km wird hoffentlich dieses Wochenende fertig (vorher war zeitlich nichts zu machen…). Die bemalten Schalen aus Amsterdam sind leider noch nicht da…. Vielleicht rufe ich nächste Woche mal an.

Die Origami-Figuren sind sehr schön! Im Kreise der Familie (wir haben alle einzeln reingeschaut, nicht zusammen über einen kleinen Smartphone-Bildschirm) kamen die Gespenster, aber auch die Blume/der Stern sehr gut an. Und „Kein Pardon“ ist ein absoluter Kultfilm, den mag ich sehr. Habe ja auch schon mit einer unserer Schwestern (ich nenne sie mal Frau Judo) das Musical in Düsseldorf vor ein paar Jahren gesehen, sehr gut!

Weiter geht’s, die Zeit rennt!

Ein Schwein als Haustier

Ja, ich, die eigentlich auf gar keinen Fall ein Haustier haben möchte, hat darüber ernsthaft nachgedacht. Schuld daran war ein Artikel in dem SZ-Magazin vom vorletzten Freitag (ich schicke ihn Dir per snail-mail), in dem über ein Experiment berichtet wurde. 4 (oder waren es 5?) Schweine wurden aus einem Massentierhaltungsbetrieb herausgenommen und sollten in einen Bio-Bauernhof integriert werden. Die Fragestellung dabei war: Kann das klappen? Die Tiere kannten ja nur Massentierhaltung. Ein wirklich toller Beitrag. Ich habe nochmal viel über Massentierhaltung, aber auch Bio-Bauernhöfe gelernt. Der Artikel war so interessant geschrieben und hat die Eigenschaften von Schweinen so toll hervorgehoben, dass ich den Drang verspürt habe, nicht nur irgendwann demnächst mal einen Bio-Bauernhof zu haben, sondern vorher ein Schwein als Haustier zu besitzen. Tja, gibt da nur ein kleines Platzproblem…. Trotzdem, die Idee schwelt im Kopf. Habe dann auch gleich Olafine junior 2 infiziert und sie sowie ihre Freundin darauf aufmerksam gemacht, dass es Teetassenschweine gibt! (Wie in dem tollen Buch „Tage wie diese“ von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle) Jetzt tüfteln die daran weiter, so über Machbarkeit, artgerechte Haltung und so weiter. Mal sehen, was da noch kommt.

Essen

Ist ja schon ein Standardthema. Den von Dir empfohlenen Aufstrich mit dem Cocos von Rapunzel hatte ich gleich ein paar Tage später gekauft und sofort leer gegessen! (Also, die kleine Probepackung, natürlich nicht ein ganzes Glas…) Das wollte ich Dir schon letzte Woche schreiben, aber mein Beitrag fiel wegen des Urlaubs einfach zu kurz aus… Ich liebe ja auch die Mandel-Tonka-Creme von Rapunzel, aber die ist nicht vegan. Aber der Kinderstreich von Zwergenwiese ist es und der schmeckt sehr lecker. Am besten fand ich aber den Schmalzaufstrich mit Zwiebeln von Tartex. Den habe ich bei Freunden am Abendbrotstisch probiert (Olafine junior 3 war noch nicht fertig mit spielen und wollte das angefangene Abendessen bei der Freundin ordentlich beenden, weshalb ich gleich miteingeladen wurde, zum Glück, sonst hätte ich diesen Aufstrich nie probiert! Was wäre mir da entgangen…) Der Aufstrich ist vegan, sieht wie echtes Schweineschmalz mit Röstzwiebeln aus und schmeckt einfach herrlich! (Wo ich Schmalz doch so gern esse…) Ich kann es nur empfehlen und bin gespannt, was Du dazu sagst. (DU MUSST es probieren, wirklich….)

So, die Zeit rennt immer noch…. Nächstes Thema:

Mallorca

Eine tolle Insel! Du kennst sie ja (Frau 629km ja auch) und landschaftlich sowie wettertechnisch einfach ein Traum. Auch wenn ich ein kleines Reisetagebuch geführt habe, werde ich den Urlaub jetzt nicht in aller Länge ausbreiten (hab dafür ja auch gar keine Zeit…). Aber ein paar kleine Geschichten, Bilder und Anekdoten möchte ich schon preisgeben.

Zum Frühstück gab es immer eine reichhaltige Auswahl an Leckereien, zum Beispiel viele verschiedene süße Gebäckteile, viel Obst, viele Brotsorten und so weiter. Deshalb haben wir auch meistens eine Stunde mit Frühstücken verbracht. Und da bleibt es nicht aus, dass man am Essenstisch philosophisch wird. (Ja, meistens albern wir eher rum, machen unsere Witze und lachen viel. Aber es ist auch schon mal das ein oder andere ernsthafte Wort dabei…) Und da kam es, dass Olafine junior 1 tatsächlich folgende Worte sprach: „Der Individualismus muss gepflegt werden. Töpfe in der Küche sind total Mainstream.“ Wie er darauf kam? Nun, ganz einfach: (Hole nur kurz aus) Wir haben die 2,70 € pro Tag für den Safe im Hotelzimmer gespart und dafür habe ich tolle Verstecke im Zimmer für die Wertsachen gefunden. (Ist zwar gefährlich, weil die Verstecke manchmal so gut sind, dass ich mich nicht gleich daran erinnere, wo ich die Sachen versteckt habe. Aber ein Hotelzimmer ist ja nicht so groß wie eine Wohnung, so dass man alles  – notfalls nach einer ausgiebigen und langen Suche – wiederfinden kann.) Jedenfalls brauchte Herr Olafine dringend unsere Reisepässe, um einen Mietwagen anzumieten. Ich sagte ihm, dass sich diese im Topf im Schrank befänden. Vielleicht habe ich auch „in der Kitchenette“ gesagt. Aber das lässt sich nicht mehr so genau nachvollziehen… Jedenfalls ging er vom Frühstückstisch nochmal zurück ins Zimmer, um die Pässe zu holen und schnell den Mietwagen klar zu machen. Wir frühstückten weiter und hatten über unsere Gespräche und das leckere Essen Herrn Olafine fast vergessen. Da kam nach einiger Zeit ein Anruf von ihm, er könne die Pässe nicht finden, in welchem der zahlreichen Schränke in den beiden Hotelzimmern ich denn nun die Pässe versteckt hätte. Daraufhin meine erstaunte Rückfrage, in welchem Schrank er denn Töpfe suchen würde… (Spätere Erklärung für diese Unterhaltung: Er hatte wohl meine Aussage „im Topf“ nicht so wahrgenommen oder wieder vergessen…) Jedenfalls kam es dann zu dem oben beschriebenen Kommentar von Olafine junior 1. Wir haben herrlich gelacht!

(So, jetzt wird es aber wirklich knapp. Müsste schon seit 10 Minuten unter der Dusche stehen…. Ich bin dann jetzt mal zu meinem Termin unterwegs und hoffentlich rechtzeitig vor Mitternacht wieder zurück….)

So, ich bin wieder zurück, es ist 23:23 Uhr, ich habe die Stiefel nur in die Ecke geworfen und den Computer aufgeklappt – jetzt wird es richtig eng! Also gleich mal losgelegt

Die gruseligste Nacht meines Lebens

Meine Enkel hatten sich schon oft darüber gewundert, weshalb ich in Winternächten nicht gerne allein raus ging. Sie liebten vor allem den neu aufgekommenen Halloweenbrauch und wollten immer gerne mich beim Laufen von Haus zu Haus dabei haben. Auch heute, eine Nacht vor Halloween, schmiedeten sie schon wieder eifrig Pläne. Welche Kostüme sollten getragen werden; wer sollte wen auf welche Art erschrecken. Wer würde wohl die meisten Süßigkeiten ergattern. Ich hielt mich da lieber raus. Bisher zumindest. Doch dieses Jahr sollte alles anders werden. Ich hätte es wissen müssen. Es war die gleiche Nacht wie damals… Zwei Tage nach Vollmond. Die ganze Welt denkt, in Vollmondnächten passieren ungewöhnliche, unglaubliche, schlimme oder gar gruselige Dinge. Das stimmt aber gar nicht. Die zweite Nacht danach, in der eindeutig feststeht, dass das Licht des Vollmondes wieder verschwinden wird, erst dann geschehen Dinge, im aufziehenden Dunkel des schwindenden Mondes, die man lieber nicht erleben möchte. Meine älteste Enkelin hatte wohl meine Nachdenklichkeit bemerkt und ihr war wohl auch schon bewusst geworden, wie sehr ich mich um das Halloweenfest drückte. Jedenfalls blieb sie hartnäckig und fragte nach dem wahren Grund für meine Zurückhaltung. Ich hielt sie mittlerweile für alt genug und erzählte ihr deshalb, was vor vielen Jahren in einer zweiten Nacht nach dem Vollmond geschehen war. Ich war damals gerade 13 Jahre alt gewesen, musste stets viel in der Landwirtschaft helfen und kam – wie so häufig – erst in der Dunkelheit von den Bauern zurück. Ich war hungrig und nahm jedes Mal die Abkürzung über die Felder. Es war Ende Oktober und die meisten Felder waren bereits abgeerntet. Doch ein Feld, welches einem Bauern gehörte, der in jenem Jahr von dem Pech verfolgt schien, hatte noch zahlreiche Kürbisse stehen. Ich sprang zunächst übermütig zwischen ihnen hindurch. Dann stieg ich auch mal auf einige drauf. Bis der erste unter mir einbrach. Als ich vor Wut über meine klebrigen Schuhe den nächsten Kürbis trat, passierte es… Die Kürbisse bewegten sich, drehten sich und kamen auf mich zu. Ich war zunächst wie erstarrt, doch dann rannte ich um mein Leben. Sie kullerten immer schneller hinter mir her, der erste Kürbis hatte mich schon fast eingeholt und ich glaubte mich schon verloren. Da erreichte ich mit allerletzter Kraft die Straße, rannte schnell wie der Wind nach Hause und traute mich die nächsten Wochen nach Anbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine nach draußen. Mit der Zeit wurde es besser und mit den Jahren mied ich einfach Felder und hatte die ganze Geschichte so gut wie vergessen. Nur zu Halloween werde ich noch jedes Mal wieder daran erinnert. Meine Enkelin hatte mich die ganze Zeit, während ich ihr die Geschichte erzählte, gespannt angeschaut. Nun, da ich fertig war, fing sie plötzlich an zu schmunzeln, dann zu lachen. Ich war etwas perplex. Da sagte sie: „Also wirklich, das war doch bestimmt nur eine Sinnestäuschung, weil Du so erschöpft von der Arbeit warst. Oder nein, das waren bestimmt Kinder aus dem Dorf, die dir einen Streich spielen wollten! So etwas kann doch – rein physikalisch gesehen – gar nicht passieren!! Also wirklich, mir so einen Bären aufbinden zu wollen…!“ Zunächst war ich etwas gekränkt, schließlich hatte ich ihr meine geheimsten Ängste und ein sehr schlimmes Erlebnis gebeichtet. Doch dann dachte ich weiter darüber nach und mir wurde klar, dass sie sehr wahrscheinlich recht hatte. Kürbisse, die einen angreifen? Wie soll das – rein physikalisch – denn funktionieren? Jetzt musste ich selbst ein bisschen schmunzeln…. Tja, so habe ich doch tatsächlich ein Kindheitstrauma – einfach so – aufgelöst. Ich war frohen Mutes und versprach meiner Enkelin, ihr gleich draußen bei der Dekoration zu helfen. Während sie noch Materialien aus dem Keller holte, machte ich mich auf der Veranda schon mal daran, den Kürbis vorzubereiten. Als ich gerade das Messer zum Einschnitzen des Gesichts ansetzen wollte, drehte sich der Kürbis um, zeigte mir sein wahres Gesicht, öffnete den Mund und sagte: „Da bist du ja! Ich habe schon lange auf diesen Moment gewartet…“. Das folgende, schaurige und hämische Lachen sollte mir bis auf ewige Zeiten in den Ohren wiederhallen…

So, liebe Dino, noch 10 Minuten… Die Bilder von Mallorca müssen wohl warten….

Deine Herausforderung für den 08.11.2015 lautet:

Koche nach einem neuen Rezept Deiner Wahl, stelle es mir vor (am besten mit Foto) und sage mir, wie das gekochte Essen geschmeckt hat. Kann auch gerne etwas Gebackenes sein….

Ich wünsche Dir ein schönes und gruseliges Wochenende, sei unglaublich großartig,

Deine Olafine

P. S. Mehr von Mallorca dann hoffentlich beim nächsten Mal….

Hier nur noch meine Lieblingssandburg:

  

Domingo garabatos (oder: Sonntagsschreiberei in Google-Spanisch)

¡Hola Olafine!

Ihr entspannt euch alle sicherlich bei tollem, warmem Wetter, während es hier so trist und kalt weht. Aber zum Glück habe ich meinen heißgeliebten Blueberry Muffin-Tee, ganz vornehm mit Steviablättern gesüßt, der mir schon den einen oder anderen grauen Abend gerettet hat!
Von mir gibt es diesmal auch nochmals eine kleine Kurzbeitragsvorwarnung, da ich gestern einmal wieder Handwerkerin gespielt hatte (natürlich mit obligatorischer Musikparty im Auto) und heute auch so ein Tag ist, an dem mir eher nach machen als nach erzählen und schreiben ist (das heißt, malen, Origami-Figuren falten, etc. Wobei ich natürlich wieder nur gefressen, einen Film geschaut und ein paar Origamis versucht hatte!)

Klischees
Wie bereits erwähnt, war ich also gestern mal wieder hobbyberuflich als Handwerkerin unterwegs. Und um ehrlich zu sein, muss ich um diese Position manchmal sogar kämpfen, weil manchmal noch Männer ankommen und fragen, ob sie helfen sollen, oder schlichtweg den Helden spielen. (Wenn Hilfe vonnöten ist, frage ich schon noch, so ist das nicht.)
Vorab sei gesagt: mich hat es schon immer unheimlich gestört, wenn andere mir in meinen Aufgaben dazwischenfunken oder gar die komplette Arbeit abnehmen wollten – auch eines der Gründe, warum ich im IT-Studium irgendwann besser aufgepasst hatte, ob und wie ich bei Mitstudenten nachgefragt hatte, denn ein Haufen männlicher Kommilitonen hatte mal meine Digitaltechnik-Aufgabe komplett gelöst, ohne dass ich einen Finger rühren musste.
Zurück zu gestern. Gerade bei schweren Sachen, die rumtransportiert werden müssen, reagieren andere sogar überrascht, wenn ich, anstatt „auf die Männer zu warten“, diese einfach schnappe und wegtrage. Mir ist nämlich völlig schleierhaft, warum man auf Männer warten sollte, denn viele sind nicht viel stärker als oder genauso stark wie ich. Und ich hatte auch regelmäßig Langhanteltraining betrieben, was dafür gesorgt hatte, dass ich bei unserem Umzug am fittesten gewesen bin (auch so eine Geschichte, die gerne immer mal wieder als Argument nehme).
Und gestern sollte dann eine Badewanne, nachdem sie mit Rumgehämmere von den umgebenden Fliesen befreit wurde, die Treppe runtergetragen werden. Natürlich kam wieder einer der Männer an und fragte, ob er helfen soll, und auch Herr Dino war nicht ganz überzeugt von meinen Fähigkeiten. (Allerdings bin ich mir an dieser Stelle nicht sicher, ob wegen meines Frauentums oder wegen meiner Hörschädigung, da schnelle Kommunikation manchmal eben auch wichtig ist.)
Aber da ich schon immer nichts von irgendwelchen Klischees hielt (mein Lieblingswort: Gender-Scheiße!), habe ich mich nicht weiter darum gekümmert und es am Ende auch geschafft, zu zweit die Badewanne nach unten zu befördern. Nichtsdestotrotz finde ich es erschreckend, dass es solche Klischees immer noch gibt und ich immer wieder betonen muss, dass ich es schaffe bzw. alleine kann. Man sollte ja idealerweise nach dem Individuum beurteilen und nicht anhand bestimmter einheitlicher Merkmale. Aber zugegeben, das Wahlrecht für Frauen gibt es noch nicht einmal seit 100 Jahren und auch heute werden noch Menschen von bestimmter Hautfarbe diskriminiert. Sowas ist leider immer ein relativ langer Prozess.

If this Sunday could be sunny, yeah, that’d be great!
Heute Nachmittag haben wir, nachdem wir spät geluncht hatten (Vorsicht, ich habe geluncht geschrieben, nicht gelyncht!), einen Film aus den späten 90ern geschaut – „Office Space“, in dem unter anderem auch Jennifer Aniston (Rachel!) mitspielt. Der Film ist sogar von Mike Judge, aus dessen Feder auch die Kultserie Beavis & Butt-Head stammt. 90eriger geht’s also wohl kaum! Der Film handelt von einem Softwareprogrammierer, der dank seiner Arbeit unter Burnout leidet und unter dem Einfluss eines Hypnotherapeuten total entspannt wird und anschließend einfach nicht mehr zur Arbeit geht. Im Verlaufe dessen schmiedet er außerdem mit zwei Arbeitskollegen den Plan, eine Art Virus in die Banksoftware zu schleusen, um dann Geld von der Firma zu ziehen. Mehr wird natürlich nicht verraten, aber irgendwie bilde ich mir auch ein, dass du den Film vielleicht schon selbst geschaut hast.

Manchmal haben wir übrigens am Sonntag eine solche Nostalgie-Stimmung, dass wir auf Youtube Werbespots aus den 90ern anschauen oder gar Sendungen wie „Herzblatt“ und „Geld oder Liebe“! Witzig finde ich übrigens meine Erkenntnis darüber, dass ich „Geld oder Liebe“ als Kind und als Erwachsene jeweils anders betrachtet habe bzw. betrachte. Früher wunderte ich mich immer, wenn einer der Kandidaten lieber Geld wollte und ich hatte diese Wahl gar nicht so wirklich verstanden. Aber heute als erwachsene Person kann ich es durchaus nachvollziehen! Diese ganzen Rechnungen bezahlen sich schließlich nicht von selbst…
Jedenfalls überrascht mich es immer wieder aufs Neue und ich lasse meistens keine Gelegenheit aus, von dieser tollen Weisheit zu erzählen!

Origami-(Nicht-)Kunst
Endlich mal (wieder) eine Aufgabe, die mir Freude bereitete – oder so sollte sie es zumindest. Mir ist jetzt nämlich schleierhaft, wie ich damals den Drachen und den Schwan überhaupt hinbekommen hatte. Denn für die diesmalige Herausforderung wollten mir ein paar coole Origami-Figuren partout nicht funktionieren, sodass meine Auswahl eher langweilig ausfällt. Vielleicht bin ich auch einfach nur ungeduldig geworden? Vielleicht ist es aber auch einfach keine gute Idee gewesen, vorhin am Abend so kurz vor der Deadline weitere Versuche gestartet zu haben (beide endeten darin, dass ich das Papier frustriert zerknüllte… vielleicht wäre ein Stressball zusätzlich zu einem Origami-Set ja auch eine Marktlücke! Oder man benutzt einfach das Papier. Irgendeinen Nutzen braucht es dann schließlich auch.)
Allerdings habe ich vor, in Zukunft mal mehr Papier in verschiedenen Größen oder gar ein Set zu besorgen und dann die eine oder andere Figur zu probieren. Möglicherweise waren die Anleitungen auch zu kompliziert, wie ich an meinen vielen amüsanten Mecker-Monologen („Was ist das denn nun wieder???“) feststellen konnte. Ja ja, die Schuld liegt bei den anderen, nicht bei mir!

Aber genug um den heißen Brei geredet (hach, das wäre jetzt gut in der kalten Zeit!), hiermit präsentiere ich meine Ergebnisse:

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Falls das nicht erkennbar sein sollte: Zwei Gespenster (streng genommen also zwei Origamis, weil ich das Gespenst so cool fand, dass ich noch ein zweites gefaltet hatte), ein Schmetterling sowie eine, ääh, Blüte?! Die musste ich sogar aus fünf kleinen Papieren falten und anschließend zusammenkleben!

(Okay, an dieser Stelle rennt die Zeit langsam wirklich und die Deadline kennt kein Pardon! – Übrigens auch so ein toller 90er Film, wenn du verstehst, welchen ich meine!)

Von der Herausforderung des Kubismus‘ und des Flughafens
Deine kubistischen Bilder gefallen mir sehr! Und: BITTE SCHÖN! Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, dass der Satz „Du wirst es mir später danken!“ von ‚wohlmeinenden‘ Eltern und Lehrern kommt. Ich habe den Spruch nämlich vom neurotischen Mr. Monk höchstpersönlich geklaut!
Ich bin ja gespannt, ob du nun noch mehr Bilder anfangen wirst, ich habe jedenfalls auch ordentlich Motivation bekommen, selbst welche zu malen.

An dieser Stelle, so mittendrin in einem Absatz, kommt dann auch meine Bedingung für deinen Blogbeitrag am 30.10. (einen Abend vor Halloweee!):
Diesmal wirst du vom Malen verschont und „darfst“ anderweitig kreativ sein – nämlich schreibtechnisch! (Ich habe irgendwann mal von deiner Vorfreude, deinen Blogbeitrag endlich zu verfassen, gelesen, also schreibst du wohl gerne.)

„Erzähle in mindestens 300 Wörtern eine von dir selbst gesponnene gruselige Geschichte! Ob sie nach einer wahren Begebenheit oder komplett fiktiv ist, ist dir selbst überlassen und soll auch geheim bleiben! Du darfst dich von anderen Gruselgeschichten inspirieren lassen, jedoch logischerweise nicht klauen – je origineller/verrückter, desto besser.“

Weitere Bedingungen bzw. Einschränkungen gibt es hier nicht, deine Fantasie hat also freien Lauf, aber wenn du magst, kann ich dir auch ein paar weitere Bedingungen für die Geschichte, so als „Hilfestellung“ auftischen!

Deine Flughafengeschichte klingt ja auch schon ein wenig gruselig, muss ich sagen! Jedenfalls für erwachsene Menschen, die sich dann um alles kümmern dürfen. Dagegen war unser Urlaub im letzten Jahr ja eine total gemütliche Runde – mit der Bahn zum Flughafen fahren, die anderen treffen, in aller Ruhe die Koffer einchecken und frühstücken, bis das Boarding endlich losging. Bei euch kann man das ja schon ’ne Party im vollen Gange nennen! Aber schön, dass am Ende alles super geklappt hatte und ihr, wie Olafine Jr. 1 es schon treffend sagte, doch „noch eine halbe Stunde Zeit“ hattet!
An dieser Stelle wünsche ich euch nochmal einen tollen Urlaub und viel Spaß (und vor allem auch eine angenehme Rückreise)! Die Bilder, die du mir geschickt hattest, sehen vielversprechend aus!

Nun habe ich noch etwa 1h22min Zeit und werde mir schon mal was für meine Bügelperlen-Bedingung überlegen!
¡Adiós! ¡Buenas noches! Sei noch großartiger!

Dino  🐸

Urlaub!!!!

Liebe Dino!

Diesmal könnte mein Blogbeitrag etwas kürzer werden… Nur mal so zur Vorwarnung. Aber es ist ja auch erst Donnerstagabend und ich schreibe sicherheitshalber schon mal ein paar Zeilen, weil ich ja nicht weiß, wie es morgen so wird. Denn morgen Mittag fliegen wir nach Mallorca!!! (Freu ich mich schon…)

Zwar sollen wir im Hotel freies W-LAN haben, aber ich möchte mich lieber nicht darauf verlassen.

Und deshalb beginne ich gleich mit meiner Herausforderung für diese Woche:

Eine kubistische Ananas

Ich gebe zu, als ich meine Aufgabe für den nächsten Blogbeitrag gelesen habe, war ich etwas geschockt. Ich soll schon wieder malen??! (Und dann noch Deine freundliche Anmerkung: Du wirst es mir noch danken! Sagen das nicht immer nur „wohlmeinende“ Eltern oder Lehrer? Da fällt mir ein, so rückblickend betrachtet: Manchmal hatten die ja auch recht….)

Also, was soll’s, ich machte mich ans Werk. Dabei musste ich natürlich erstmal genauer erforschen, was die typischen Merkmale des Kubismus waren. (Grob hatte ich natürlich eine Idee und auch ein paar Bilder im Kopf, aber mir war schleierhaft, wie ich das mit meinem „Talent“ hinbekommen sollte.) Zum Glück fand ich schon nach kurzer Suche ein youtube-Video, das mir Mut machte: Hauptsache geometrische Formen; Farben und Perspektive sind einerlei. Gut, das müsste doch klappen. Netterweise borgte mir Olafine junior 2 ihre tollen Buntstifte von Faber Castell und schon legte ich los. Ich war sehr überrascht! Das machte ja Spaß! Und so schwierig war es dann doch gar nicht…. Ich habe dann auch gleich noch zwei weitere Bilder gemalt (Animiert von Deiner Idee, auch einfach mehr Fotos, als im Auftrag gegeben, zu knipsen.), alle drei signiert und hier für Dich und alle anderen eingefügt.

Ananas à la Hawaii
Ananas à la Hawaii

Schneemann im Sommer
Schneemann im Sommer

Gruseliger Kürbis bei Nacht
Gruseliger Kürbis bei Nacht
Selbstverständlich stehen diese einmaligen Bilder zum Verkauf, gegen ein Mindestgebot von 49 Euro! (Der komplette Verkaufspreis wird natürlich gespendet!) Ich habe mir selbstverständlich auch schon ein paar Merchandising-Artikel überlegt…. Das kommt dann später, ich werde berichten!

Aber, liebe Dino, ich muss sagen, ich bin Dir tatsächlich dankbar. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir soviel Spaß macht und das Resultat mir sogar gefällt. Du hast mir tatsächlich die Angst, mich an neue Malprojekte zu wagen, etwas genommen. DANKE!

Deine Herausforderung

Wenn ich schon bei dem Thema bin, dann stelle ich doch auch gleich mal Deine neue Herausforderung für den 01.11.15 vor: (auch etwas Kreatives) Gestalte ein Bügelperlenprojekt Deiner Wahl, aber…. (wäre ja sonst zu einfach ;-)) verwende nur Rot- und Grüntöne und mindestens 75 Bügelperlen!

Mallorca

So, jetzt ist es Freitag, zwanzig nach drei und wir sitzen tatsächlich schon alle im Bus, der uns vom Flughafen zu unserem Hotel bringt. Ich genieße die schöne Aussicht, die Palmen, die Sonne (24 Grad!) und ich freue mich schon auf das Hotel. Das ist für mich eine ganz neue Erfahrung, so ein Pauschalreiseurlaub. Normalerweise organisieren wir ja viel mehr selber und reisen daher schon etwas individueller. Aber ich muss sagen, sich um so gut wie gar nichts kümmern zu müssen, chauffiert zu werden (anstatt während der Fahrt in einem unbekannten Land über die richtige Ausfahrt oder den richtigen Weg zu diskutieren), überall nett willkommen geheißen zu werden (auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass das die Angestellten müssen und nicht so herzlich meinen, wie sie es vielleicht sagen. Aber es wirkt bei mir trotzdem etwas…) und einfach die Aussicht genießen zu können (hier gibt es auch sehr viele Berge) ist einfach toll! Der erste Hotelurlaub mit der ganzen Familie für eine Woche bei Halbpension – ich bin gespannt und freue mich riesig! 

Der Flug war gut und dem Olafine junior 1 ist natürlich gleich, als wir ausgestiegen waren und zum Gepäckband liefen, Mc Dondalds (sehr zu seiner Freude) aufgefallen. Hier gibt es Lidl, Aldi, Ikea, die Drogerie Müller, C & A und Bauhaus. Und da wollte ich dem Olafine junior 1 im Flugzeug untersagen, den Ausdruck zu verwenden: „Willkommen in der deutschen Kolonie“…. Hier ist wirklich sehr viel aus Deutschland (viele deutsche Touristen, Wegweiser in deutsch, sogar Werbung komplett nur in deutsch) zu finden. Ich werde weiter berichten…
Viel interessanter und aufregender war es allerdings, heute rechtzeitig zum Flieger zu kommen. Natürlich war alles geplant und organisiert. Wir sind sogar vor dem geplanten Zeitpunkt von 9 Uhr aus dem Haus gekommen, haben eine S-Bahn früher erreicht, sind sicherheitshalber erst am Hauptbahnhof umgestiegen in die S-Bahn zum Flughafen, falls es plötzlich eine S-Bahnstörung geben sollte… Dann hätten wir zur Not sogar auf den ICE ausweichen können. Bis dahin ging alles gut, wir kamen wie geplant am Flughafen an und mussten nur noch zum anderen Terminal rüber. Ist ja kein Problem, geht ja schnell…. Pah, Pustekuchen! Die Bahn, die sonst diese Massen an Menschen zum und vom anderen Terminal transportiert, fuhr einfach nicht. Irgendein Problem, keiner wusste irgendetwas. Okay, noch einfach ruhig bleiben. Laufen kam nicht in Betracht, dauert mindestens 30 min. Also runter zu den Shuttle-Bussen. Liebe Dino, Du vermutest es wahrscheinlich schon, wir waren nicht die einzigen, die diesen Gedanken hatten, aber dafür gehörten wir zu den ersten 200 und mussten nur einen Bus weiterfahren lassen, um direkt für den Einstieg in den nächsten Bus in erster Reihe zu stehen. Und dann kam erstmal kein Bus. Olafine junior 2 wurde etwas unruhiger und äußerte dies lautstark. Es kam zu kleinen Diskussionen (Ich :“Wir schaffen das schon, sonst nehmen wir gleich einfach zwei Taxis!“). Dann setzte ich eine Zeit fest, aber der wir auf den Bus nicht mehr warten, sondern selbständig mit Taxi uns auf den Weg machen würden. Und dann kam diese Zeit (1 Stunde 10 min vor der offiziellen Boardingzeit….) und Herr Olafine entdeckte einen Kleinbus von einem Hotel, der gerade die Hotelgäste aus seinem „Shuttle-Bus“ hatte aussteigen lassen. Er fragte nur: „Soll ich den mal fragen, ob der uns hinfährt?“ und ich nur: „JA, mach!“ und was soll ich sagen, der wollte uns hinfahren. (Olafine junior 3 war zwischenzeitlich auch schon etwas nervös geworden, aber nur leise, mit erschrockenden, leicht weinenden Augen. Wir trösteten sie alle, eine andere Frau, ich nenne sie mal Frau Nett, half auch ganz lieb mit.) Wir also alle unseren fünf Koffer über die Absperrung gehoben (ein anderer Vater half uns auch noch), kletterten rüber zum Hotel-Bus, nahmen eine weitere, leicht besorgte, alleinreisende Frau auch noch mit und waren tatsächlich 3 Minuten später am anderen Terminal! Geschafft. Ab da lief wieder alles gut und planmäßig. Ich bin sogar zum ersten Mal in meinem Leben durch so einen Ganzkörperscanner…. Sehr interessante Erfahrung. Und dann natürlich am Ende, am Gate direkt vor dem Abflug der stets ruhige und gelassene Olafine junior 1 so: „Ich weiß gar nicht, was ihr habt, ging doch alles gut und wir haben jetzt noch eine halbe Stunde Zeit!“ ja, ja, hinterher… Der Flug war dann in Ordnung, sogar schneller als geplant und es lief alles gut… Puh, war schon etwas hektisch. Frau Nett haben wir dann im Bus zum Flieger und in Palma am Förderband wiedergetroffen… Zufälle gibt es….
(Oh, da war gerade ein schönes Haus zu verkaufen… Frau 629km, vielleicht nicht nur eine Ferienwohnung in Amsterdam, sondern auch ein schönes Häuschen auf Mallorca?)
WellnessWochenende

Jaaaaa, einfach traumhaft war es letztes Wochenende in dem 4-Sterne-Hotel mit Spa, superleckerem Essen und allem drum und dran. Es tut einfach richtig gut, sich verwöhnen zu lassen. Ich hatte sogar eine Rückenmassage und eine (für mich neue) Fußreflexzonenmassage. Ach, ich glaube, nächstes Jahr mache ich das gleich nochmal! 
So, liebe Dino, wie vorhergesagt, heute mal etwas weniger ausführlich. Bin dann doch schon etwas müde und wir wollen gleich noch „The Voice of Germany“ gucken… Und dann endlich schlafen gehen. Ach, hier noch der erste Eindruck vom Flughafen und tolle Tretboote vom Strand, mal sehen, ob wir uns so eins mieten….
  
  

Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße aus Mallorca, sei unglaublich großartig
Deine Olafine

Hangover

Guten Morgen Olafine! (Diese Begrüßung habe ich ganz bewusst gewählt!)

Normalerweise gehe ich den Sonntag relativ fit an (die Jüngste bin ich auch nicht mehr), aber dieses Wochenende bin ich seit langem mal wieder erst in aller Herrgottsfrühe in die Falle gegangen, hatte kaum und zudem ganz verrückt geschlafen und fühle mich dementsprechend auch ziemlich defekt. Ich muss mir schon öfters mal gegen die Birne klopfen, damit der Beitrag mal fertig wird.
Wir waren gestern Abend nämlich auf einer Gebärdensprach-Party (ich war im Rumfuchteln sogar besser als erwartet), wo ich unter anderem eine meiner Batterien auf dem Boden verloren hatte (wird sicherlich nicht die einzige dort gewesen sein, ne? *haha*). Die hatte ich zwar die restliche Nacht nie wieder gesehen, aber vielleicht wollte ich in Wahrheit auf der Batteriensuche auch nur beschäftigt aussehen, weil wir sonst wie Loser, äh, wie Außenseiter in der Ecke rumgestanden hatten. Aber dafür hatte ich klebrige 3€ gefunden. Geht doch!

Nun denn, dann woll’n mer mal (klopft sich gegen die Birne)

Fotosafari – ohne Löwen und Giraffen, dafür mit Dino
Weil’s grad angesichts meiner Verfassung am einfachsten ist, präsentiere ich zuallererst meine Resultate der Bedingung:

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Huch. Da haben sich wohl zwei zusätzliche Bilder reingeschlichen. Das hat natürlich auch einen pfiffigen Grund: denn obwohl deine Idee bezüglich des Beweises gut ist und auch gar nicht einmal ungewöhnlich, gibt es dennoch eine Möglichkeit: Photoshop. Aber ausnahmsweise hatte ich bei dieser Aufgabe eine gewisse Vorfreude und schiere Motivation erlebt (Herr Dino übrigens komischerweise gleich auch, bisweilen mehr als ich), dass ich sie auch ehrlich angehen konnte. Nicht, dass ich sie sonst unehrlich angegangen wäre.
Und deshalb „darfst“ du jetzt die drei Bilder raussuchen, die „echt“ bzw. nicht gephotoshoppt sind. (Dürfte wahrscheinlich auch nicht allzu schwer sein, da meine Photoshop-Skills mittlerweile ein wenig eingerostet sind!)
Das ist hier jetzt nicht meine Bedingung an dich, deshalb musst du sie auch gar nicht machen, aber ich verlasse mich mal auf deinen Detektiv-Instinkt, der an dieser Stelle sicher herausgekitzelt wird.

„Sie müssen lauter sprechen, ich habe nur ein Handtuch um“
Wer dieses Zitat noch nicht kennt: Homer Simpson von den Simpsons sagte genau das, als er von der Dusche zum klingelnden Telefon hetzte und den Hörer abnahm.
Aber in meiner Erzählung kommt weder das Zitat noch ein Handtuch vor. Ja, ziemlich enttäuschend.
Gestern wollten wir Dinos uns einen schönen, gechillten Tag bzw. Nachmittag machen, bevor es abends zum Bechern und Gebärden bei lautem Bass ging (wow, mir ist erst jetzt aufgefallen, dass trotz lauter Musik gar nicht getanzt wurde…) Wir entschlossen uns für den letzten Teil der Fotosafari zu einer Rundfahrt ins weit entfernt gelegene Eiscafè, um vor der Winterpause noch die neuen, winterlichen Sorten zu testen.
Manchmal habe ich das Glück, dass ich für uns beide bestellen darf – für mich ist es nach wie vor immer noch eine Herausforderung -, so natürlich auch dieses Mal. Manchmal studiere ich mir vorher einen Text im Kopf ein (so wie gestern), manchmal quatsche ich einfach drauf los und verdrehe schon gerne mal ganz geschickt die Wörter. Was ich allerdings gut und gerne vergesse, ist, dass ich das Talent habe, in bestimmten Situationen lauter als sonst zu reden. Erst recht, wenn mein Gehör durch Hintergrundgeräusche überlagert wird und dann bei mir das sogenannte Discofeeling aufkommt (siehe auch mein Schlaghammer-Date). Wie ich nach der Bestellung – ich watschelte stolz mit den beiden Eisspezialtitäten zum Sitzplatz zurück – durch Herr Dino erfahren hatte (ein Gentleman, nicht?), hatte ich an der Theke tatsächlich recht laut gesprochen. So laut, dass sich alle Kunden im Eiscafè verwundert umsahen und guckten, wer denn da seine winterliche Bestellung mit Schokosoße so lautstark zum Ausdruck bringen wollte. Zum Glück habe ich ja sowieso ein dickes Fell, das ich mir nun schon seit ungefähr 26 Jahren stricke.
Das gleiche „Problem“ hatte ich übrigens auch später auf der Party (wo das Discofeeling diesmal sogar echt war), aber dort galt sowas ja ohnehin nicht und ich habe wirklich auch zu 90% rumgebärdet.

Und wenn nicht geschrieben wird, dann wird gefressen
Du ahnst es bestimmt schon. Es geht mal wieder ums Fressen!
Diese Kokos-Mandel Creme kannte ich zwar schon seit Wochen, aber fand sie bislang nicht erwähnenswert genug, um darüber zu berichten – oder mir fielen, wie jetzt auch, keine besonders originellen Worte ein, um sie würdevoll zu beschreiben. Nun wird sie irgendwie doch erwähnt, vielleicht auch nur als Lückenfüller, aber trotzdem ist sie superduper, denn: sie schmeckt wie Raffaelo! Genauer gesagt, wie die Raffaelo-Füllung. Ziemlich lecker also!

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Raffaelo für Veganer

Ja, ich habe mal wieder zu einer Chipstüte gegriffen. Diesmal dürfen sich die „Lentil Chips“ (Linsen-Chips) zu den Glücklichen zählen und obwohl sie etwas gewöhnungsbedürftig schmecken, können sich meine Geschmacksknospen auch bei denen nicht wirklich beklagen!

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For real, eat real!

Der Senf zu deinem Beitrag
Ehrlich gesagt habe ich bei deinen vielen Urlaubsplänen gar nicht an das Wort „vermessen“ gedacht (musste ich doch glatt erstmal dieses komische Wort ergoogeln..). Ich finde es ganz gut, dass du dir das eine oder andere Auszeit-Wochenende gönnst oder einfach in den Urlaub fährst – ob nun mit oder ohne Familie. Entspannung ist doch das Beste! (Und wichtig sowieso.)

Generell scheinst du in deinen Beiträgen oft von einem „Wir“ zu reden. Ich stelle mir dabei immer vor, wie ihr alle zusammengequetscht vor dem Laptop hockt und mit hektisch hin & her wandernden Augen gespannt meinen Beitrag lest. Oder ihr lest zwar getrennt, aber steckt wenig später eure Köppe zusammen und diskutiert meinen Beitrag auseinander.
Ja, ich habe eine blühende Fantasie!

Zu deiner Versicherungsheini-Geschichte habe ich nur Eines zu sagen. Ich glaub, die Deutschen haben da ein berühmtes Wort für: Schadenfreude. Heheheh.

Und ja, ein warmes Frühstück ist generell tatsächlich empfehlenswert, weil einige (oder halt alle) der inneren Organe wohl Wärme lieben und dadurch dann – gerade morgens – in Schwung gebracht werden können. Mir hilft es ebenfalls bei dieser gefühlt immer kälter werdenden Kälte!

Vom Abstraktismus befallen
Und höchst interessant, dass dir die abstrakte Malerei besonders gut gefällt. Ich mochte nämlich generell auch schon immer lieber Abstraktes (Kubismus) und ich glaube, du hast damit auch die perfekte Erklärung geliefert: „Denn so fragt nicht gleich jeder: Was soll das denn sein?“ – Bingo!
Aber jetzt kommt das große Aber: Übung macht eben auch den Meister! Jede große Maler hatte schließlich mal klein angefangen und in seinen Anfängen sicherlich schon mal das eine oder andere verhunzte Bild wütend durchgestrichen, zusammengeknüllt und im hohen Bogen in den Papierkorb oder in eine dunkle Ecke geworfen!
Somit kommt im Zuge dessen auch meine Bedingung an dich (du wirst es mir später danken!):

„Male eine Ananas im Kubismus-Stil und präsentiere das Resultat in deinem nächsten Blogbeitrag! Deiner Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt!“

Ready, steady, go!

Mit Schirm, Charme und Regen
Ich hätte bei deiner Regenschirm- und Fahrradgeschichte ja befürchtet, dass deine Beine trotzdem nass geworden sind, da der Regen sich meistens super um den Regenschirm herumwieseln kann, erst recht beim Rennen und Radeln! Aber ich bin tief beeindruckt!
Eigentlich wär‘ so ein Schirm ziemlich perfekt für mich, denn hier herrscht ja öfter mal feierliches Sturmregenwetter!

Der heutige Beitrag ist leider wie befürchtet etwas kürzer als sonst ausgefallen, aber ich bin froh, dass ich überhaupt einen geschafft habe und er auch halbwegs lesbar ist!

Guten Rutsch in die neue Woche!
Dino

Das Spiel der Wochentage oder auch Wochentagschaos

Liebe Dino!

Schön, Dich wieder zu lesen!
Heute muss ich wieder einmal ganz früh mit meinem Blogbeitrag beginnen, da es nachher in mein (wohlverdientes) Wellnesswochenende geht! (Zusammen mit einer Freundin, hat mir Herr Olafine zum Geburtstag geschenkt!)

(Das mag jetzt echt vermessen klingen, erst Amsterdam, jetzt Wellnesswochenende und Ende des Monats dann Urlaub auf Mallorca…. Also, ja es klingt vermessen, aber ich fahre ja sonst nie alleine – außer auf Fortbildungen von der Arbeit aus – weg! Und Mallorca ist ja auch ein Familienurlaub…)

Leider kann ich mir immer noch keine Strafe für Dich ausdenken, da Du auf jeden Fall Deine Aufgabe erfüllt hast! Du hast mit Erfolg alle Schlupflöcher gefunden, die ich (bewusst) gelassen hatte und mir ging es ja auch nur darum, dass Du ein Buch liest. (Meine Wahl wäre definitiv eine andere gewesen….) Und ich war ziemlich beeindruckt, dass Du das gelesen und sogar die Hausaufgaben dazu gemacht hast! Du hast meinen vollen Respekt.
Apropos Respekt und Hochachtung: Wir waren von Deinen Origamifiguren sehr beeindruckt. Vor allem der gefaltete Drachen hat es uns angetan. Unvorstellbar, wie Du das so gut hingekriegt hast….
Ach, da fällt mir ein, das wäre doch eine tolle Aufgabe für Dich!! (Mir wollen mehr sehen!!!)
Also hier gleich zu Beginn mal meine Bedingung an Dich für den 25.10.:
„Falte mindestens 3 Origami-Figuren, wobei eine davon gruselig (ist ja bald Halloween) sein muss! Und die schon Gezeigten zählen natürlich nicht!“

Essen

Ja, das Essen scheint ein regelmäßiger Beitrag in unseren Blogs zu werden. Die Chips sehen sehr lecker aus, ich glaube, die werde ich auch mal probieren. Das Frühstück, dass Du mit den Bananen, Haferflocken, Milch und der Erdnussbutter vorgestellt hast, habe ich – in abgewandelter Form – diese Woche schon zweimal gegessen und es war sehr lecker! Ich mache das ganze aber lieber in einem Topf mit Umrühren warm. Außerdem habe ich – wie schon im Kommentar angekündigt – Haselnussmus genommen. Mir war gar nicht bewusst, wie gut in der kalten Jahreszeit ein warmes Frühstück tut. (Ist auch bestimmt total gesund…)

(Könnte jetzt nebenbei auch schon mal Pages updaten – sagt ein Hinweis vom Appstore -. Außerdem ist TUI sehr freundlich, aber auch etwas aufdringlich, wünscht mir aber gerade per E-Mail schon mal einen schönen Urlaub und ich sollte möglichst die App herunterladen, es gäbe auch einen Countdown… Habe ich schon vor ein paar Tagen gemacht!! Moment…. (Olafine ruft die App auf und sieht nach) Noch 7 Tage und auf Palma sind es 23°Grad!! Hoffentlich bleibt das Wetter gut….)

Herausforderung

Tja, bei der Bedingung hast Du mich doch schon wieder ins Schwitzen gebracht. Sie klang für mich auf den ersten Blick banal, eigentlich einfach. Habe ich doch viele Ziele und Bestrebungen, vielleicht sogar manchmal tolle Visionen in allen möglichen Bereichen meines Lebens. Hätte ich die Zeit dafür, ich täte noch viel mehr Dinge! Aber dann deine Einschränkung: „…unterlege diese mit je mindestens einem selbstgemalten Bild oder selbstgeknipsten Foto.“
Du weißt ja, ich und malen… Ich male zwar sehr gerne. Aufgrund der Problematik mit der Erkennbarkeit aber am liebsten abstrakter. Denn so fragt nicht gleich jeder: Was soll das denn sein? Ein Hund? Ein Pferd? — Nee, eine Katze mit Hut, die gerade eine Pantomine darstellt…. Ich finde, bei abstrakten Kunstwerken gibt es einfach mehr Erklärungsmöglichkeiten und deshalb auch kein richtig oder falsch oder die Frage der Erkennbarkeit. Es wird schön viel offen gelassen. (Jetzt wo ich das schreibe, klingt das aber irgendwie auch ein bisschen feige von mir, als scheue ich mich vor der Kritik der Leute, nur weil die meine gemalten Dinge nicht erkennen können….)
Ja und wie soll ich bitte ein Foto von der Zukunft machen…..? Moment, das hast du so ja gar nicht gesagt! Ich soll das einfach nur unterlegen, also kann das ja auch insgesamt mit dem Ziel zu tun haben…. Also stelle ich mich Deiner Herausforderung! Zunächst kam wieder mein typisches Motto: Das wird schon, da wird mir die Woche schon etwas einfallen, kommt Zeit, kommt Rat! Gestern Morgen dann der erste Wink! (Gehe ich gleich näher drauf ein.) Aber das war ja erst eine Lösung. Also wurde ich gestern Abend beim Zähneputzen ob der Tatsache, dass morgen ja schon wieder Freitag ist und ich auch noch weniger Zeit für den Blogbeitrag haben würde, schon etwas hibbeliger.
(Kleine Zwischenanmerkung – Pages und ich werden schon viel bessere Freunde, wir lernen jetzt voneinander! Pages sagt mir, dass es das Wort „hubbeliger“ passender fände und ich bringe Pages das Wort „hibbeliger“ bei. Ich glaube, dass wird eine tiefe und innige Freundschaft werden…)
Also, wie sollte ich denn hibbelig einschlafen? Also Gehirn nochmal hochfahren, kreativ nachdenken – grübel – grübel – grübel …. TADA! (Bei mir gibt es häufig einen Tusch im Hintergrund…) Da hatte ich auch schon zwei weitere Ideen. Geht doch! Also schnell ins Bett, gut geschlafen und heute morgen beim Yoga zu Ende an den Ideen gefeilt. Jetzt kommt die Umsetzung, als erstes mit dem folgenden Teil (Das ist der, der mir als erstes per Wink durch das Universum geschickt worden war):

Wochentagschaos

Ich weiß nicht, ob das bei Dir auch schon mal vorgekommen ist, vielleicht mit Sonn- und Feiertagen… Aber manchmal machen sich die Wochentage einen Spaß und vertauschen ihre Rollen! Dann spielen die Wochentagschaos! Gestern war das mal wieder der Fall. Anstatt einen routinierten, freudigen Donnerstag durchleben zu dürfen, fing es schon morgens mit einem total gefühlten Montag an! Es ging ziemlich viel schief, es lief vieles quer und vieles lief sogar ganz anders als geplant. Halt wie so gerne an Montagen. Montags bin ich aber darauf eingestellt. Nicht aber an Donnerstagen. Das führte nun dazu, dass ich zunächst etwas überrumpelt war, deswegen wahrscheinlich noch mehr daneben ging, ich mich aber nach 2 Stunden wieder einigermaßen gefangen hatte und dann einfach beim gefühlten Montag weitergemacht habe. Und das führte zu der folgenden Entscheidung: Ich setzte mein Ziel, auch bei Regen mit dem Fahrrad einigermaßen trocken zur Arbeit ABER ohne Regenkleidung zu fahren, einfach in die Tat um. Dieses Ziel habe ich seit vielen Jahren. Daran arbeite ich auch schon ewig. Aufgrund eines Regenkleidungstraumas aus der Studienzeit (in einer norddeutschen Landeshauptstadt, in der das Wetter oft schlecht war und wo ich andauernd meine Regenklamotten für das Fahrrad dabei haben musste, ich es aber nicht ausstehen konnte, die Sachen rumzuschleppen und dann auch noch andauernd anziehen zu müssen) kommt Regenkleidung nicht in Betracht. Bisher kapitulierte ich öfters bei Regen. (Zum Glück regnet es hier nicht so oft und schon gar nicht durchgängig, so dass ich dann z. B. Regenpausen nutzte oder auf der Heimfahrt einfach nass wurde. Konnte mich ja wieder umziehen). Dann schrieb Frau 629km von einem tollen Regencape. Hmmm, keine richtige Regenkleidung, also mit Jacke und vor allem Hose, sondern eine Mischlösung… Ich zog diese Lösung in Betracht, googelte viel, löcherte Frau 629km auch noch in Amsterdam dazu. Ein möglicher Kompromissweg. Doch dann tat sich in Amsterdam ein neuer Weg auf! In einem der zahlreichen Läden wurde ein neues, niederländischen Produkt angepriesen: Ein sturmfester Regenschirm mit Halterung für den Lenker! Das schien mir eine viel bessere Lösung. Ich war noch skeptisch und kaufte es erstmal nicht. Dann googelte ich zu Hause wieder, las mir Kritiken durch und überlegte viel. Dann das gewagte Experiment: Ich bestellte mir den Schirm und die Halterung aus den Niederlanden. Die lagen nun schon einige Tage bei mir rum, für einen wohldurchdachten, ruhigen Testlauf, irgendwann nachmittags, wenn ich mal Zeit hätte. Eigentlich hätte mir aber dabei bewusst sein müssen, dass diese Nachmittage selten sind… Und so kam es wie es kommen musste: Gestern morgen, am gefühlten Montag, regnete es, ich war schon etwas spät dran und ich war – mit dem chaotischen, aber auch rebellischen Montagsgefühl – bereit, den Probelauf unverrichtet zu lassen. (Ja, Dein Sprichwort wirkt weiterhin nach.) Ich machte mich fertig, schnappte mir alle notwendigen Dinge und ging zum Fahrrad, montierte alles (klappte sogar, ganz wie an Sonntagen – dieses Wochentagschaos….) und fuhr los!
So sah es aus:

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Ich musste zwar auf der Fahrt noch etwas nachjustieren und vor allem mit dem Helm und der Stange aufpassen. (Wie gesagt, in Amsterdam trug niemand Fahrradhelme…) Aber es gab keinen Kopfstoßunfall und die Autos ließen mir wegen dieses komischen Gefährts, das ich da hatte, ausnahmsweise auch mal viel mehr Platz auf der Straße! Ich kam trocken zur Arbeit! (Nur die Jackenärmel waren nass, aber nicht durch und durch. Da muss ich noch etwas probieren…) Toll! Endlich eine Lösung gefunden!! Bin gespannt, wie das bei strömenden Regen mit viel Wind geht. (Der Schirm soll 100km/h aushalten, aber ob der Regen da nicht unter den Schirm auf mich gedrückt wird… Ich werde berichten!)

Das Streben nach einem ordentlichen Bücherregal

Ich lese ja gerne. Das habe ich bestimmt schon mal erwähnt. Ich liebe es, die Bücher um mich rum zu scharren, sie schön aufzustellen und dann in diesem wunderschönen Leseambiente zu leben und zu lesen. Das ist meine Bestrebung, mein Ziel. Tja, die Realität sieht leider etwas anders aus.
Hier ein paar Beweisfotos:

in den meisten Reihen stehen die Bücher doppelreihig
in den meisten Reihen stehen die Bücher doppelreihig

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Da ich realistischer Weise auch diese Ferien nicht dazu kommen werde, endlich mal aufzuräumen und durchzusortieren, ist es mein erklärtes Ziel, es spätestens in den Winterferien anzugehen. Vielleicht nutze ich auch schon mal ein regnerisches Wochenende bis dahin, aber dann kommt ja auch wieder die Weihnachtszeit, die Sichtung der vielen Fotos für das Fotobuch, das Fotobuch selber…. Mal sehen. Aber lohnen wird es sich bestimmt, zumal wir schon seit einiger Zeit ein kleines „Büchereiausleihset“ haben, mit dem schön das Verleihen der Bücher (was ich sonst gerne mal vergesse…) dokumentiert werden kann. Wie in einer richtigen Bücherei. Idealerweise wird also bei Erreichen meines Zieles (ordentliche Bücherregale) auch ein bisschen Büchereiflair in die Wohnung einziehen.

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Unser Bücher-Ausleih-Set

(Zwischenanmerkung: Pages hat schon wieder gefühlte 10 neue Worte gelernt….)

Der Selbstversorger-Balkon

Ja, das ist auch so ein Ziel von mir. Für nächstes Jahr sogar schon ziemlich konkret in der Planung, zusammen mit Olafine junior 2 und 3. Und hierzu gibt es eine Zeichnung:

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Das ist unser Balkon, auf dem zwar eine tolle Hollywoodschaukel steht, aber auf dem man natürlich die wundervollen Zwischenräume noch nutzen kann! (Wir werden auch versuchen, den kleinen Vorgarten von uns noch mehr als mit bloßer Johannisbeer- und Himbeerzucht zu nutzen, aber das ist noch etwas fernere Zukunftsplanung…) Ich stelle mir vor, dass ich noch viel mehr selbst ernten und essen kann, weil das einfach so viel leckerer schmeckt, als aus dem Supermarkt. Ich gehe zwar schon öfters auf den Wochenmarkt und die Lebensmittel dort schmecken, meist frisch vom Bauern aus der Region, schon sehr lecker. Aber selbst geerntet ist nochmal etwas anderes, einfach noch intensiver. Ich habe es als Kind geliebt, in den Garten zum Naschen zu gehen. Das Feeling möchte ich ein bisschen für mich zurückholen und natürlich den Kindern präsentieren.

So, liebe Dino, jetzt noch schnell ein Blick in mein Bullet Journal, ich hatte doch in Erinnerung, aus der letzten Woche dort etwas notiert zu haben…. Ja, da ist es:

Coloria

Ich war letzten Samstag endlich mal wieder bei Coloria, um dort Porzellan zu bemalen. Und eine total liebe Freundin wieder zu treffen, die ich schon ewig nicht mehr gesehen hatte („Miss Jack“, ich glaub, du weißt, wer sie ist.…) Es war wieder ein sehr schöner Nachmittag, mit sehr viel Gequatsche und natürlich auch Gemale! (Fotos kommen dann nächste Woche, muss die Sachen erst noch abholen…) Auf jeden Fall hat die tollpatschige Kleckerei ihren Höhepunkt durch mich erfahren, als mir der große Farbtopf, den ich nur am nicht so richtig zugedrehten Deckel hielt, aus einer Höhe von ca. 30 cm aus der Hand auf den Tisch fiel…. Zum Glück hatte nur ich und ziemlich viel der Tisch etwas abgekriegt, nicht aber unsere schon sehr weit bemalten Porzellanstücke. Ich habe trotzdem sehr gelacht….!

Versicherung

Und dann noch ein kleines Erfolgserlebnis mit der Autoversicherung. Anfang der Woche trudelte ein Brief von der Versicherung ein, wir hätten das angegebene Kilometerlimit überschritten und müssten jetzt 40 € mehr im Jahr zahlen. Häh, woher wissen die das denn? Dann ein ziemlich schneller aha-Effekt: Ich hatte ja den Steinschlag in der Scheibe reparieren lassen… Da hat die Werkstatt bestimmt die Kilometerzahl notiert und den Steinschlag, was ich wusste, mit der Versicherung abgerechnet…. Oh man, das ist ja blöd. Vor allem hatten die sich auch noch verrechnet! Ich also dort angerufen, um mich zu beschweren. Hat aber nichts gebracht, die wollten dabei bleiben. Also kündigte ich an, dass ich wohl eine Kündigung beabsichtigen werde. Nützte auch nichts. Also machte ich mich im Internet auf die Suche nach Alternativen. Ich fand tatsächlich bei der gleichen Versicherung ein günstigeres Angebot! Ich rief also nochmal an, erläuterte denen das, diskutierte rum und schließlich gingen sie runter! Statt 40 € mehr im Jahr zahlen wir bei den gleichen Versicherungsbedingungen nun 70 € weniger! Manchmal geht so ein Forderungsschreiben ja auch nach hinten los! *freu*

So, liebe Dino, letzter Schultag vor den Ferien, zwei der drei Kinder sind schon wieder zurück, ich muss noch packen und Mittagessen machen. Außerdem habe ich jetzt ja auch genug erzählt….

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende (auch allen Mitleserinnen und Mitlesern)!

(noch eine Zwischenanmerkung: Pages kennt Mitleserinnen, nicht aber die männliche Form „Mitleser“… Vielleicht ist Pages weiblich und nicht männlich? Jetzt weiß sie es aber auch, ich habe es ihr beigebracht!)

Ganz liebe Grüße, don’t forget to be awsome (oder wie ich gerne sage: sei unglaublich großartig)

Deine Olafine

P.S. Hier ordnungshalber der Link für den Sturmregenschirm und die Halterung: www.senz.com

Von Schlaghammern, Challenges und Fresssachen

Hallo Olafine,

und so liest man sich wieder! Ohne Umschweife komme ich auch direkt zu meinem Beitrag (da dort glücklicherweise schon alles gesagt wird):

Zurück zum Namen
Erinnerst du dich noch, wie ich erzählt habe, dass ich meinen (realen) Vornamen erst mit 29 Jahren richtig auszusprechen gelernt habe?
Ich konnte es dann Anfang dieser Woche tatsächlich gleich unter Beweis stellen, als ich mich für ein Probetraining angemeldet hatte. Und was muss ich sagen, es hat funktioniert! Gleich im ersten Versuch wurde er korrekt verstanden und aufgeschrieben. Ich glaub, so stolz wie Oskar war ich schon lange nicht mehr… jedenfalls fühlte es sich an, als hätte ich so einen „Power up Mushroom“ aus dem Super Mario-Spiel gefunden.
(Das Probetraining hatte mich zwar nicht wie erhofft genug ausgepowert, trotzdem ließ am nächsten Tag der Muskelkater grüßen…)

Hulk, smash! – oder wie man kraftvoll renoviert
Dieses Wochenende haben wir mal wieder Herr Dinos Schwester und ihrem Freund bei der Renovation des Hauses geholfen. Aber diesmal mit großem Spaßfaktor: wir durften eine Wand im Haus mit einem Riesenhammer zertrümmern! (Ich betitelte es deshalb in der Zeit vor dem Wochenende immer mit „Smash-Party“.) Ich brauche wohl auch nicht zu erwähnen, dass wir uns die ganze Zeit den Riesenhammer aus den Händen gerissen hatten, weil jeder von uns auch mal den Hulk spielen wollte. Eigentlich hatten wir daher abgemacht, dass jeder 10x zuschlagen dürfte, aber es ist wohl selbsterklärend, wie schwer es gewesen ist, sich auch tatsächlich daran zu halten!

Da mein Schwiegervater sich außerdem am PC einen üblen Virus eingefangen hatte, musste Herr Dino sich darum kümmern. So habe ich dann währenddessen, damit wir zeitlich alles schaffen würden, in einem Raum voller Elan Fliesen mit dem Abbruchhammer rausgehauen. Zeitweise gesellte er sich aber auch zur Trümmerparty und ich merkte langsam, wie mein Rücken über die Arbeit jammerte.
Was ich mittlerweile noch festgestellt hatte: Handwerksarbeiten an einem Wochenende bieten nicht nur eine spaßige Abwechslung zum Stadtleben, sondern gleich auch ein gutes Workout – der Muskelkater lässt heute nämlich erneut grüßen! (Auch an Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass ich sie hatte. Okay, das ist Quatsch, natürlich weiß ich, dass man so gut wie überall am Körper Muskeln hat.)
Und durch die ziemlich lauten Geräusche (Kompressor, Geräte, allgemeiner Baulärm) fühlten sich meine Hörgeräte scheinbar auch überlastet und wollten für die Dauer der Arbeit einfach gar nicht mehr funktionieren. Mir ist ehrlich gesagt auch nicht mal aufgefallen, wann sie sich überhaupt wieder eingeschaltet hatten und mein Gehör wieder zurückgekommen ist. Zwischendurch war es aber bestimmt ganz witzig, wenn ich in einer Lautstärke, die man beim Hinaustreten nach einer langen Disconacht beherrscht, gesprochen hatte.

Übrigens ist es sehr vorteilhaft, beim Fliesenzerstören eine Schutzbrille und Handschuhe zu tragen. Es sei denn, die herumfliegenden Splitter können einem nichts anhaben. Ich lief am Ende nämlich mit vier Pflastern an den Händen rum (eine Schutzbrille trug ich allerdings). Aber was soll’s, sieht so zumindest ein wenig badass aus!

Challenge (weakly) accepted
Wie ich in meinem letzten Beitrag schon angemerkt hatte, habe ich natürlich deine Herausforderung mit dem Buch und den mindestens 250 Seiten nicht vergessen, geschweige denn übersehen! Das Buch meiner Wahl ist jedoch etwas außergewöhnlich, da ich die Challenge gleich als Gelegenheit dazu nutzen wollte, dieses eine Buch endlich zu Ende zu lesen!
Und ich wusste zudem auch, dass ich eher ein solches Buch schaffen würde als eines, das „bloß“ den Zweck des Entertainments hat. Denn all die anderen Bücher, die sich auf meinem To Read-Stapel befinden, enthalten einfach zu viele Seiten, als dass ich eines innerhalb einer Woche geschafft hätte. Und erwähnte ich schon, dass ich unbedingt dieses Buch zu Ende bringen wollte?! Perfekt also.

„Basiswissen Softwaretest“
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Ein bisschen gewinnst du allerdings schon, da es kein Buch im klassischen Sinne ist, wie du es vermutlich vorgesehen hattest, und zudem der Hauptteil allein nicht ganz 250 Seiten schafft. Deshalb hoffe ich, dass die Bedingung hiermit trotzdem als erfüllt gilt, denn:
1. enthält das Buch technisch gesehen mehr als 250 Seiten (290 Seiten, um genau zu sein) und 2. habe ich tatsächlich mindestens 250 Seiten gelesen und auch gleich die Aufgaben miterledigt, was hoffentlich einen Mehrwert bringt…

Und ich muss gestehen, dass ich ein kleines Schlupflöchlein gefunden habe, denn das Buch hatte ich schon einmal bis Kapitel 3 geschafft, aber dann irgendwo verbuddelt und jetzt, im Zuge der Herausforderung, wieder rausgekramt. Es stand schließlich nirgendwo, dass ich das Buch nach dem 2. Oktober anzufangen habe, sondern nur, dass ich es bis zum 11. Oktober lesen soll (räuspert sich ausgiebig und genehmigt sich dann einen Schluck Wasser).

Ja, ich war in der Tat ein bisschen verzweifelt, weil ich nicht übertrieben hatte, als ich meinte, ich sei keine große Leserin mehr. Mittlerweile entspanne ich nämlich eher bei einer guten Serie als bei einem guten Buch. Mehr als 300 Seiten hätte ich also innerhalb einer Woche nicht geschafft und sowohl mein physischer Bücherstapel als auch meine Kindle-Sammlung enthielten nur Bücher mit entweder weit weniger als 250 oder (weit) mehr als 400 Seiten. Da bin ich schon ein bisschen ausgeflippt.
Bis mir dann das tolle Buch in einem hellen Licht erschien und ich so DIE perfekte Chance sichtete!
Auf der Hinfahrt zur Smashparty hatte ich dann endlich das letzte Kapitel durch und heute die restlichen Aufgaben sowie die letzten Seiten gelesen (damit das dann auch mindestens 250 Seiten waren).

Beweis, dass ich auch die Hausaufgaben gemacht habe:
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Nun zum Buch, da es scheinbar ja nicht ausreicht, in der Woche panisch ein Buch mit mindestens 250 Blättern Seite für Seite zu lesen und die Lösungen der Aufgaben hektisch niederzukritzeln, sondern auch noch über das Buch zu berichten:
Wie der Titel schon groß verrät, kann man mit diesem Buch ein gewisses Basiswissen zum Softwaretest erwerben. Es umfasst insbesondere den Stoff, den man zum Ablegen der Prüfung „Certified Tester (Foundation Level)“ nach ISTQB-Standard benötigt. (International Software Testing Qualifications Board)
Man lernt darin nicht nur die allgemeinen Grundlagen des Softwaretestens (wozu muss man denn testen, was muss man dabei beachten), sondern natürlich auch über die verschiedenen Arten des Testens (statisch, dynamisch), die Testverfahren (Blackbox, Whitebox), Vorgehensweisen (wichtige Schritte, Testkonzept, Teststrategie), die verschiedenen Rollen (Testmanager, Testdesigner, etc.) und die Testwerkzeuge (Testframework, Testmanagement).
Mit ISTQB bzw. ISTQB Certified Tester kann man sich stufenweise zum Softwaretester zertifizieren lassen. Leider sind solche Kurse und wohl auch die Prüfungen recht kostspielig, sodass man sie bei Gelegenheit im Studium oder beim Arbeitgeber absolvieren sollte.

Fazit: Auch wenn das gesamte Buch (logischerweise) mit Theorie vollbespickt ist – aber glücklicherweise auch stellenweise gut erklärte Beispiele liefert – so habe ich dadurch viel über Softwaretesten gelernt und mein Gehirn ist nach dem Lesen dieses Buches erheblich schwerer geworden – das merke ich besonders morgens!
Als nächsten Schritt dazu werde ich mir die praktischen Prozesse des Softwaretestens näher anschauen und auch selber einen Versuch wagen. Außerdem habe ich noch einen kostenlosen, englischen Online-Kurs entdeckt, der diese Thematik behandelt. Aber das steht alles auch noch in den Sternen, wie man so schön sagt.

Fressalien
Wieder werde ich einen Abschnitt dieses Beitrages Leckereien, die ich kürzlich entdeckt habe, widmen.
Bei unserem letzten Großeinkauf (am „berühmten“ Feiertag, du erinnerst dich?) habe ich endlich die Quinoa Chips, die ich schon mehrmals in Geschäften entdeckt, aber wegen des verhältnismäßig eher hohen Preises immer liegen gelassen hatte, mitgenommen. Hurra!
Zum Glück schmeckten sie auch gut und der Preis war somit mehr oder weniger gerechtfertigt. Positiv überraschend finde ich dabei die Geschmackssorte „Sauerrahm (!) und Schnittlauch“. Es gibt noch weitere Geschmacksrichtungen und auch andere Chipssorten, z.B. Hummus-Chips aus Kichererbsen.

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Eat real!

Die nächsten Fressalien, die ich präsentiere, sind die neuen, leckeren Desserts von Alpro in den Sorten Mandel und Haselnuss-Schokolade. Letztere erinnert stark an Monte (von Zott) und Mandel riecht und schmeckt wie Marzipan! Wieder Hurra! Denn ich liebe Marzipan. Es gibt noch eine weitere Sorte: Kokos, die uns aber nicht so sehr angesprochen hat wie die anderen.

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Tatsächlich neu! Hatte von denen auch nur zufällig auf Facebook erfahren und gibt es zunächst auch exklusiv nur bei Rewe.

Gut, mehr Fressalien habe ich wohl doch nicht anzupreisen.

Amsterdam
Und auch den nächsten Abschnitt widme ich deinem Beitrag und Kommentaren.
Erst einmal: Danke für die Postkarte!! Ich hatte sie schon am Freitagvormittag erhalten und – tada! – tatsächlich erst mit deinem Beitrag, der noch am selben Tag pünktlich ausgeliefert wurde, die beiden Uhren auf der Karte kapiert! Ha ha, ich kann mir damit das Uhren-Ausmaß in Amsterdam nur zu gut vorstellen..! Jetzt fehlt natürlich nur noch das obligatorische Bild von der Uhr. Na, Frau 629km? Bitte an Beitrag Nummer 14!

Schön, dass ihr eine tolle Zeit und viel Spaß in den Niederlanden hattet! Und ich habe natürlich auch wieder was dazu gelernt, weil ich gar nicht von den schmalen Treppenhäusern (oha!) sowie den Möbeltransport-Haken (entgegen des „oha“s sehr praktisch!) wusste. Und wie typische Amsterdamerinnen (nicht Amsterdamen?) ihren Sonntag scheinbar verbringen!

Und ich wusste ja, dass du Basteln liebst, aber ich wusste jedoch nicht, wie kreativ du bei der Auswahl überhaupt sein konntest, was die Herausforderung eben so spannend machte! Ich merke tatsächlich, es ist nicht allzu schwer, verschiedene Materialien zu finden, erst recht nicht, wenn man wie du unterschiedliche Basteltechniken beherrscht!
Auf meinem Schreibtisch habe ich auch bunte Origami-Blätter jederzeit verfügbar liegen, allerdings hatte ich nicht allzu viele gute Anleitungen dafür gefunden und bislang daraus eigentlich nur eine kleine Box für Ringe sowie einen Umschlag aufwendig rumgefaltet. Aber aus anderem Papier habe ich tatsächlich mal einen Schwan und einen Drachen geschafft!

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Deine Zwischenkommentare zu meinem letzten Beitrag hatte ich der Tat gelesen (die WordPress-App liebt es, aufdringlich zu sein) – ich warte aber grundsätzlich brav, bis ich auch mit dem Schreiben dran bin, damit schön viel zusammenkommt! Den Haferbrei mit Blaubeerkompott würde ich nur zu gerne mal testen, Blaubeermus kann so herrlich süß und lecker sein! (Wir hatten mal vegane Kekse mit Blaubeerfüllung von Twibio. Schleichwerbung und so.) Die Alternative mit anderem Nussmus ist auch eine gute Idee, daran hatte ich noch nicht gedacht, weil Erdnussbutter eigentlich immer geht. (Und ich ehrlich gesagt sonst nur weißen Sesammus für die herzhaften Sachen da habe.)

Und ja, mir ist durchaus bewusst, wie großartig das von mir gewählte Sprichwort ist! (Hustet vornehmlich und klopft sich auf die Schulter.)
An dieses musste ich in den letzten Tagen auch schon öfter denken und ich glaube, dass ich mich seitdem sogar noch häufiger daran halte. Aber kann natürlich auch nur überhebliche Einbildung sein.

So! Ich denke bzw. hoffe nun, ich habe alle Themen, die ich ansprechen wollte, abgedeckt!
Und last, but (definitely) not least:

„Erzähle von 3 deiner Zielen und Bestrebungen für die Zukunft und unterlege diese mit je mindestens einem selbstgemalten Bild oder selbstgeknipsten Foto.“

Arrivederci! Eine schöne Woche wünscht
Dino!

Amsterdam

Liebe Dino!

Es ist zwar erst Sonntag und ich bin schon auf Deinen Blogbeitrag sehr gespannt, aber ich nutze mal die Zugfahrt zurück, um mit meinem Blogbeitrag anzufangen. So gut die Hinfahrt geklappt hat, um so mehr scheint es jetzt doch nicht mehr so reibungslos abzulaufen… Aber die gute Nachricht zuerst: Ich habe wieder einen Sitzplatz bekommen! Da ist es doch egal, dass so ein „netter“ junger Mann, der neben mir am Eingang des Zuges auf das grüne Licht zum Öffnen der Tür wartete, gleich an mir vorbei zuerst einstieg, obwohl ich das grüne Licht entdeckt und auch die Tür geöffnet hatte. (Wir warteten dort seit ca. 15 Minuten und ich war auch zuerst da!) Und ein bisschen freue ich mich auch für die Frau neben mir, die den Fensterplatz neben mir vor meiner Nase wegschnappte, obwohl ich vor ihr daneben saß und darauf wartete, dass die Person, für die der Platz reserviert war, einfach nicht auftaucht. Die hat mich dann dreist auf meine Frage, ob sie denn dafür reserviert hätte, angelogen und ja gesagt. Aber vorher natürlich hinter mir die ca. 8 Minuten stehend gewartet, bis die Reservierungen ab Amsterdam gelöscht werden…. Klar! Aber, wie gesagt, ich habe einen Platz und muss nicht stehen und bin darüber sehr zufrieden.
(Wahrscheinlich hat die Frau einen harten Tag gehabt und den Platz einfach mehr verdient als ich…)
Ach ja, das Bordbistro bleibt die ganze Zeit geschlossen, hat der freundlichen Schaffner gerade vor der Abfahrt durchgegeben und wir werden umgeleitet wegen Bauarbeiten…. Zum Glück habe ich mein Essen dabei…

AMSTERDAM

Einfach toll! Frau 629km und ich hatten eine wahnsinnig schöne Zeit, viel gesehen, viel erlebt und endlich mal wieder einfach gemeinsame Zeit verbracht. Unsere über airbnb gemietete Wohnung lag im schönen Grachtenviertel in Fußreichweite zum Zentrum und vielen Museen und Parks. Die Wohnung lag direkt unter dem Dach in einem typischen, alten Amsterdamer Wohnhaus mit einem sehr, sehr schmalen Treppenhaus und sehr steilen Treppenstufen. (Unser Vermieter meinte, dass sei noch großzügig, es gebe in Amsterdam viel steilere und kleinere Stufen in Treppenhäusern.) Zum Glück hatten wir nur Handgepäckskoffer dabei…
Hier ein paar Eindrücke aus der Wohnung:

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(Es ist das zweite Haus von links. Im mittleren Bild ist unsere kleine Dusche zu sehen.)

Am Freitag waren wir bei strahlenden Sonnenschein (Es war übrigens das ganze Wochenende tolles Wetter, nur mal so nebenbei.) im Viertel unterwegs, auf dem Cuypmarkt (Stoffe gucken und, naja, auch kaufen) und anschließend beim Porzellanmalen. Und auf diesem Weg hat sich Amsterdam gleich von seiner typischen Seite gezeigt: Überall, wirklich überall, parken und fahren Fahrräder! Wir mussten jedes Mal sehr gut aufpassen, nicht überfahren zu werden, wenn wir die Straßenseiten wechselten (was wegen der vielen kleinen, schönen Läden schon das ein oder andere Mal vorkam…). Es war nämlich auch egal, ob wir grün hatten oder einen Zebrastreifen benutzten, wahrscheinlich galt einfach die Regel, dass Fahrräder Vorfahrt haben. Und Helme trug hier so gut wie niemand. Erst am Sonntag entdeckten wir eine Frau mit einem Kind auf dem Fahrrad, die beide einen Helm trugen, vermutlich Touristen… Auch die Motorrollerfahrer hatten nie einen Helm auf. Tja, andere Länder, andere Sitten.
Hier übrigens ein Ausschnitt der eindrucksvollsten Räder aus Amsterdam:
(Eigentlich wollten wir das Schönste küren, aber ich denke, das kann ja jeder für sich machen…)

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Von unserem Vermieter wurden wir auch schon recht früh auf die Schräglagen der Häuser (meist nach vorne gekippt) aufmerksam gemacht. Das sei natürlich Absicht, denn oben an den Giebeln waren Haken zum Transportieren von Gütern. Heutzutage natürlich von Möbeln, die man meiner Meinung nach auch unmöglich über die kleinen Treppenhäuser hätte in die Wohnungen schaffen können. Und mit der Zeit fotografierten wir dann auch die verschiedenen Haken, um den schönsten zu küren, hier wieder ein Ausschnitt:

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Nachdem wir uns auf dem Rückweg etwas „verlaufen“ hatten (stimmt natürlich eigentlich nicht, denn das Handy mit der Karte war nur deshalb mangels Stromzufuhr ausgegangen, um unsere Navigations- und Kommunikationsfähigkeiten zu testen), schafften wir es abends dann trotzdem rechtzeitig zu unserer Reservierung in dem Restaurant „De Nachtwacht“, einem sehr leckeren Steakrestaurant. Hier ein Bild von unserem Essen:

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Nachts hatten unsere Füße dann endlich Pause von dem vielen Heraumlaufen…

Am Samstag klingelte der Wecker früh und wir standen schon um 8:55 Uhr vor dem Anne-Frank-Haus in der sehr langen Schlange an. Sie wurde hinter uns aber immer noch länger! Und nach einer Stunde waren wir drin. Es war sehr beeindruckend, beklemmend und natürlich auch ein trauriges, erdrückendes Erlebnis. Vor allem in dem Moment, als ein Video von Otto Frank (dem Vater) gezeigt wurde, in dem er seine Beweggründe für die Veröffentlichung des Tagebuchs und Unterstützung des Museums erläuterte. (Er hat als einziger überlebt.) Das Anstehen für einen Museumsbesuch und der persönliche Eindruck von den Räumlichkeiten, in denen sich die Familien Frank und van Pels sowie Herr Pfeffer zwei Jahre versteckt hielten, hat sich unbedingt gelohnt und kann ich nur jedem empfehlen.

An diesem Tag standen dann auch noch typische Pancakes in einem alten holländischen Kaffeehaus auf der Essens- und Erlebnisliste (hier ein Foto:)…

Die Wand in diesem Kaffeehaus mit vielen verschiedenen Geldscheinen aus aller Welt.
Die Wand in diesem Kaffeehaus mit vielen verschiedenen Geldscheinen aus aller Welt.

… und natürlich neben dem Bummel durch die Fußgängerzone auch eine einstündige, eindrucksvolle Fahrt auf den Amsterdamer Grachten an.

Und am Sonntag fühlten wir uns schon richtig als typische Amsterdamerinnen, machten unseren Spaziergang im Vondelpark, bei Kaffee, heißer Schokolade und Apfelkuchen, genossen Zuccchinisuppe während wird auf dem schmalen Bürgersteig vor dem Suppenladen auf IKEA-Holzhockern saßen und schließlich nachmittags vor der Abreise noch in der Sonne die Boote an der Herrengracht beobachteten, während wir unsere Füße über dem Wasser baumeln ließen. Herrlich!
Wir planen schon den nächsten gemeinsamen Ausflug in eine andere Stadt….

Der Süßigkeitenladen

Hier noch eine Begebenheit, die uns besonders lustig in Erinnerung geblieben ist. Da betreten wir also diesen wundervollen Süßigkeitenladen, der wirklich ganz viele süße Leckereien an den Wänden feilbietet, gehen etwas nach hinten in den Laden, als plötzlich ein junger Mann (Verkäufer) vor Frau 629km steht, und sie fragt: „German or English?“, sie daraufhin „Both“ antwortet, er mit einem schnalzenden Klatsch sich den schwarzen Einweghandschuh zu Ende anzieht (wie bei einem Arzt kurz vor der OP in den ganzen Krankenhausserien) und dann sagt: „Okay, stay here, I’ll be back!“. Frau 629km guckt mich daraufhin etwas entgeistert, überrascht aber auch ängstlich an und fragt, was das denn nun zu bedeuten habe. Wir überlegen kurz, ob wir lieber gehen sollen, als er schon wieder zurück ist (wie versprochen) und uns mit seinem schwarzen Einweghandschuh Leckereien zum Naschen anbietet! Achso, dann bleiben wir lieber! Haben dann so einiges probieren dürfen und ich musste dann auch noch Erdbeerlakritz kaufen. Den Laden haben wir dann schon ziemlich schmunzelnd verlassen….

Die neue Uhr

Ach ja, Frau 629km hat auch noch eine neue Uhr erstanden, weshalb ich sie sehr häufig fragen musste, wie spät es eigenlicht ist, obwohl ich doch selber eine an hatte… Ich habe sie das auch noch gefragt, als wir schon längst wieder zu Hause waren, über WhatsApp 😉 Sie hat sich wirklich sehr gefreut und ich muss sagen, die Uhr ist auch sehr hübsch!

Wettrennen

Am Ende des Sonntags hatten wir schließlich auch noch ein Wettrennen. Frau 629km smste mir, wo sie gerade steckte (mit dem Taxi im Stau) und ich antwortete, wo ich mich befand (auf dem Weg zur S-Bahn) und so kam eins zum anderen und wir schickten uns wie verrückt Nachrichten und versuchten, vor der anderen an der eigenen Haustür zu sein. Schließlich vereinbarten wir, dass der Zeitpunkt, in dem der Schlüssel im Schlüsselloch steckt, entscheidend sein soll! Aber da ich (wegen des inzwischen schweren Koffers, des schweren Rucksacks – ich habe wohl wirklich etwas viel gekauft… – und der Yogamatte in der anderen freien Hand) auf den Schlusssprint verzichtete, war Frau 629km 2 Minuten schneller!! Tja, da hätte ich vielleicht einfach die Sachen 1 km vor der Haustür liegen lassen, zur Tür sprinten, als Erste da sein und dann die Sachen wieder holen sollen… Hinterher fallen mir immer die besten Schlupflöcher und Ideen ein…

So, eigentlich könnte ich hier noch ganz viele andere kleine Dinge und Geschichten erzählen, aber ich glaube, das reicht jetzt von Amsterdam.

Nur noch eine kleine Kunstcollage...
Nur noch eine kleine Kunstcollage…

Herausforderung

Tja, und da dachtest Du, ich bräuchte Schlupflöcher…. Ich liebe es zu basteln! Zugegeben, Deine Bedingung, dass es erkennbar sein muss, ist schon etwas schwierig, aber ich denke, ich habe es geschafft!

Hier kommt Figur Nummer 1, aus Stoff genäht, nach der Anleitung von pattydoo. Es ist das liebenswerte und geheimnisvolle (was sich wohl unter der Jacke verbirgt…?) Monsterchen (und hier schlägt mir pages ernsthaft vor, dass „Monsterchef“ wohl das richtigere Wort sei. Wer hat eigentlich das Korrekturprogramm geschrieben?) LULU:

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Dann folgt auch schon Figur Nummer 2, ein Stern. Eigentlich wollte ich eine Origamifigur basteln, aber in diesem wunderbar aufgeräumten Haushalt packe ich die Sachen (Origamipapier und Anleitungsbuch in diesem Fall) immer so gut weg, dass ich sie dann nicht mehr wiederfinde. Bei der Suche danach fand ich aber eine Anleitung für Mosaiksterne mit entsprechenden Vorlagen zum Ausschneiden. Ich habe gerätselt, wie lange ich diese Packung schon habe… Wahrscheinlich ist sie aus dem Jahre 2009, als mein Bastel-Ich noch stärker war.
Tada:

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Und schließlich die für diese Jahreszeit klassische Kastanienfigur, ein Igel! (Ein Pferd oder Hund wäre wohl nicht erkennbar gewesen…):

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Tja, liebe Dino, das war es wieder einmal von mir. Habe deinen Blogbeitrag vom Sonntag zwischendurch mal kommentiert (falls Du es noch nicht gesehen hast). Ich war begeistert von Deinem Sprichwort! Welches Buch Du wohl bis diesen Sonntag gelesen hast?

Ich glaube, für Deine Aufgabe bis zum 18.10. schicke ich Dich mal auf eine Fotosafari! Präsentiere mir doch mal ein Straßenschild, eine dreistellige Hausnummer und ein hellblaues oder rosafarbenes Haus! Und zum Beweis dafür, dass Du diese Bilder nicht einfach aus dem Internet gezogen hast, muss auf dem Foto irgendetwas von Dir zu sehen sein, z. B. der Daumen oder ein Kuscheltier, Dein Lieblingslöffel oder was auch immer!

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, sei weiterhin unglaublich großartig, bis Sonntag

(in Vorfreude) Deine Olafine

P.S. Besonders erwähnen möchte ich noch folgendes Kunstprojekt, welches auch schon in der oberen Collage zu sehen ist, ein Fundzaun (Originaltitel daneben, habe ich mir nicht ausgedacht! War im Vondelpark. So was will ich auch haben, hier, in meiner Stadt!):

IMG_6999 (Es hing auch ein Zettel dran, in dem jemand erklärte, dass er die Liebe seines Lebens in diesem Park gefunden habe…)