Eine Zugfahrt, die ist lustig…

Liebe Dino!

Schon wieder Freitag, die Zeit vergeht echt im Flug…

Jetzt sitze ich früh morgens (7:27 Uhr!) im Zug und fahre Richtung Amsterdam. Und mit meiner neuen faltbaren Tastatur schreibe ich nun die ersten Zeilen meines heutigen Blogbeitrages. Gerade eben, bevor ich anfing, hatte ich noch einen kurzen Schreckmoment: wie geht denn nochmal mein WordPresspasswort? (Das sind die Nachteile davon, wenn ich mich immer nur über den Laptop einlogge und der sich das Passwort gemerkt hat und die Felder automatisch selbst ausfüllt….. Ich also: Oje, was nun? Olafine junior 2 nachher anrufen, ihr meinen Beitrag als E-Mail schicken, ihr mein Passwort am Computer verraten und sie dann bitten, den Beitrag zu posten, natürlich mit meiner Hilfe – via teurer Telefonstandleitung aus den Niederlanden -! Dann habe ich nochmal tief ein und ausgeatmet (bisher waren ja erst wenige Paniksekunden und wilde Gedankenströme vergangen) und ruhig nachgedacht. So ein Quatsch! Ich lade jetzt die App runter und fordere einfach ein Passwortreset an! Na bitte, geht doch!

  
Meine faltbare Tastatur!

Bevor ich jetzt so richtig mit meinen kleinen Erzählbeiträgen loslege hier noch ein kleiner Hinweis, den ich heute Morgen vom Radio dankenswerterweise mitgeteilt bekommen habe: Heute ist World-Smile-Day!! Na, da werde ich mal mein Bestes geben!

Bundesjugendspiele 
Ja, die gibt es tatsächlich immer noch (im Gegensatz zu den gelben Telefonzellen, die sollten fast ausgestorben sein….). Ich habe sie früher schon nicht so gerne gemocht und meine Kinder haben eine ähnliche Begeisterung bisher an den Tag gelegt. Olafine junior 2 hatte diese Woche am Mittwoch das Vergnügen, mit der ganzen Klasse daran teilzunehmen. Und in Anlehnung an den tollen „Schulbeitrag“ von Frau N. in ihrem Blog am 22.09.15 dachte ich mir, ich schreibe jetzt auch mal aus dem Schulalltag eines meiner Kinder.

Also: Geplant war, dass die Klassen zusammen zur Straßenbahnhaltestelle gehen und dort alle gemeinsam in die eigens dafür bestellte Straßenbahn, die niemand anderes benutzen sollte, einsteigen. Tatsächlich kam diese Bahn aber nicht… Da stehen also nun ca. 5 Klassen (zu je ca. 30 Schüler) und warten und warten. Schließlich – nach ca. 20 Minuten – beschließen die anwesenden Lehrer, jetzt doch jede Straßenbahn zu nehmen. Und natürlich ist diese nicht leer…. Kaum schließen sich die Türen, stellen die Mädels rund um Olafine junor 2 fest, dass 4 ihrer Freundinnen wohl nicht mehr reingepasst haben und berichten dies aufgeregt dem Klassenlehrer. Die Straßenbahn fährt aber schon mal los. Der Klassenlehrer bleibt ruhig und steigt an der nächsten Haltestelle mal kurz aus mit den Worten, dass er mal gucke, ob die fehlenden Mädchen vielleicht doch noch hinten Platz gefunden haben. Derweil schließen sich doch schon wieder die Türen und die Straßenbahn fährt schon mal weiter, jetzt auch ohne Klassenlehrer. Es entsteht kurz Panik und Entsetzen – Was nun? Wohin müssen wir eigentlich? -, doch dann erbarmen sich ganz schnell andere Klassenlehrer und adoptieren die Restklasse von Olafine junior 2. Puh, Glück gehabt! Die Bundesjugendspiele können doch stattfinden. (Ich habe an dieser Stelle nicht nachgefragt, wie begeistert die Schüler alle tatsächlich waren…) Ja, und das Happy End kam natürlich später auch: Klassenlehrer und fehlende Schülerinnen tauchten kurze Zeit später wieder auf und die Klasse von Olafine junior 2 gewann sogar den Staffellauf gegen alle anderen Klassen! Mit einem kleinen, harmlosen Abenteuer und ein bisschen Aufregung machen sogar die Bundesjugendspiele Spaß!!

Buchliste

Ich habe es dieses Jahr tatsächlich geschafft! Mein Vorsatz an Neujahr, jeden Monat 2 Bücher zu lesen, ist eingehalten. Bereits Ende September war das 24. Buch durchgelesen! Ich bin sehr stolz auf mich. Und ohne diesen Vorsatz hätte ich das bestimmt auch nicht geschaffft. Ich lasse mich doch zu gerne von viel wichtigeren Dingen ablenken (Spiele auf dem Handy, Websites lesen, rumgoogeln, Fernsehgucken und so weiter). Aber da ich schon einige Jahre zuvor mit diesem Vorsatz gescheitert war, wollte ich es diesmal endlich schaffen und habe am Anfang des Jahres ganz viel gelesen, quasi vorgelesen, um am Ende des Jahres, falls etwas dazwischen kommt, etwas Puffer zu haben. Und plötzlich bin ich im September bereits durch! Großartig! (Finde ich …) Und auch wenn es ein bisschen mit Zwang zu tun hatte, was ja per se nicht so viel Spaß macht, hat mir das Lesen sehr viel Freude bereitet! Ich hatte auf einmal gar nicht mehr so das Bedürfnis, diese anderen Ablenkungsdinge zu tun… Eine tolle Erfahrung! (Okay, ein bisschen geschummelt habe ich schon, es gab auch mal ein oder zwei Bücher, die vielleicht keine 200 Seiten hatten, oder nur wenig mehr…)

Im Moment lese ich übrigens „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie im Original in Englisch. Sehr schönes Buch ! (Spielt in Nigeria und den USA und handelt von den Perspektiven und Problemen der Einwanderer; 588 eng bedruckte Seiten!)

Und wenn ich schon mal dabei bin, kommt auch hier meine Aufgabe an Dich (bewusst etwas versteckt, in der Hoffnung, Du überliest sie, damit ich mir endlich mal eine Strafe ausdenken darf…!):

Lese ein Buch Deiner Wahl mit mindestens 250 Seiten bis zum 11. Oktober und berichte darüber in Deinem Blogbeitrag an diesem Tag! (Ist ja schließlich auch bald Buchmesse.) Kann Dir auch gerne ein paar  Vorschläge machen….

Bahnfahrt

Frau 629km, die eigentlich vor mir in  Amsterdam ankommen soll, schreibt mir übrigens die ganze Zeit kleine Nachrichten und muss nun auch noch wegen Nebel auf die Starterlaubnis warten… Ich drücke an dieser Stelle mal ganz doll die Daumen!

Ja, ich hatte schon gehofft, ich könnte ein bisschen von der Bahnfahrt berichten. Es gibt ja meistens irgendetwas zu erzählen, wenn man eine Reise tut, vor allem mit der Bahn… Aber bisher ist noch nicht viel passiert. Das unglaublichste Ereignis: Der Schaffner wollte meine Bahncard zur Legitimation nicht mal sehen, obwohl ich sie sichtbar in der Hand hielt. Mein Online-Ticket wurde nicht mal von diesem tollen Zusatzgerät gescannt…. Ich bin etwas überrascht…Das zweitunglaublichste Ereignis: Ich habe meine Brezel schon fast aufgegessen, obwohl ich noch nicht einmal eine Stunde unterwegs bin. Und das trotz ausgiebigem Frühstück zu Hause. (Das ungeschriebene Gesetz: „Reisen macht hungrig“ stimmt immernoch, obwohl ich schon sehr groß bin und doch etwas beherrschter und disziplinierter sein könnte…) Zu erwarten war jedoch, dass meine faltbare Tastatur Aufmerksamkeit bekommt. Sieht ja auch ungewöhnlich aus, kleines iPhone vor etwas größerer Tastatur, ganz ohne Kabel… Ich hatte heute morgen sogar so viel Glück, dass ich einen Platz am Tisch bekommen habe, so ganz ohne Reservierung! Aber nur eine ältere Frau direkt gegenüber war ganz erstaunt und musste etwas dazu sagen. Mal sehen, ob da noch mehr passiert. Die Anzugträger mit den Laptops sehen jedenfalls wichtiger aus als ich….  (Vielleicht sehe ich so sogar eher nerdig aus…) Achja, und wir hatten schon einen außerplanmäßigen Halt, wegen Bauarbeiten, aber ohne nenneswerte Verspätung. Wegen der zweisprachigen Durchsagen lerne ich aber schon etwas niederländisch!

Inspiration durch Film oder Serie

Puh, ein Film oder eine Serie, die mich inspiriert… Da gibt es einige. Die aktuellste Serie mit Inspiration war „Switched at Birth“. Da Du sie kennst, hier eine Zusammenfassung für alle anderen: Zwei Mädchen werden in Kansas City bei der Geburt vertauscht. Eine wächst bei einer sehr reichen Familie auf, die andere bei einer alleinerziehenden Mutter und ist seit dem sie drei Jahre ist aufgrund einer Hirnhautentzündung fast taub. Mit 16 Jahren wird die Vertauschung bekannt und die Serie beginnt…

Auch wenn ich die Serie teilweise sehr oberflächlich (in den Dialogen und der Darstellung der Charaktere und der Entwicklung der Probleme) finde, hat mich daran die Gebärdensprache inspiriert. In der Serie spielt ein Großteil der Handlung mit Gehörlosen und in einer Gehörlosenschule und die Zeichensprache kommt ganz oft zum Einsatz (mit Untertitel dann). Eine für mich neue Erfahrung war der Umstand, dass ich nicht mal so einfach in die Küche gehen konnte, um etwas zu holen, während ich weiter hörend die Serie verfolgte. Denn dann kam häufig ein Part mit Gebärdensprache und ich bekam nichts mit… Diese Serie hat mich dazu inspiriert, endlich mal die Gebärdensprache zu lernen. Olafine junior 2 und ich sind wild entschlossen, dies als unseren neuen Vorsatz für das nächste Jahr umzusetzen. Bin gespannt, wie gut wir das schaffen…

Es gibt aber auch noch andere Serien und Filme, die mich für meinen Alltag inspirieren!

„Friends“ (für die Leichtigkeit und den Humor), genauso wie „How I met your mother“. Aus diesen Serien habe ich schon ein paar Lebensweisheiten und Erkenntnisse über das „Großwerden“ und das „Erwachsensein“ mitgenommen.

Oder „Forrest Gump“….

Pause
So, jetzt mache ich mal eine Pause und hoffe darauf, nachher W-LAN zu finden, um den Blogbeitrag zu posten. Vielleicht gibt es dann auch noch etwas zu erzählen.

So, da bin ich wieder und schreibe aus unserer absolut süßen, kleinen Wohnung mitten aus dem Grachtenviertel von Amsterdam! Im Zug ist noch eine Gruppe von jungen, grölenden Männern mit einem eigenen Ghettoblaster eingestiegen und behauptete lautstark, dass ihre Plätze bei uns im Wagen seien. Ich konnte mir ein Schmunzeln schon kaum noch verkneifen und malte mir gedanklich aus, wie das im Wagen mit denen wohl weitergehen würde. Aber dann stellten sie fest, dass sie doch im Nachbarwagen ihre Plätze hatten….

Kickstarter

Und jetzt noch zu meinem letzten Beitrag für heute, bevor wir gleich ins Restaurant „De Nachtwacht“ gehen! Gestern habe ich das erste Mal von kickstarter.com gehört. Hank Green (Bruder von John Green, einem meiner Lieblingsautoren, falls ich es noch nicht erwähnt habe…) hat nämlich ein Spiel erfunden und will es jetzt finanzieren. Es ist also eine Fundraising-Website. Finde ich sehr interessant, dass es so etwas gibt. Das Spiel heißt „Wizard School“ von DFTBA Games. Bin gespannt wie es wird, ich habe es auf jeden Fall unterstützt und bekomme hoffentlich nächstes Jahr im Juni 2016 meine Spielausgabe!
So, nun geht es gleich los zum Essenfassen! Wie Amsterdam war, erzähle ich dann nächste Woche!
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, sei unglaublich großartig,
Deine Olafine

  
Der Blick aus unserer Dachgeschosswohnung!

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