Herbstliches Schietwetter

Ahoy Olafine!

Das herbstliche Schietwetter hat begonnen. Es ist also beste Zeit für endlose Prokrastinationen!
Aber der Blog wartet natürlich nicht, also muss wieder ein netter Text von mir her… (übers Wetter hingegen würd‘ ich schon gern a bissl schimpf’n.)

Die heimtückische Schönheit der Notizbücher
Die Herausforderung mit dem „schönen Notizbuch, das viel zu schön zum Verwenden ist“ habe oder besser gesagt, hatte ich auch schon unzählige Male! Und dann habe ich mir schließlich irgendwann gesagt, diese ganze Aufheberei und auf den „richtigen Moment“ zu warten sei reine Verschwendung. Denn getreu dem Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ könnte es irgendwann tatsächlich mal zu spät sein. Und, irgendwie ganz wichtig, solch materialistischen Kram kann man einfach, eben weil sie materialistisch sind, immer wieder nachkaufen, sollte man es doch tatsächlich für „etwas Besonderes“ benötigen und das alte schon vollgemalt sein.
Ja, ich schreibe vollgemalt – wer kann schon das Zeugs in Notizbüchern lesen?! Bei dem ganzen rasanten Gedankenwirrwarr kommt auch keiner hinterher und mit der Mühe nimmt man’s dann nicht so genau. Außer du vielleicht? Vielleicht hast du für dein superschönes Notizbuch (das übrigens tatsächlich hübsch ist!) einen superschönen Stift dazu gekauft? Na?
Ich hätte das jedenfalls getan – wenn schon, denn schon!

Witzig finde ich ja, dass ich überhaupt die gleiche Notizbuch-Einstellung wie du habe – auch ich finde sie richtig super ansehlich und denke mir gleichzeitig immer (Achtung, Zitat von dir) „Schon wieder eins? Und wofür soll das denn sein? Außerdem hast Du doch noch welche liegen?“ Ja, auch ich habe noch Notizbücher, Collegeblocks und was weiß ich rumliegen!
Inzwischen lautet mein Motto allerdings, und darauf bin ich schon ein ganz klein wenig stolz, „Wenn du das wirklich mal brauchst, kannst du es dir ja auch erst dann kaufen.“ Bislang klappt das schon ganz gut, auch wenn ich dadurch manchmal frustrierter als sonst bin.

Da fällt mir glatt noch was zu dieser Sache ein. Ich beschäftige mich mehr oder weniger mit „Decluttering“ (minimalistisch leben) und lebe das auch größtenteils aus. Irgendwann habe ich zufällig gelesen, dass viele Menschen ein sogenanntes „Fantasie-Ich“ besitzen. Das ist jemand, der so ist wie man selbst gerne sein würde und sich es durch etliche, unzählige, teilweise richtig teure Anschaffungen, die man anschließend verrotten lässt, auch einredet. Dieser Blogartikel auf Englisch erklärt das schon ganz gut.
Vielleicht ist unser gemeinsames „Fantasie-Ich“ ja eine Autorin und deshalb wandern unerklärlicherweise all die schönen Notizbücher in unsere Taschen? (Okay, nach dem Bezahlen natürlich.)

Die gute Tat(en)
Tatsächlich hätte ich ebenfalls damit gerechnet, dass die gute Tat für dich ein Kinderspiel sein würde, so oft wie du unterwegs bist und dabei sicher eh schon die eine oder andere kleine gute Tat verrichtest. Dass meine Bedingung dann in eine so verzweifelte Suche deinerseits nach einem Bettler ausartet (ja, wie oft liest man denn sowas?! Sonst ist doch jemand froh drüber, auf keinen anzutreffen) und schließlich auch noch darin, dass mir beim Lesen vor lauter Lachen die Tränen in die Augen schossen… wunderbar herrlich!

Auch wenn du recht hattest und – hier zitiere ich bloß dich – deine guten Taten eher klein ausgefallen sind, so gibt es auf alle Fälle Pluspunkte für deine ziemlich lobenswerte Mühe! (Und die außerdem richtig amüsant war, erwähnte ich das schon??)
Und eines stimmt auch: der Begriff der „guten Tat“ ist relativ! An manchen Tagen, beispielweise nach einem frustrierten Nicht-Einkauf von Notizbüchern halte ich es schon für eine gute Tat, jemandem freundlich zuzulächeln oder auf etwas Heruntergefallenes aufmerksam zu machen.

Nun zu deiner Bedingung. Da sagte ich wortwörtlich „Oh f***!“ (gut, die Sterne habe ich nicht wortwörtlich ausgesprochen). Und dann fiel mir doch ein, dass die Bedingung ja eigentlich nur begrenzt schwierig ist – Suchfunktion und Thesaurus sei Dank! Jetzt muss tatsächlich nur noch mein Gehirn mitspielen. Das heißt, nicht vergessen und daran denken… wird schon. Dafür kann ich mir dann ja – ähnlich dem Feierabend-Bier – einfach ein After-Panic-Radler gönnen, darauf freuen sich meine Gehirnzellen bestimmt schon (ha, ha).

Übrigens ist mir nach einem kurzen Blick auf meinen zuletzt geschriebenen Beitrag aufgefallen (ja, was weiß ich, wieso ich mir meinen alten Beitrag nochmal angeschaut habe, vielleicht aus Selbststolz), dass die Burgerfotos den Eindruck erweckten, ich hätte einen Tag gebraucht, um ihn zu essen. Samstag noch komplett – Sonntag endlich reingebissen.
An dieser Stelle korrigiere ich: nein, ich hatte zwei Burger am Wochenende! Oh, wieder falsch, ich hatte sogar drei Burger an dem Wochenende. Zwei am Samstag, die auch am Samstag aufgefuttert wurden, und einen am Sonntag, der ebenfalls am selben Tag verdrückt wurde. Besonders wichtig war das nun auch wieder nicht, nee nee. Aber dafür sehr witzig! Manchmal sehe ich freitags die Welt nämlich aus anderen Augen als z.B. am Grummeltag (auch bekannt als „Montag, der; der von Menschen am wenigsten geliebte Wochentag“).

Geständnis
Ich muss passenderweise gestehen, dass ich viele der hier, insbesondere der oben verfassten Zeilen bereits am Freitag, nun ja, sagen wir mal, „vorformuliert“ habe. (Das darf man doch, nicht?) Beim Lesen deiner Beiträge überkommt mich immer so ein Schwall an Inspiration, dass ich ihn nicht einfach ignorieren kann, sondern direkt dran rumschrauben muss, bis er Sinn macht.
Das heißt also, es war der Freitagnachmittag, an dem ich besonders sehr gut drauf gewesen bin und mir das Lachen wie von leichter Hand fiel und überhaupt alles irgendwie lustig war, sogar das Nichtstun! Solche Momente kennst du bestimmt auch nur zu gut von unseren verrückten Zusammenkünften!

Nun aber zurück zum Sonntag, um den es hier ja eigentlich geht. (Hmm.. ich gestehe nochmal, das am Freitag geschrieben zu haben, um mich vom Weiterschreiben abzuhalten und endlich auf den Sonntag zu warten. Okay, ich schreibe ja immer noch. So, jetzt aber wirkl…)

Sonntag. Jetzt geht’s weiter!
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„Diese Bretter haben wir versemmelt“
Gestern sind wir morgens – wider unserer Natur – früh aufgestanden und zu meiner Schwägerin gefahren, um in einem Zimmer neuen Boden (Laminat) zu verlegen. Sie zieht nämlich samt Anhang ins Haus der Eltern ein und dort muss alles natürlich noch aufgehübscht und den eigenen Wünschen angepasst werden. Die Eltern selbst werden natürlich aus dem Haus vertrieben. Aber keine Bange, sie haben nebenan ein weiteres Haus hingebaut, in das sie dann einziehen werden. Das Richtfest im vergangenen Monat ist auch richtig feucht und fröhlich verlaufen.
Bis auf die sporadischen „Das ist faaaalsch herum!“, „VORSICHT!“ sowie „Hab‘ ich doch gesagt.“ ging es aber doch recht unspektakulär zu. Uns hat es aber dennoch viel Spaß bereitet und mir tat es gut, mich mal wieder richtig betätigt haben zu können. Leider machen wir heutzutage ja nicht mehr viel Handwerkliches bzw. brauchen wir in den meisten Fällen auch gar nicht (oder dürfen wir nicht). Umso mehr bin ich dann auch hochmotiviert, kaputte Sachen selbst zu reparieren. Auch wenn es sich dann meistens nur darin zeigt, dass ich den verdreckten Toaster oder den zugestaubten Lüfter reinige. Allerdings, und jetzt wird’s interessanter, habe ich mir schon vorgenommen, eine defekte Spielekonsole (Xbox) wieder instand zu setzen. Das ist eines meiner kleinen Projekte, auf das ich schon richtig gespannt bin.

Dattelschniggers
Auf einer meiner vielzähligen Internetreisen habe ich ein Rezept für eine vegane Snickers-Alternative entdeckt, bei der Datteln mit Erdnussbutter gefüllt und anschließend mit Schokolade überzogen werden. Heute Morgen kam ich endlich dazu, das Rezept mal zu testen. Am letzten Wochenende fehlte mir nämlich leider noch die Schokolade dazu und, wie ich heute in einem Vergleich feststellen durfte, war sie auch ein wichtiger Bestandteil. Ich habe ihnen den Namen „Dattelschniggers“ gegeben, weil mir die Bezeichnung „Snickers Datteln“ nicht gefiel und es eigentlich auch anders herum sein müsste. Und „Schniggers“ ist ein total beliebtes (veganes) Eis, das eben den Snickers-Geschmack imitiert. So war der Begriff geboren und ich ließ keine Gelegenheit aus, sie beim Namen zu nennen!

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An meinen Food-Posing-Skills muss ich noch feilen…

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Zum Fazit: Sie schmecken zwar nicht genauso wie das Original, da es natürlich kein Schokoriegel ist und auch der nötige Crunch fehlt, dennoch sind sie dem geschmacklich sehr ähnlich und vor allem lecker! Ich bin mit keiner Erwartung an den Geschmackstest gegangen und wurde dann positiv überrascht. Außerdem war ich auch ganz nebenbei überrascht darüber, wie lecker Erdnussbutter ist – normalerweise habe ich die nämlich gar nicht im Haus und dementsprechend den Geschmack auch schon wieder vergessen.
Die Dattelschniggers wird es jedenfalls öfter mal geben, da ich Datteln sowieso liebe. Ich hatte übrigens ganz normale getrocknete Datteln aus der Tüte genommen, weil ich mich nicht auf die Suche nach Medjool-Datteln begeben wollte und es für mich ohnehin auch keinen Unterschied machen würde.

Antwort auf einen Kommentar – oder: Hallo 629km!
Danke für deine aktive Teilnahme an unserem Blog – sogar eine sporadische hast du auch schon angekündigt! Mir ist insbesondere dein Satz „und trotzdem noch den Haushalt zu schmeissen!“ besonders ins Auge gestochen (das doppelt Gemoppelte ist Absicht) und ich muss an dieser Stelle gründlich mit einem Irrtum aufräumen: ich hab‘ gar keinen Haushalt zu schmeißen.

Jedenfalls würde ich nicht unbedingt „Ich wasche Wäsche, wann’s mir halt passt“ und „Das saubere Besteck kann man auch so ausm Geschirrspüler heraus benutzen“ als „Haushalt“ bezeichnen.
Und aber – oh, halt, beinahe hätte ich doch glatt das Wort benutzt, welches ich im Zuge der Bedingung gar nicht erwähnen darf –
(Der hier ursprünglich geplante intellektuelle Abschnitt muss aus Gründen geistiger Verwirrtheit, verursacht durch die plötzliche, panische Erinnerung an die Blog-Bedingung und die daraus resultierende Löschung der erstmaligen Formulierung leider gestrichen werden. Es wird um Verständnis gebeten, es ist schließlich Sonntag.)
Gut, da wird das ja geklärt haben…
Aber Alltagstrott trifft es wie die Faust aufs Auge, denn trottiger geht es manchmal nämlich nicht und dann schnaube ich ganz oft bei meinem Versuch, einen halbwegs guten Blogbeitrag zu schreiben, weil mir das nötige Material fehlt!

Ich freue mich jedenfalls über Kommentare von dir und von all den heimlichen Lesern, die sich irgendwo bestimmt (und hoffentlich) eins ins Fäustchen kichern über Olafines gewandten und meine zusammengepanschten Texte!

Schlusswort zum Sonntag
Zurück zu Frau Olafen (kleine, unwichtige Erinnerung daran, dass die Bedeutung immer noch fehlt). Das Schlusswort wäre dann die heißbegehrte und allseits (okay, nur von deiner Seite aus) gefürchtete Bedingung. Ich hoffe, sie ist nicht zu gewagt oder gar zu fies – oder das ist sogar sehr gut so:

Verfasse in mindestens 100 Wörtern einen Aufsatz über dein Fantasie-Ich!

(Die Sommerferien sind schließlich vorbei.)

Ich wünsche dir – trotz des █████ Wetters – eine wunderbare Woche und sende an dieser Stelle auch schöne Grüße an deine Rasselbande!

Dino

2 Gedanken zu “Herbstliches Schietwetter

  1. 629 schreibt:

    Schönen guten Abend,

    Ja dieses Wetter, keiner mag es richtig aber beschweren möchte man sich ja auch nicht. Regen ist immer wichtig für die Natur und immerhin kommt auch ab und zu die Sonne durch, nur dieser Wind, und vor allem auf der Insel… den mag keiner. Ich habe mir letztens eine super tolle Regen – Fahrrad – Poncho Jacke gekauft, die ist sehr praktisch und man hätte es nicht gedacht hält den Regen und den Wind auch wirklich ab! Und was noch besonders toll ist, die Beine werden beim Radeln nicht nass….. hier der Link zu einem Foto, da ich keine Ahnung habe wie man hier ein Foto hoch läd!

    http://www.velorution.com/new/womens/jackets-coats1/agu-seq-rain-jacket.html

    Zum Haushalt – In meinen Augen hat jedes weibliche Wesen auf dieser Erde in irgendeiner Art und Weise einen, bez. mindestens einen Haushalt zu schmeissen und wenn es mal vor lauter Wut die Tür ist die einem ausersehen aus der Hand fällt und zugeschmissen wird 🙂

    Ich habe nun auch angefangen das Wort Olafen zu google und bis auf einen Pokerspieler der diesen Namen benutzt bin ich auch noch nicht weitergekommen. Nun ja wer suchet der findet. Schauen wir mal!

    Zu meinem Alltagstrott gehört es ja die kleinen Geister von einer Nachmittagsbeschäftigung zur nächsten bezw am Abend dann ins Bett zu befördern. Heute war dann endlich der ersehnte Violinen Tag gekommen. Nach anfänglichem Durcheinander hatte dann auch jeder seinen Platz gefunden und nach 90 Minuten durfte ich ein glückliches Kind abholen, das jetzt unbedingt und jetzt und gleich (das war 18.30) eine Violine braucht…. diese mütterlichen Freuden.

    Zum Thema Notitzblockbücherhefte… auch ich bin eine der vielen Konsumentinnen die immer wieder zugreifen wenn es etwas doch so hübsches gibt und einen im Laden entgegen lächelt. Diese vielen Unternehmen wissen schon was sie uns Frauen und Männern (da sie es ja letztendlich auch mit zahlen dürfen) antun!

    Nun wünsche ich den 2 Damen einen Tollen Wochenmittentag …. bald geschafft, wobei das Wochenende ja nicht immer so erholsam ist wie Frau sich das so wünscht!

    Bis zum nächsten mal!

    Eure 629kmFrau – wobei ich das ja nochmal neu berechnen muss…. hm – eine tolle Herausforderung

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    1. Dino schreibt:

      „In meinen Augen hat jedes weibliche Wesen auf dieser Erde in irgendeiner Art und Weise einen, bez. mindestens einen Haushalt zu schmeissen“

      FTFY (Fixed that for you)

      Das stimmt. Sobald man in eine eigene Wohnung / in ein eigenes Heim zieht, besitzt man einen Haushalt. Ohne jedliche Widerrede. In meinem Beitrag sprach ich also tatsächlich von diesem schauderhaften Haushalt, den man nicht nur hat, sondern den man auch führen darf! Glücklicherweise besteht er bei uns eigentlich nur aus rund drei bis fünf Aufgaben (kein Witz), der Rest ist Play, Poker & Popcorn! (Erst recht am Wochenende!)
      Ja ja, nun habe ich doch übertrieben, aber Popcorn ist seeehr oft involviert. Blöd nur, dass ich zwar ’ne leckere vegane Donauwelle zaubern, aber absolut keinen Mikrowellenpopcorn zubereiten kann. Den muss Herr Dino immer extra für mich machen. (Milchreis kann ich übrigens auch nicht kochen, aber damit hab‘ ich Frieden geschlossen.)

      Der Regenmantel sieht sehr hübsch aus! Und ich glaube dir gerne, dass er auch praktisch ist und deine Beine beim Radfahren trocken hält – tut er das eigentlich auch bei Wind, der das Regenwasser nur so um die Ohren schmeißt? Richtig üble Kombo, muss ich sagen.. hat schon oft meinen mickrigen Taschenschirm gefoltert und mir den einen oder anderen Schnaubanfall beschert („nein danke, heute ist mir echt nicht nach Mary Poppins“).

      Neben „Olafen“ müssen wir also auch noch herausfinden, was es mit dieser Notizbücher-Sucht auf sich hat? Da haben wir ja ordentlich was vor… aber bis dahin: nicht vom Windregen runterziehen lassen und immer schön weitergrinsen! Dir, liebe 629km, auch einen tollen Wochenmittentag!

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