Heute wird es knapp!

Liebe Dino!

Und schon bin ich wieder zurück in Deutschland – hier ist es echt kälter, brrrr -! Und müde bin ich auch – musste heute um 2:30 Uhr aufstehen, denn Pauschalurlauber werden zwar mit dem Bus abgeholt, aber eben nicht nur wir, sondern auch viele andere. Und die mussten auch alle rechtzeitig für den 8 Uhr Flieger abgeholt werden. Also stand der Bus heute um 4 Uhr pünktlich am Hotel und wir mit allen Sachen, fertiggepackt, mit Frühstück im Magen auch. Es war unglaublich, welche engen Straßen und Kurven dieser Bus nehmen konnte, bis auch die letzten Urlauber im abgelegensten Hotel eingesammelt waren (die Uhr zeigte bereits 4:50 Uhr!). Erst dann ging es zum Flughafen in Palma, der ca. 1 Stunde Fahrzeit entfernt war… Es hat aber alles geklappt und nun sind wir wieder zurück.

Allerdings habe ich heute noch einiges vor und bin mal gespannt, ob ich es tatsächlich bis Mitternacht schaffe…

Ich fange trotzdem nicht mit der Erfüllung meiner Herausforderung an, sondern mit den längst fälligen Feedbacks zu Deinem Beitrag, liebe Dino, und den zahlreichen Kommentaren. (Das W-LAN im Hotel war echt bescheiden, funktionierte nicht immer oder dauerte ewig… Das macht dann echt keinen Spaß…)

Feedback im Schnelldurchlauf

Die 29-er Bilder sind super! Hatte das von Frau 629km schon auf Facebook gesehen, meine Hochachtung an euch beide! Die kubistische Ananas ist auf Din A4 gezeichnet und die Tasche für Herrn 629km wird hoffentlich dieses Wochenende fertig (vorher war zeitlich nichts zu machen…). Die bemalten Schalen aus Amsterdam sind leider noch nicht da…. Vielleicht rufe ich nächste Woche mal an.

Die Origami-Figuren sind sehr schön! Im Kreise der Familie (wir haben alle einzeln reingeschaut, nicht zusammen über einen kleinen Smartphone-Bildschirm) kamen die Gespenster, aber auch die Blume/der Stern sehr gut an. Und „Kein Pardon“ ist ein absoluter Kultfilm, den mag ich sehr. Habe ja auch schon mit einer unserer Schwestern (ich nenne sie mal Frau Judo) das Musical in Düsseldorf vor ein paar Jahren gesehen, sehr gut!

Weiter geht’s, die Zeit rennt!

Ein Schwein als Haustier

Ja, ich, die eigentlich auf gar keinen Fall ein Haustier haben möchte, hat darüber ernsthaft nachgedacht. Schuld daran war ein Artikel in dem SZ-Magazin vom vorletzten Freitag (ich schicke ihn Dir per snail-mail), in dem über ein Experiment berichtet wurde. 4 (oder waren es 5?) Schweine wurden aus einem Massentierhaltungsbetrieb herausgenommen und sollten in einen Bio-Bauernhof integriert werden. Die Fragestellung dabei war: Kann das klappen? Die Tiere kannten ja nur Massentierhaltung. Ein wirklich toller Beitrag. Ich habe nochmal viel über Massentierhaltung, aber auch Bio-Bauernhöfe gelernt. Der Artikel war so interessant geschrieben und hat die Eigenschaften von Schweinen so toll hervorgehoben, dass ich den Drang verspürt habe, nicht nur irgendwann demnächst mal einen Bio-Bauernhof zu haben, sondern vorher ein Schwein als Haustier zu besitzen. Tja, gibt da nur ein kleines Platzproblem…. Trotzdem, die Idee schwelt im Kopf. Habe dann auch gleich Olafine junior 2 infiziert und sie sowie ihre Freundin darauf aufmerksam gemacht, dass es Teetassenschweine gibt! (Wie in dem tollen Buch „Tage wie diese“ von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle) Jetzt tüfteln die daran weiter, so über Machbarkeit, artgerechte Haltung und so weiter. Mal sehen, was da noch kommt.

Essen

Ist ja schon ein Standardthema. Den von Dir empfohlenen Aufstrich mit dem Cocos von Rapunzel hatte ich gleich ein paar Tage später gekauft und sofort leer gegessen! (Also, die kleine Probepackung, natürlich nicht ein ganzes Glas…) Das wollte ich Dir schon letzte Woche schreiben, aber mein Beitrag fiel wegen des Urlaubs einfach zu kurz aus… Ich liebe ja auch die Mandel-Tonka-Creme von Rapunzel, aber die ist nicht vegan. Aber der Kinderstreich von Zwergenwiese ist es und der schmeckt sehr lecker. Am besten fand ich aber den Schmalzaufstrich mit Zwiebeln von Tartex. Den habe ich bei Freunden am Abendbrotstisch probiert (Olafine junior 3 war noch nicht fertig mit spielen und wollte das angefangene Abendessen bei der Freundin ordentlich beenden, weshalb ich gleich miteingeladen wurde, zum Glück, sonst hätte ich diesen Aufstrich nie probiert! Was wäre mir da entgangen…) Der Aufstrich ist vegan, sieht wie echtes Schweineschmalz mit Röstzwiebeln aus und schmeckt einfach herrlich! (Wo ich Schmalz doch so gern esse…) Ich kann es nur empfehlen und bin gespannt, was Du dazu sagst. (DU MUSST es probieren, wirklich….)

So, die Zeit rennt immer noch…. Nächstes Thema:

Mallorca

Eine tolle Insel! Du kennst sie ja (Frau 629km ja auch) und landschaftlich sowie wettertechnisch einfach ein Traum. Auch wenn ich ein kleines Reisetagebuch geführt habe, werde ich den Urlaub jetzt nicht in aller Länge ausbreiten (hab dafür ja auch gar keine Zeit…). Aber ein paar kleine Geschichten, Bilder und Anekdoten möchte ich schon preisgeben.

Zum Frühstück gab es immer eine reichhaltige Auswahl an Leckereien, zum Beispiel viele verschiedene süße Gebäckteile, viel Obst, viele Brotsorten und so weiter. Deshalb haben wir auch meistens eine Stunde mit Frühstücken verbracht. Und da bleibt es nicht aus, dass man am Essenstisch philosophisch wird. (Ja, meistens albern wir eher rum, machen unsere Witze und lachen viel. Aber es ist auch schon mal das ein oder andere ernsthafte Wort dabei…) Und da kam es, dass Olafine junior 1 tatsächlich folgende Worte sprach: „Der Individualismus muss gepflegt werden. Töpfe in der Küche sind total Mainstream.“ Wie er darauf kam? Nun, ganz einfach: (Hole nur kurz aus) Wir haben die 2,70 € pro Tag für den Safe im Hotelzimmer gespart und dafür habe ich tolle Verstecke im Zimmer für die Wertsachen gefunden. (Ist zwar gefährlich, weil die Verstecke manchmal so gut sind, dass ich mich nicht gleich daran erinnere, wo ich die Sachen versteckt habe. Aber ein Hotelzimmer ist ja nicht so groß wie eine Wohnung, so dass man alles  – notfalls nach einer ausgiebigen und langen Suche – wiederfinden kann.) Jedenfalls brauchte Herr Olafine dringend unsere Reisepässe, um einen Mietwagen anzumieten. Ich sagte ihm, dass sich diese im Topf im Schrank befänden. Vielleicht habe ich auch „in der Kitchenette“ gesagt. Aber das lässt sich nicht mehr so genau nachvollziehen… Jedenfalls ging er vom Frühstückstisch nochmal zurück ins Zimmer, um die Pässe zu holen und schnell den Mietwagen klar zu machen. Wir frühstückten weiter und hatten über unsere Gespräche und das leckere Essen Herrn Olafine fast vergessen. Da kam nach einiger Zeit ein Anruf von ihm, er könne die Pässe nicht finden, in welchem der zahlreichen Schränke in den beiden Hotelzimmern ich denn nun die Pässe versteckt hätte. Daraufhin meine erstaunte Rückfrage, in welchem Schrank er denn Töpfe suchen würde… (Spätere Erklärung für diese Unterhaltung: Er hatte wohl meine Aussage „im Topf“ nicht so wahrgenommen oder wieder vergessen…) Jedenfalls kam es dann zu dem oben beschriebenen Kommentar von Olafine junior 1. Wir haben herrlich gelacht!

(So, jetzt wird es aber wirklich knapp. Müsste schon seit 10 Minuten unter der Dusche stehen…. Ich bin dann jetzt mal zu meinem Termin unterwegs und hoffentlich rechtzeitig vor Mitternacht wieder zurück….)

So, ich bin wieder zurück, es ist 23:23 Uhr, ich habe die Stiefel nur in die Ecke geworfen und den Computer aufgeklappt – jetzt wird es richtig eng! Also gleich mal losgelegt

Die gruseligste Nacht meines Lebens

Meine Enkel hatten sich schon oft darüber gewundert, weshalb ich in Winternächten nicht gerne allein raus ging. Sie liebten vor allem den neu aufgekommenen Halloweenbrauch und wollten immer gerne mich beim Laufen von Haus zu Haus dabei haben. Auch heute, eine Nacht vor Halloween, schmiedeten sie schon wieder eifrig Pläne. Welche Kostüme sollten getragen werden; wer sollte wen auf welche Art erschrecken. Wer würde wohl die meisten Süßigkeiten ergattern. Ich hielt mich da lieber raus. Bisher zumindest. Doch dieses Jahr sollte alles anders werden. Ich hätte es wissen müssen. Es war die gleiche Nacht wie damals… Zwei Tage nach Vollmond. Die ganze Welt denkt, in Vollmondnächten passieren ungewöhnliche, unglaubliche, schlimme oder gar gruselige Dinge. Das stimmt aber gar nicht. Die zweite Nacht danach, in der eindeutig feststeht, dass das Licht des Vollmondes wieder verschwinden wird, erst dann geschehen Dinge, im aufziehenden Dunkel des schwindenden Mondes, die man lieber nicht erleben möchte. Meine älteste Enkelin hatte wohl meine Nachdenklichkeit bemerkt und ihr war wohl auch schon bewusst geworden, wie sehr ich mich um das Halloweenfest drückte. Jedenfalls blieb sie hartnäckig und fragte nach dem wahren Grund für meine Zurückhaltung. Ich hielt sie mittlerweile für alt genug und erzählte ihr deshalb, was vor vielen Jahren in einer zweiten Nacht nach dem Vollmond geschehen war. Ich war damals gerade 13 Jahre alt gewesen, musste stets viel in der Landwirtschaft helfen und kam – wie so häufig – erst in der Dunkelheit von den Bauern zurück. Ich war hungrig und nahm jedes Mal die Abkürzung über die Felder. Es war Ende Oktober und die meisten Felder waren bereits abgeerntet. Doch ein Feld, welches einem Bauern gehörte, der in jenem Jahr von dem Pech verfolgt schien, hatte noch zahlreiche Kürbisse stehen. Ich sprang zunächst übermütig zwischen ihnen hindurch. Dann stieg ich auch mal auf einige drauf. Bis der erste unter mir einbrach. Als ich vor Wut über meine klebrigen Schuhe den nächsten Kürbis trat, passierte es… Die Kürbisse bewegten sich, drehten sich und kamen auf mich zu. Ich war zunächst wie erstarrt, doch dann rannte ich um mein Leben. Sie kullerten immer schneller hinter mir her, der erste Kürbis hatte mich schon fast eingeholt und ich glaubte mich schon verloren. Da erreichte ich mit allerletzter Kraft die Straße, rannte schnell wie der Wind nach Hause und traute mich die nächsten Wochen nach Anbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine nach draußen. Mit der Zeit wurde es besser und mit den Jahren mied ich einfach Felder und hatte die ganze Geschichte so gut wie vergessen. Nur zu Halloween werde ich noch jedes Mal wieder daran erinnert. Meine Enkelin hatte mich die ganze Zeit, während ich ihr die Geschichte erzählte, gespannt angeschaut. Nun, da ich fertig war, fing sie plötzlich an zu schmunzeln, dann zu lachen. Ich war etwas perplex. Da sagte sie: „Also wirklich, das war doch bestimmt nur eine Sinnestäuschung, weil Du so erschöpft von der Arbeit warst. Oder nein, das waren bestimmt Kinder aus dem Dorf, die dir einen Streich spielen wollten! So etwas kann doch – rein physikalisch gesehen – gar nicht passieren!! Also wirklich, mir so einen Bären aufbinden zu wollen…!“ Zunächst war ich etwas gekränkt, schließlich hatte ich ihr meine geheimsten Ängste und ein sehr schlimmes Erlebnis gebeichtet. Doch dann dachte ich weiter darüber nach und mir wurde klar, dass sie sehr wahrscheinlich recht hatte. Kürbisse, die einen angreifen? Wie soll das – rein physikalisch – denn funktionieren? Jetzt musste ich selbst ein bisschen schmunzeln…. Tja, so habe ich doch tatsächlich ein Kindheitstrauma – einfach so – aufgelöst. Ich war frohen Mutes und versprach meiner Enkelin, ihr gleich draußen bei der Dekoration zu helfen. Während sie noch Materialien aus dem Keller holte, machte ich mich auf der Veranda schon mal daran, den Kürbis vorzubereiten. Als ich gerade das Messer zum Einschnitzen des Gesichts ansetzen wollte, drehte sich der Kürbis um, zeigte mir sein wahres Gesicht, öffnete den Mund und sagte: „Da bist du ja! Ich habe schon lange auf diesen Moment gewartet…“. Das folgende, schaurige und hämische Lachen sollte mir bis auf ewige Zeiten in den Ohren wiederhallen…

So, liebe Dino, noch 10 Minuten… Die Bilder von Mallorca müssen wohl warten….

Deine Herausforderung für den 08.11.2015 lautet:

Koche nach einem neuen Rezept Deiner Wahl, stelle es mir vor (am besten mit Foto) und sage mir, wie das gekochte Essen geschmeckt hat. Kann auch gerne etwas Gebackenes sein….

Ich wünsche Dir ein schönes und gruseliges Wochenende, sei unglaublich großartig,

Deine Olafine

P. S. Mehr von Mallorca dann hoffentlich beim nächsten Mal….

Hier nur noch meine Lieblingssandburg:

  

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