Domingo garabatos (oder: Sonntagsschreiberei in Google-Spanisch)

¡Hola Olafine!

Ihr entspannt euch alle sicherlich bei tollem, warmem Wetter, während es hier so trist und kalt weht. Aber zum Glück habe ich meinen heißgeliebten Blueberry Muffin-Tee, ganz vornehm mit Steviablättern gesüßt, der mir schon den einen oder anderen grauen Abend gerettet hat!
Von mir gibt es diesmal auch nochmals eine kleine Kurzbeitragsvorwarnung, da ich gestern einmal wieder Handwerkerin gespielt hatte (natürlich mit obligatorischer Musikparty im Auto) und heute auch so ein Tag ist, an dem mir eher nach machen als nach erzählen und schreiben ist (das heißt, malen, Origami-Figuren falten, etc. Wobei ich natürlich wieder nur gefressen, einen Film geschaut und ein paar Origamis versucht hatte!)

Klischees
Wie bereits erwähnt, war ich also gestern mal wieder hobbyberuflich als Handwerkerin unterwegs. Und um ehrlich zu sein, muss ich um diese Position manchmal sogar kämpfen, weil manchmal noch Männer ankommen und fragen, ob sie helfen sollen, oder schlichtweg den Helden spielen. (Wenn Hilfe vonnöten ist, frage ich schon noch, so ist das nicht.)
Vorab sei gesagt: mich hat es schon immer unheimlich gestört, wenn andere mir in meinen Aufgaben dazwischenfunken oder gar die komplette Arbeit abnehmen wollten – auch eines der Gründe, warum ich im IT-Studium irgendwann besser aufgepasst hatte, ob und wie ich bei Mitstudenten nachgefragt hatte, denn ein Haufen männlicher Kommilitonen hatte mal meine Digitaltechnik-Aufgabe komplett gelöst, ohne dass ich einen Finger rühren musste.
Zurück zu gestern. Gerade bei schweren Sachen, die rumtransportiert werden müssen, reagieren andere sogar überrascht, wenn ich, anstatt „auf die Männer zu warten“, diese einfach schnappe und wegtrage. Mir ist nämlich völlig schleierhaft, warum man auf Männer warten sollte, denn viele sind nicht viel stärker als oder genauso stark wie ich. Und ich hatte auch regelmäßig Langhanteltraining betrieben, was dafür gesorgt hatte, dass ich bei unserem Umzug am fittesten gewesen bin (auch so eine Geschichte, die gerne immer mal wieder als Argument nehme).
Und gestern sollte dann eine Badewanne, nachdem sie mit Rumgehämmere von den umgebenden Fliesen befreit wurde, die Treppe runtergetragen werden. Natürlich kam wieder einer der Männer an und fragte, ob er helfen soll, und auch Herr Dino war nicht ganz überzeugt von meinen Fähigkeiten. (Allerdings bin ich mir an dieser Stelle nicht sicher, ob wegen meines Frauentums oder wegen meiner Hörschädigung, da schnelle Kommunikation manchmal eben auch wichtig ist.)
Aber da ich schon immer nichts von irgendwelchen Klischees hielt (mein Lieblingswort: Gender-Scheiße!), habe ich mich nicht weiter darum gekümmert und es am Ende auch geschafft, zu zweit die Badewanne nach unten zu befördern. Nichtsdestotrotz finde ich es erschreckend, dass es solche Klischees immer noch gibt und ich immer wieder betonen muss, dass ich es schaffe bzw. alleine kann. Man sollte ja idealerweise nach dem Individuum beurteilen und nicht anhand bestimmter einheitlicher Merkmale. Aber zugegeben, das Wahlrecht für Frauen gibt es noch nicht einmal seit 100 Jahren und auch heute werden noch Menschen von bestimmter Hautfarbe diskriminiert. Sowas ist leider immer ein relativ langer Prozess.

If this Sunday could be sunny, yeah, that’d be great!
Heute Nachmittag haben wir, nachdem wir spät geluncht hatten (Vorsicht, ich habe geluncht geschrieben, nicht gelyncht!), einen Film aus den späten 90ern geschaut – „Office Space“, in dem unter anderem auch Jennifer Aniston (Rachel!) mitspielt. Der Film ist sogar von Mike Judge, aus dessen Feder auch die Kultserie Beavis & Butt-Head stammt. 90eriger geht’s also wohl kaum! Der Film handelt von einem Softwareprogrammierer, der dank seiner Arbeit unter Burnout leidet und unter dem Einfluss eines Hypnotherapeuten total entspannt wird und anschließend einfach nicht mehr zur Arbeit geht. Im Verlaufe dessen schmiedet er außerdem mit zwei Arbeitskollegen den Plan, eine Art Virus in die Banksoftware zu schleusen, um dann Geld von der Firma zu ziehen. Mehr wird natürlich nicht verraten, aber irgendwie bilde ich mir auch ein, dass du den Film vielleicht schon selbst geschaut hast.

Manchmal haben wir übrigens am Sonntag eine solche Nostalgie-Stimmung, dass wir auf Youtube Werbespots aus den 90ern anschauen oder gar Sendungen wie „Herzblatt“ und „Geld oder Liebe“! Witzig finde ich übrigens meine Erkenntnis darüber, dass ich „Geld oder Liebe“ als Kind und als Erwachsene jeweils anders betrachtet habe bzw. betrachte. Früher wunderte ich mich immer, wenn einer der Kandidaten lieber Geld wollte und ich hatte diese Wahl gar nicht so wirklich verstanden. Aber heute als erwachsene Person kann ich es durchaus nachvollziehen! Diese ganzen Rechnungen bezahlen sich schließlich nicht von selbst…
Jedenfalls überrascht mich es immer wieder aufs Neue und ich lasse meistens keine Gelegenheit aus, von dieser tollen Weisheit zu erzählen!

Origami-(Nicht-)Kunst
Endlich mal (wieder) eine Aufgabe, die mir Freude bereitete – oder so sollte sie es zumindest. Mir ist jetzt nämlich schleierhaft, wie ich damals den Drachen und den Schwan überhaupt hinbekommen hatte. Denn für die diesmalige Herausforderung wollten mir ein paar coole Origami-Figuren partout nicht funktionieren, sodass meine Auswahl eher langweilig ausfällt. Vielleicht bin ich auch einfach nur ungeduldig geworden? Vielleicht ist es aber auch einfach keine gute Idee gewesen, vorhin am Abend so kurz vor der Deadline weitere Versuche gestartet zu haben (beide endeten darin, dass ich das Papier frustriert zerknüllte… vielleicht wäre ein Stressball zusätzlich zu einem Origami-Set ja auch eine Marktlücke! Oder man benutzt einfach das Papier. Irgendeinen Nutzen braucht es dann schließlich auch.)
Allerdings habe ich vor, in Zukunft mal mehr Papier in verschiedenen Größen oder gar ein Set zu besorgen und dann die eine oder andere Figur zu probieren. Möglicherweise waren die Anleitungen auch zu kompliziert, wie ich an meinen vielen amüsanten Mecker-Monologen („Was ist das denn nun wieder???“) feststellen konnte. Ja ja, die Schuld liegt bei den anderen, nicht bei mir!

Aber genug um den heißen Brei geredet (hach, das wäre jetzt gut in der kalten Zeit!), hiermit präsentiere ich meine Ergebnisse:

IMG_20151025_202100

Falls das nicht erkennbar sein sollte: Zwei Gespenster (streng genommen also zwei Origamis, weil ich das Gespenst so cool fand, dass ich noch ein zweites gefaltet hatte), ein Schmetterling sowie eine, ääh, Blüte?! Die musste ich sogar aus fünf kleinen Papieren falten und anschließend zusammenkleben!

(Okay, an dieser Stelle rennt die Zeit langsam wirklich und die Deadline kennt kein Pardon! – Übrigens auch so ein toller 90er Film, wenn du verstehst, welchen ich meine!)

Von der Herausforderung des Kubismus‘ und des Flughafens
Deine kubistischen Bilder gefallen mir sehr! Und: BITTE SCHÖN! Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, dass der Satz „Du wirst es mir später danken!“ von ‚wohlmeinenden‘ Eltern und Lehrern kommt. Ich habe den Spruch nämlich vom neurotischen Mr. Monk höchstpersönlich geklaut!
Ich bin ja gespannt, ob du nun noch mehr Bilder anfangen wirst, ich habe jedenfalls auch ordentlich Motivation bekommen, selbst welche zu malen.

An dieser Stelle, so mittendrin in einem Absatz, kommt dann auch meine Bedingung für deinen Blogbeitrag am 30.10. (einen Abend vor Halloweee!):
Diesmal wirst du vom Malen verschont und „darfst“ anderweitig kreativ sein – nämlich schreibtechnisch! (Ich habe irgendwann mal von deiner Vorfreude, deinen Blogbeitrag endlich zu verfassen, gelesen, also schreibst du wohl gerne.)

„Erzähle in mindestens 300 Wörtern eine von dir selbst gesponnene gruselige Geschichte! Ob sie nach einer wahren Begebenheit oder komplett fiktiv ist, ist dir selbst überlassen und soll auch geheim bleiben! Du darfst dich von anderen Gruselgeschichten inspirieren lassen, jedoch logischerweise nicht klauen – je origineller/verrückter, desto besser.“

Weitere Bedingungen bzw. Einschränkungen gibt es hier nicht, deine Fantasie hat also freien Lauf, aber wenn du magst, kann ich dir auch ein paar weitere Bedingungen für die Geschichte, so als „Hilfestellung“ auftischen!

Deine Flughafengeschichte klingt ja auch schon ein wenig gruselig, muss ich sagen! Jedenfalls für erwachsene Menschen, die sich dann um alles kümmern dürfen. Dagegen war unser Urlaub im letzten Jahr ja eine total gemütliche Runde – mit der Bahn zum Flughafen fahren, die anderen treffen, in aller Ruhe die Koffer einchecken und frühstücken, bis das Boarding endlich losging. Bei euch kann man das ja schon ’ne Party im vollen Gange nennen! Aber schön, dass am Ende alles super geklappt hatte und ihr, wie Olafine Jr. 1 es schon treffend sagte, doch „noch eine halbe Stunde Zeit“ hattet!
An dieser Stelle wünsche ich euch nochmal einen tollen Urlaub und viel Spaß (und vor allem auch eine angenehme Rückreise)! Die Bilder, die du mir geschickt hattest, sehen vielversprechend aus!

Nun habe ich noch etwa 1h22min Zeit und werde mir schon mal was für meine Bügelperlen-Bedingung überlegen!
¡Adiós! ¡Buenas noches! Sei noch großartiger!

Dino  🐸

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