Auf Schatzsuche!

Liebe Dino!

Schön, dass Du mich auf Schatzsuche geschickt hast! Ich habe mich über die eigentlich leichte Aufgabe sehr gefreut. Aber nur wenige Sekunden später wurde mir plötzlich klar, dass es diese Woche gar nicht so einfach werden könnte…

Auf Schatzsuche bzw. auf der Suche nach Möglichkeiten zum Schatzsuchen

Tja, diese Woche war nämlich vorhersehbar voll. Es fing schon damit an, dass ich die Aufgabe  erst Montagmorgen um 6 Uhr gelesen habe. Da war der Sonntag schon mal ungenutzt. (Okay, auch wenn ich Deinen Beitrag abends um viertel vor neun gelesen hätte, wäre ich bestimmt nicht mehr rausgegangen…) Aber was soll’s, dachte ich mir, es sind ja noch vier volle Tage bis Freitag, das wird schon.

Am Montag – dem ersten Schultag nach den Ferien und daher potentiell etwas hektischer und chaotischer als Montage sonst schon werden können – stand auf Arbeit mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub an. So ein Tag wird immer chaotisch. Ich muss erstmal alles nachlesen, mir nacherzählen lassen, was so passiert ist und was nun aktuell alles ansteht. Außerdem war mein Abteilungsleiter in den wohlverdienten Ruhestand verschwunden, so dass seine Aufgaben jetzt bis auf weiteres (Wir stellen uns auf mindestens 6 Monate ein!) von uns in der Abteilung zu vertreten sind. Naja, dies alles nur zur Erklärung, weshalb ich diese Woche auf keinen Fall die Mittagspause nutzen konnte. Und auch am Montag nicht wie geplant rechtzeitig Feierabend machte. Nachmittags holte ich dann Olafine junior 3 vom Hort ab und ging mit ihr, wie versprochen, zur Bank, um anlässlich der Sparwoche etwas Geld von ihrem gesammelten Taschengeld auf das Konto einzuzahlen. Im Gegenzug hierfür verteilte die Bank  Gummibärchen und ein Paar In-Ear-Kopfhörer mit den Knax-Figuren. Zu Hause angekommen, war es schon früher Abend, es dämmerte und Olafine junior 3 hatte keine Lust mehr, mit mir auf Schatzsuche zu gehen. Tja, da dachte ich mir: Aber was soll’s, es sind ja noch drei volle Tage bis Freitag, das wird schon.

Dienstag stand neben einem vollen Arbeitstag auch noch nachmittags der Chauffeur-Dienst für Olafine junior 2 und ihre Freundin zum Reitstall an. Eigentlich eine gute Gelegenheit, die ca. 70 min Wartezeit zum Schätze suchen zu nutzen. Direkt am Reitstall hätte ich aber erst etwas tiefer in den Wald gemusst, um den ersten Schatz finden zu können. Ach, da bin ich lieber – wie immer dienstags – ins einige Kilometer entfernte Gewerbegebiet zum Einkaufen gefahren. Dort angekommen, konnte ich auf meinem Smartphone auch feststellen, dass es einige, umliegende Schätze gab. Super, dann nur noch schnell einkaufen und los geht’s! Das mit dem schnell einkaufen klappte aber nicht. Eigentlich stand gar nicht so viel auf der Liste, aber irgendwie war die Zeit dann doch um. Die Mädels wollten natürlich nicht noch extra mit mir auf die Suche gehen, sondern sofort nach Hause. Also wieder zurück, ohne Schatz… Daheim angekommen, war es dunkel und alle mussten versorgt und der Haushalt etwas gepflegt werden. (Schließlich wollte ich pünktlich um 20:15 Uhr die neue Nähsendung auf Vox schauen, die wo sich auch unsere Mutter beworben hat!) Ich versicherte mich: Aber was soll’s, es sind ja noch zwei volle Tage bis Freitag, das wird schon.

Mittwoch ging das gleiche auf Arbeit ab wie die zwei Tage zuvor, viel zu tun. Aber ich konnte so pünktlich Feierabend machen, dass der am Nachmittag anstehende Arztbesuch mit Olafine junior 2 nicht hektisch zu werden drohte. Tja, Du wirst es Dir wahrscheinlich schon denken können, wir kamen in der Dämmerung nach Hause, es war ein bisschen was zu tun und ich wollte dann auch nicht mehr raus gehen. Ich sagte mir: Aber was soll’s, es ist ja noch ein voller Tag bis Freitag, das wird schon.

Donnerstag steht nachmittags immer im Zeichen des Ballettunterrichts. Ich hatte mir überlegt, die Wartezeit von ca. 55 min für eine Schatzsuche zu nutzen. Ich hatte in der Umgebung auch schon einen interessanten auserkoren. Seit Sonntag lag in unserem Wohnzimmer aber noch die riesige Tasche mit der Kleidung für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge rum, die nervte schon. Außerdem war die Annahmestelle gleich schräg gegenüber vom Ballettgebäude. Ich also wieder nach Hause, Tasche geholt, wieder zurück, Sachen abgegeben und Olafine junior 3 vom Tanzen abgeholt. Mistepö, wieder nicht geschafft. Olafine junior 3 hatte so gar keine Lust auf Schatzsuche, auch nicht, wenn der Schatz quasi um die Ecke ist. Also nach Hause, es dämmerte, Essen gemacht, Harry Potter vorgelesen, zum Yoga und keinen Schatz gefunden! Ich gestand mir ein, was ich eigentlich schon zu Beginn der Woche befürchtet hatte: Was soll’s, morgen kannst Du auch noch den ganzen Tag bis Mitternacht zum Schatzsuchen verwenden!

Freitag sollte eigentlich mit einem Frisörbesuch beginnen. Ich nutzte aber tatsächlich die wenige Zeit vorher, um einen Schatz zu finden. So ganz ohne Kinder (alle in der Schule) ist das echt schwierig. Es sieht per se schon immer so verdächtig aus, wenn da eine einzelne, erwachsene Person um Gegenstände herumschleicht, sich absichernd umblickt, dann in die Hocke geht und nach einer Schatzdose sucht oder tastet. Ich bin in diesem Fall sogar unter den Eisenbahnwaggon gekrabbelt, weil ich diese verflixte Dose nicht gleich finden konnte und mir bei dem vom Schatzeigentümer gegebenen Hinweis nicht sicher war. Zum Glück sind morgens um neun Uhr nur wenige Muggel unterwegs. Die zwei Jogger, den Gassigeher und die Kinderwagenschieberin habe ich passieren lassen können und jeweils so getan, als würde ich hier nur so komisch rumstehen, um mit meiner Smartphone-Kamera das richtige Foto von diesem tollen Eisenbahnwaggon zu knipsen. Hätte ich ein Kind dabei gehabt, wäre das viel einfacher gewesen… Aber es hat auch so geklappt! Also schnell geloggt und weiter zum nächsten.

Der Bananenwaggon ... und irgendwo hier befindet sich eine magnetische Dose!
Der Bananenwaggon … und irgendwo hier befindet sich eine magnetische Dose!

An der Brücke, wo der Schatz versteckt sein sollte, stand jedoch ein hartnäckiger Fotografenmuggel. Ich habe zwar noch kurz gewartet, aber der hatte auch ganz viel Zeit und wollte viele Fotos von der Aussicht schießen. Ich hingegen stand ja unter Zeitdruck und musste dann kapitulieren… Also, zweiter Schatz nach dem Frisör!

Ich habe mir dann eine andere Brücke ausgesucht, auf der ein ganz einzigartiger Schatz versteckt sein soll. Diese Brücke ist auch bekannt für ihre zahlreichen „Liebesschlösser“. Da dort immer Muggel unterwegs sind – vor allem tagsüber -, würde es bestimmt schwierig werden. Aber ich zog mir meine Schnürschuhe an (immer ein guter Vorwand zum Bücken und Inspizieren von Geländern), packte meinen Stift ein und schnappte mir mein Handy, um mich zielstrebig auf den Weg zu machen. Vor Ort hätte ich wirklich beinahe kapituliert. Erst bin ich mehrmals daran vorbeigelaufen und habe auf der falschen Seite des Brückengeländers gesucht. Dann stand eine Touristenfamilie davor. Dann klemmte das Schloss. Aber letztendlich war ich doch erfolgreich. Der Clou bei dem Cache: Ein grünes Schloss verrät Dir anhand von Buchstaben, die man in Zahlen umchiffrieren muss, den Zahlencode. Und ein großes Schloss darüber hat an der Seite eine Schiebeklappe, die sich erst öffnet – und das Logbuch preisgibt -, wenn man den Code richtig eingegeben hat. Toll!

Teil des Geländers mit zahlreichen Schlössern
Teil des Geländers mit zahlreichen Schlössern
Das grüne Tippgeber-Schloss
Das grüne Tippgeber-Schloss
Das Logbuch-Behälter-Schloss mit Zahlencode an der Seite
Das Logbuch-Behälter-Schloss mit Zahlencode an der Seite

Und damit habe ich meine Herausforderung doch noch rechtzeitig gemeistert. Hab ich also recht behalten..“Das wird schon.“ (*Olafine hat ein erleichtertes, glückliches Lächeln auf den Lippen*)

Feedback

WordPress hat mir letztes Mal gar nicht Bescheid gegeben, dass Dein Beitrag schon online ist. Sowas aber auch… Hatte wohl auch einen Lazyday… (Das T-Shirt fand ich richtig gut!)

Und ja, ich finde es gut, dass Du mich jetzt offiziell als Rekordhalterin bezeichnet hast. Den Titel werde ich in Ehren halten und hoffen, dass der Rekord noch ganz lange von mir gehalten wird.

Boah, das war ganz schön anstrengend, die Bügelperlen in deinem tollen Projekt zu zählen (schade, dass es dafür kein Programm gibt….). Habe bei 80 aufgehört! (Okay, war doch nicht so schwierig, habe einfach die Reihen mit vier Perlen gezählt…. Ging dann doch ganz schnell.)

Schön, dass Du die Postkarte so in Szene gesetzt hast, gefällt mir. Wir sammeln unsere Postkarten in einer Schublade (gerade der Bruder von Herrn Olafine gondelt ja viel in der Weltgeschichte herum und schickt uns sehr viele Karten, aus den Herbstferien jetzt allein 5 Stück) und holen sie ab und zu mal raus, wie Fotos quasi, einfach mal zum Angucken. Ich hoffe, die Karte aus Mallorca ist auch schon bei Dir in den Briefkasten geflattert, bei einigen ist sie schon angekommen….

Herausforderung

Ich bleibe mal bei diesem Titel, der so schön nach Abenteuer klingt. Ich musste diesmal schon ein bisschen grübeln, um für Dich eine tolle Aufgabe zu finden. Ich hatte noch in Erinnerung, dass Du und vor allem Herr Dino ganz viel Spaß bei der Fotosafari hattet (und Kuscheldino bestimmt auch). Ich möchte Euch nochmal losschicken! Mit Kuscheldino natürlich (für die Beweisfotos). Diesmal hätte ich gerne 4 Bilder und ich lasse Deiner Kreativität etwas mehr Spielraum. Jedes Foto soll für einen Adventssonntag stehen, muss also die entsprechende Zahl irgendwie im Bild haben (Es geht auch die entsprechende Anzahl von Kerzen.). Bin gespannt, was Du Dir so einfallen lässt. Du hast natürlich Zeit bis zum 15.11. (Und dieser tolle Straßenname von der letzten Fotosafari spielt in unserem Alltag auch jetzt noch manchmal eine Rolle, wenn wir uns zum Beispiel versuchen, daran zu erinnern, und die komischsten Namen produzieren…)

Mallorca

Ja, hier noch ein kleiner Nachbericht mit Fotos. (Ein Bullet Journal wird aufgeschlagen.)

Tag 2 – Spanische Missverständnisse

Nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück machten wir (aber ohne Herrn Olafine, der trieb Sport) uns mit ausgeliehenen Fahrrädern auf den Weg zum nahegelegenen Naturschutzgebiet (parc natural de s’Albufera). Nachdem wir uns für die längste Strecke (ca. 12 km) entschieden hatten, führte uns die teilweise sehr holprige Piste zuerst durch eine Fluss- und Seenlandschaft. Später aber landeten wir in einem Sumpfgebiet, wo wir tatsächlich die weißen, wilden Pferde und Rinder sehen konnten.

Landschaft im Naturschutzgebiet
Landschaft im Naturschutzgebiet
Weiße Wildpferde mit Vogel auf dem Rücken
Weiße Wildpferde mit Vogel auf dem Rücken
Grasendes Rind
Grasendes Rind

Abends beim Abendessen dann machte ich wohl den Fehler, mein Getränk (Wasser ohne Kohlensäure) auf spanisch zu bestellen. Denn der Kellner nahm nun wohl an, ich könnte spanisch sprechen und verstehen…. Es folgte eine Frage, bei der ich nur das Wort Karte mitbekam. Ich zeigte ihm meine Karte, die wir einen Tag zuvor von der Rezeption ausgestellt bekommen hatten, damit die Kellner wissen, dass wir am Büffet teilnehmen. Der Kellner aber schüttelte den Kopf und fing einen langen Monolog auf spanisch an. Ich verstand nur das Wort Rezeption und schaut fragend zu Herrn Olafine. Der hatte auch nicht verstanden, holte aber auch – auf meine Bitte – seine, von der Rezeption ausgestellte Karte heraus. Nein, der Kellner schüttelte abermals den Kopf und sprach wieder sehr, sehr viel auf spanisch und versuchte uns irgendwas zu erklären. Irgendwann hörte ich das Wort „credit“ und dann ratterte es bei mir! Man konnte sich bei diesen Karten auch einen Kredit einräumen lassen und dann am Ende des Aufenthalts alles zusammen zahlen. Das hatten wir aber nicht gemacht. Ich sagte dann: „Bar“ und „Cash“ und schon hatte er verstanden, dass wir die Getränke in bar und nicht auf Kredit zahlen würde. Er nickte, ging weg und brachte wenig später die Getränke… Puh, das sah bestimmt witzig aus, wie wir da so standen und er auf uns in spanisch einredete und wir augenscheinlich kein Wort verstanden…

Tag 4 – Tropfsteinhöhle

An diesem Tag waren wir in der weniger besuchten, aber viel größeren Tropfsteinhöhle Coves d’Arta. Mitten drin gab es in der Teufelshöhle eine Lichtershow mit Musik:DSCN2393DSCN2390DSCN2395

Und im Anschluss bei einem typisch mallorquinischen Herrenhaus haben wir dann auch Schweine gesehen!

DSCN2423DSCN2404

Tag 5 – Waghalsige Kletterei

An diesem Tag machten wir uns auf dem Weg zum Kanonenfelsen. Es sollte eine Wanderung werden. Tatsächlich waren eine ganze Menge Klettereinlagen dabei! Hier mal ein paar Fotos, von dem Weg und der tollen Aussicht:

Steiler Abhang
Steiler Abhang
Aussicht
Aussicht
noch ein steiler Pfad
noch ein steiler Pfad
Wilde Ziegen waren dort auch unterwegs...
Wilde Ziegen waren dort auch unterwegs…
... und noch mehr tolle Aussicht...
… und noch mehr tolle Aussicht…

So, ich glaube, das war es erstmal aus dem Urlaub….

Näherei

Und dann habe ich diese Woche auch noch eine Tasche für Herrn 629km genäht. Den Stoff hatte Frau 629km in Amsterdam gekauft. Ein wirklich ausgefallener Stoff…

Eine Tasche mit Tastatur
Eine Tasche mit Tastatur

Liebe Dino, ich habe fertig! Und das sogar Stunden vor Mitternacht!

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und freue mich auf Sonntag und Deinen Blogbeitrag, sei unglaublich großartig,

Deine Olafine

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s