Schietwetter reloaded – Irgendwann hört es auch wieder auf!

Liebe Dino!
Die ganze Woche freue ich mich schon darauf, diesen Blogbeitrag schreiben zu dürfen! (Da kommt wohl mein Blogger-Ich durch…) Und heute stehen leider auch so viele andere Dinge an, dass ich erst gar nicht wusste, wo und womit ich anfangen sollte, ob der Blog nicht auch noch heute Nacht -natürlich vor Mitternacht – geschrieben werden könnte…und so weiter! Aber, was soll’s, jetzt sitze ich am Computer und tippe einfach drauf los!

Und Dank Deiner tollen Idee für die Bedingung (viel mir diesmal richtig leicht), fange ich auch gleich mit deren Erfüllung an, hier mein Aufsatz über mein Fantasie-Ich mit mindestens 100 Worten:

Mein Fantasie-Ich

Ich habe tatsächlich mehrere Fantasie-Ich’s, die es im Zaum zu halten gilt, wenn die Wohnung nicht aus den Nähten platzen soll. Heute möchte ich über mein Fantasie-Näh-und-Bastel-Ich sprechen. Zwar sind das genau genommen zwei Fantasie-Ich’s, aber sie liegen eng beieinander und ich konnte mich nicht entscheiden, von welchem ich ausschließlich berichten sollte.
Mein Näh-Ich träumt von einem riesengroßen Nähzimmer, mit Zuschneidetisch, zwei Nähmaschinen und genügend Platz für Regale, die dann meine – natürlich – sortierten Stoffe aufbewahren. Ich sehe mich als begeisterte Näherin und Schnittmusterentwicklerin für tolle Taschen, Röcke und Kleider. Und die natürlich auch für andere gerne Mitbringsel näht und immer wieder neue Schnittmuster anderer Blogger ausprobiert. TATSÄCHLICH habe ich nur eine kleine Nähecke mit vielen (meistens sortierten) Stoffen und kaum Zeit, all die Ideen und Ziele, die ich in Bezug auf Nähprojekte habe, umzusetzen. Deshalb muss ich mir bei vielen Stoffkäufen echt immer wieder selbst Vorhalte machen: Wozu brauchst Du den Stoff? Nicht alle super-schönen und einmaligen Stoffe müssen in Deiner Nähecke liegen! Wann willst Du das alles nähen? (Bei diesem Fantasie-Ich arbeite ich noch sehr stark am Abgleich mit dem Realitäts-Ich. Diplomatisch versuche ich beiden gerecht zu werden – etwas weniger kaufen, etwas mehr nähen -, aber es ist schwierig…)
Und von meinem Bastel-Ich möchte ich natürlich sehr gerne sprechen, denn in diesem Fall ist mir im Laufe der letzten Jahre fast eine komplette Übereinstimmung mit dem entsprechenden Realitäts-Ich gelungen! Mein Bastel-Ich hat schränkeweise Platz für Bastelutensilien und fertigt bei jeder sich bietenden Gelegenheit Dekorationen, Karten, Fensterbilder und was es sonst noch so zu basteln gibt an. Vorzugsweise im Herbst bei stürmischen Wetter und knisterndem Kamin! In der Realität habe ich jedoch keinen Kamin und ich bin abends, wenn ich endlich Zeit zum Basteln hätte, meistens viel zu müde, um solche Projekte noch anzugehen. Vom wenigen Schrankplatz mal ganz zu schweigen…. Aber, mein Realitäts-Ich hat inzwischen die Oberhand! (Und meine Töchter auch inzwischen genügend Bastelutensilien, bei denen ich mir im Notfall aushelfen kann!)

Abschließend mein Fazit: In der Tat sollte ich ab und zu meinen Fantasie-Ich’s mal einen Realitäts-Check unterziehen, sorgt für weniger Frust und mehr Platz in der Wohnung! (368 Wörter)

TYPISCH

Ja, im Nachgang zur letzten Woche und der dort zu erfüllenden Bedingung war es für diese Woche typisch und gar nicht anders zu erwarten, dass ich genügend Möglichkeiten für gute Taten im Vorbeigehen hatte! (Kaum ist der Leistungsdruck weg….) Ich möchte hier mal nur drei erwähnen!
Am Wochenende konnte ich eine Mutter aus der Nachbarschaft und vor allem ihre Tochter mit der Zusage, eine Kissenhülle für das in der Schule benötigte Sitzkissen mit dem Lieblingsstoff der Tochter zu nähen, sehr glücklich machen.
Und beim Einkauf beim Alnatura saß natürlich wieder ein Bettler, dem ich brav etwas Geld gegeben habe (war klar oder?).
Und selbst im Alnatura konnte ich einer älteren Dame beim Einkauf helfen und ihr genügend Zeit am Fließband, beim Bezahlen und Einpacken lassen sowie nett anlächeln, weil ich die Ruhe weg und damit eine weitere gute Tat begangen hatte! Geht doch…

OLAFEN

Ja, dieses Wort lässt mir immer noch keine Ruhe. Sollte es vielleicht einfach nur die Mehrzahl von „Olaf“ sein? Wie zum Beispiel in dem Satz: „Den Olafen sollte man die Bedeutung ihres Namens erklären.“ Nee, ich glaube, das wäre zu einfach und auf jeden Fall falsch. Es muss mehr dahinter stecken. Außerdem: die Mehrzahl lautet doch „Olafs“ oder?
Da kam mir bei meiner Recherche die Idee, einfach mal zu gucken, ob es irgendwo auf der Welt vielleicht einen Ort mit diesem Namen gibt! Das wäre doch eine gute Erklärung! Aber: ist nicht der Fall! Sowohl über die Apple-Karten-App als auch Google Maps wurde ich nicht fündig. Es gibt nur den Ort „Olfen“ und ein Lokal in den Niederlanden mit dem Namen „Olaf en Christel“.
Also bleibt nur noch eine Lösung: Es muss eine eigene Bedeutungserklärung her! Erst wollte ich gleich eine bei Wiktionary schreiben und veröffentlichen. Aber es sollte ja schon eine gute und wohl durchdachte Erklärung sein… Also schreibe ich Dir und allen MitleserInnen mal meine Version auf und vielleicht stimmt ihr mir zu oder habt sogar eine viel bessere Idee!

Olafen
Nomen; Eigenschafts- oder Charakterbeschreibung; Bedeutung: Jemand, der optimistisch herumhängt, feiert oder singend tanzt und dabei das offensichtlich Unmögliche erträumt und sogar für realistisch hält. Formulierungsbeispiele: Benimm Dich doch nicht wie die Olafen! Tue es den Olafen gleich! Wie die Olafen träumten sie von ….! Sein Handeln glich dem eines Olafen.
Berühmtes Beispiel: Schneemann Olaf im Disney-Film „Die Eiskönigin“, in dem er vom Sommer und den Dingen, die er dann tun kann, träumt, dabei aber völlig ausblendet, dass es ihn denklogisch im Sommer nicht geben kann.

Und?

Kategorie Alltagsbilder und Begebenheiten

Ich liebe es, wenn mir im Alltag so kleine, winzige Besonderheiten auffallen oder ich Bilder und Dinge bemerke, die mir Denkanstöße geben oder mich einfach daran erinnern, wie vielfältig und detailliert das Leben sein kann.
Hier mal ein paar Beispiele aus der letzten Woche:

Eine Taube mit ihrem Nest inmitten der umliegenden Tauben-Weghalte-Nägel (oder wie auch immer die heißen mögen, Olafen passt aber nicht…). Unglaublich, wie sie das geschafft hat!

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Ein „Je suis Charlie“-Graffiti an einem Ort, bei dem ich mich gefragt habe, warum hier? Soll mir das Graffiti sagen: „Ja, ich tue meine Meinung mit Graffiti kund, aber falls ich erwischt werde, dann ist es doch nur ein Mülleimer, was wollt ihr denn, das ist doch kein Schaden?“

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Ein weiblicher Zentaur

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Der KOPIERVORFALL
oder wie man Kollegen mit der (potenziell) versteckten Kamera überrascht

Da gehe ich also im Laufe der Woche, wie es ab und zu in meinem Büroalltag mal vorkommt und notwendig wird und wie schon unzählige Male zuvor zum Kopierer im Kopierraum und beginne meine 4-5 Seiten zu kopieren. Da meine Kopiervorlage oben in der Ecke getackert ist, kopiere ich die Seiten einzeln. Also Kopiererdeckel hochklappen, umgeklappte Seite aufwendig richtig positionieren, Deckel zuklappen, Kopiertaste drücken, und dann wieder von vorne. Als ich bereits drei Seiten geschafft habe und gerade zum nächsten Kopiervorgang ansetzen will (Deckel ist noch aufgeklappt, ich lehne mich vornüber, um die Seite gut auszurichten), fängt der Kopierer plötzlich an, ganz eifrig zu drucken. Er hört gar nicht mehr auf! Ich habe natürlich gedacht: Moment mal, ich bin nirgends gegen gekommen! Das Bedienfeld ist rechts von mir, das kann gar nicht sein…. Grübel, Grübel…) Ich versuche dann, auf dem hochmodernen Bedienfeld die Druckliste zur Ansicht aufzurufen. Klappt natürlich nicht. (Der Kopierer druckt und druckt derweil…). Dann versuche ich, mir anzuschauen, was denn für Seiten da so ausgespuckt werden. Geht aber nicht, der Drucker hält sie noch fest. Okay, und nun? Dann kommt ein Kollege und ich schaffe es endlich die untersten Seiten anzuschauen: Puh, Glück gehabt, nicht meine Seite einfach nur hundertfach kopiert! Der Kollege weiß aber auch von nichts und möchte auch nur kurz was kopieren. (Das wollte ich auch!) Tja, während wir also so warten, wann das Ding endlich aufhört, soviel Papier auszuspucken, kommt eine Mitarbeiterin aus dem Sekretariat zur Tür herein, guckt verdutzt und meint dann: „Oh, habe ich sie gerade unterbrochen? Haben Sie gerade kopiert, als ich meinen Auftrag losgeschickt habe?“ Stimmt ja, dieser Kopierer ist auch am Netzwerk angeschlossen! Die Mitarbeiterin hat mir (während wir beide herzhaft gelacht haben) versichert, dass keine versteckte Kamera installiert war, um mich beim Verzweifeln zu filmen. Ich hoffe, das stimmt…
(Meine Moral von der Geschichte: Enttackere die Seiten, lege sie oben als kompletten Kopiervorgang in das Einzugsfach des Kopiererdeckels und dein Kopierauftrag hat Vorrang!)

BETRIEBSAUFLUG

Und dann war da diese Woche auch noch der alljährlich stattfindende Betriebsausflug! Bei (häufig) strömenden REGEN! Das habe ich noch nie erlebt. Aber, was soll’s, wurde schon irgendwie! War auch sehr schön und wir haben trotzdem (oder gerade wegen des schlechten Wetters) viel gelacht, uns unterhalten, Spaß gehabt und nebenbei auch noch einiges gelernt und gesehen. Wie witzig es doch sein kann, wenn man eine Horde Erwachsener Menschen, die sonst einen ernsten Job zu verrichten haben, in eine kleine, motorbetriebene Bimmelbahn mit zwei Mini-Waggons steckt und bei Regen durch den Ort, kleine Hügel hinauf kutschiert sowie nebenbei zur Erheiterung aller bei Dudelmusik vom Band ganz, ganz tolle Sachen über die Stadt erzählt. (Und jedes Mal neue Adjektive für „ganz, ganz toll“ vor gefühlt jedes Nomen einbaut!! („Unsere herrliche, sehenswerte und überaus tolle Stadt X kann nicht nur mit einmalig schönen und bekannten Bauten und Persönlichkeiten aufwarten, sondern…..“ und so weiter)).
Nachdem ich mich morgens erst nicht entscheiden konnte, ob ich zum Büro (von wo aus es los ging) mit dem Fahrrad fahre („nieselt es jetzt nur und hört es gleich auf oder wird es schlimmer?“), zu Fuß gehe (dauert ca. 20-30 Minuten, bei schnellem Schritt) oder die S-Bahn nehme (dann müsste ich aber allmählich auch los, denn die fährt ja auch nicht alle 5 Minuten), kam ich mit einem kleinen Zeitpuffer nach der falschen Entscheidung (es hatte gerade aufgehört zu regnen) bei der S-Bahn-Station an und fuhr mit der Rolltreppe runter zum Bahnsteig. Und wie das immer so ist, fuhr in einiger Entfernung gerade die richtige S-Bahn ein und öffnete ihre Türen. Diesmal überlegte ich nicht lange und rannte los. Der durchtrainiert wirkende (da breitschultrige) Anzugträger vor mir auch! Und dann kam mein Moment des Morgens: Ich laufe an ihm vorbei (er guckt nur verdutzt), hechte zur gerade geschlossenen Tür, deren grüner Öffnungsknopf noch leuchtet und schaffe es, etwas atemlos, dass sich die Tür wieder öffnet! YES! Geschafft. Der Anzugträger freut sich auch (ist inzwischen eingetroffen..) und wir suchen uns Plätze, während sich die Tür wieder schließt. Tja, und wie es dann immer so ist, während ich noch ein kleines bisschen außer Atem bin, fährt die S-Bahn doch tatsächlich nicht los und wartet noch bestimmt eine Minute!! Ich hätte gar nicht rennen müssen! Egal, ich hab den Anzugträger überholt. Zählt doch auch!

Und auf dem Rückweg vom Ausflug nach Hause (wieder mit der S-Bahn) konnte ich noch ein Phänomen beobachten, welches mir vorher auch noch nicht bewusst geworden war: Ein Obst- und Gemüseverkäufer, der aus vollem Halse mit überzeugender, gleichbleibender Stimme seine Ware feilbietet („Eineuroeineuroeineuroeineuro, alleshiereineureo, eineuroeineuro, kilobananenallesfrisch…“) und gleichzeitig konzentriert eine Nachricht in sein Smartphone eintippt. Unglaublich! Der kann diese Anpreisungssätze wahrscheinlich im Schlaf und es ist für ihn so normal und einfach wie ein- und ausatmen…

So, liebe Dino, das war es diese Woche wieder von mir. Und ich bin froh, dass Du eine Bedingung gewählt hast, die gar nicht in unserem Grundkonzept steht, denn ich hatte auch schon überlegt, ob ich nicht auch etwas anderes nehmen könnte….

Ich stelle Dir gleich zwei Bedingungen, eine für diese Woche (also bis Sonntag) und eine für nächste Woche (also bis nächsten Sonntag), damit Du auch mal etwas auferlegt bekommst, was eigentlich etwas Zeit in Anspruch nehmen würde…

Meine erste Bedingung lautet:
Fotografiere ein Graffiti und erläutere dessen (künstlerische) Bedeutung mit mindestens 100 Worten!

Und bis zum Sonntag in 10 Tagen erfinde ein Spiel, dass Du dann in Deinem Blogbeitrag vorstellst und erläuterst! (Freue mich schon darauf, es nachspielen zu dürfen!)

Habe ein schönes Wochenende und eine tolle Woche, sei unglaublich großartig, bis Sonntag,

Deine Olafine

P. S. Und jetzt kennt das Rechtschreibprogramm nicht das Wort „Dudelmusik“, sondern macht daraus „Nudelmusik“… ernsthaft? Grübel, grübel… Nudelmusik…

P.S. reloaded: Die Dattelschniggers sehen lecker aus!!!

 

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